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Was Frauen unter #FreePeriodStories erzählen ist SO SO nachvollziehbar

Um das Tabu zu brechen und die Scham zu mindern, wird unter diesem Hashtag offen über die Menstruation gesprochen. Und wir fühlen sowas von mit!

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Was Frauen unter #FreePeriodStories erzählen ist SO SO nachvollziehbar
© Collage / iStock

Erinnert ihr euch an euer 13-jähriges Ich? Damals, als das Herausholen einer Binde der peinlichste Moment des Tages war und wir inständig darauf hofften, dass uns NIE NIEMALS ein Tampon aus der Schultasche fallen wird. Oder noch schlimmer: Periodenblut auf unserer Hose!! Eine normale Körperfunktion ist plötzlich mit Scham behaftet. Und auch im Erwachsenenalter tun sich manche unglaublich schwer, offen über die Menstruation zu sprechen. Doch warum eigentlich? Letztlich fehlt es an Aufklärung. Und zwar darüber, dass die Periode nichts ist, wofür man sich zu schämen braucht. Genau dafür kämpft die britische Aktivistin Amika George.

Auf dem Instagram-Account und unter dem Hashtag #FreePeriodStories gehen Frauen nun mit ihrer Menstruations-Geschichte an die Öffentlichkeit. Und diese sind teils nachvollziehbar und erschütternd zugleich... Amika selbst bekam ihre Periode im Alter von 10 Jahren, mitten an einem Schultag. Ein Schulkollege machte sie auf das Blut an ihren Beinen aufmerksam, das unter ihrem Rock hinunterlief. Sie rannte auf die Toilette, weinte und ging früher nach Hause. Weil sie nicht wusste, was mit ihrem Körper passiert, möchte sie nun zu Aufklärung an Schulen beitragen.

Kampagne gegen Menstruationsscham

Jede Frau ist dazu aufgerufen, über eine unangenehme Situation bezüglich ihrer Regel zu sprechen und zu mehr Aufklärung beizutragen. Denn noch immer wird die Menstruation stigmatisiert. "Als ich jünger war, hätte ich mir jemanden gewünscht, der mir sagt, dass es nicht peinlich ist, seine Tage zu haben", erklärt Topmodel Adwoa Aboah. "Und dass es etwas ist, das ich nicht geheim halten muss, indem ich zum Beispiel, ihr wisst schon, den Tampon in meinem Ärmel verstecke." Auf Twitter folgen einige Frauen ihrem Beispiel. Und es werden immer mehr. Wir haben uns übrigens schon vor längerem Gedanken zu diesem Thema gemacht und Frauen nach ihren absurdesten Erlebnissen rund um ihre Menstruation befragt. Den Beitrag lest ihr hier.

"Ich besuchte eine große Veranstaltung im Olympiapark, als dort Spendenläufe stattfanden. Ich musste dann auf meinem weißen Stuhl sitzen bleiben, bis alle anderen 100 Leute gegangen waren und unbeholfen erklären, dass das Marathontraining meinen Unterleib offenbar zu einem Horrorfilm mutieren ließ."

"Meine Mutter brachte sogar meine ältere Schwester dazu, mir zu zeigen, was zu tun ist und wie man damit umgeht, weil sie zu verschämt war. Ein paar Jahre später hörte mein Vater plötzlich grundlos auf mit mir zu reden. Ich fand später heraus, dass ein Tampon aus meiner Tasche gefallen war und er in der Annahme lebte, wer Tampons benutzt, musste seine Jungfräulichkeit verloren haben."

"Einmal bei einem Date ließ ich meine Tasche fallen und ungefähr sieben Tampons verteilten sich auf dem Boden. Als meine Verabredung sich bückte, um mir zu helfen, meine Habseligkeiten einzusammeln, geriet ich in Panik und rief: ‚DAS SIND NICHT MEINE!’“

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Thema: Instagram

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