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Ernsthaft? Mann klagt, weil Frauenparkplätze Männer diskriminieren...

...und bekommt teilweise recht. Die Frauenparkplätze waren als Reaktion auf einen Vergewaltigungsfall entstanden. Und nein, das ist alles kein schlechter Scherz.

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Ernsthaft? Mann klagt, weil Frauenparkplätze Männer diskriminieren...
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"Ich fühle mich als Mann diskriminiert", meint der Jusstudent Dominik Bayer aus Deutschland und klagte deswegen gegen die Existenz von Frauenparkplätzen. Als er 2018 einen Freund in der Stadt Eichstätt besuchte, wurde der 25-Jährige Jusstudent auf die Schilder der extra ausgewiesenen Parkplätze für Frauen aufmerksam: "Ich verfolge das Ziel der Gleichberechtigung. Nicht mehr und nicht weniger", so der Kläger.

Vor Gericht wurde schließlich ein Kompromiss ausgehandelt. Die Parkplätze dürfen bleiben, müssen künftig aber anders beschildert werden. Sie sollen deutlich zeigen, dass es sich dabei lediglich um eine Empfehlung handle und Männer ohne Konsequenzen ebenfalls auf den Parkplätzen parken dürften.

Frauenparkplätze dienen der Sicherheit von Frauen

Verstehen konnte die Klage des jungen Mannes dabei weder die Stadt Eichstätt noch wir. Die Frauenparkplätze waren in der Stadt nämlich 2016 als Reaktion auf einen Vergewaltigungsfall eingeführt worden. 30 von insgesamt 420 Stellplätzen wurden daraufhin zu Frauenparkplätzen, um Frauen zumindest ein subjektives Sicherheitsgefühl zu geben.

Kläger Bayer war das aber zuwider: "Der Stadt kommt nicht in den Sinn, dass auch Männer Opfer von Gewalt werden können." Schließlich würde es ja auch kleine und schwächere Männer geben... Wir lassen das dann mal so stehen. (*hustfragilesmänneregohust*)

...und das, was dieser Twitter-User sagt: