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Frauen, die sich zweimal in der Woche mit Freundinnen treffen, leben gesünder

Mädelsabende sind gesund - je öfter, desto besser. Warum Freundinnen einen so positiven Einfluss auf die Gesundheit haben, erklärt eine Studie.

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Wie gesund dann ein Mädelstrip sein muss...

© Photo by Roberto Nickson on Unsplash

Ein Kaffee nach der Arbeit, stundenlanges Reden & Spazieren am Donaukanal und schließlich ein Absacker bei ihr zuhause. Klingt wie ein erfolgreiches Date, ist aber der Ablauf eines richtig schönen Treffens mit der besten Freundin. Das ist Zeit, in der man ganz man selbst ist, Zeit, die erholsam und aufregend zugleich sein kann. Nach einem gelungenen Mädelsabend fühlen wir uns richtig gut. Und dieses Wohlbefinden ist messbar! Zumindest suggeriert das eine neu Studie.

ForscherInnen der Oxford University fanden heraus, dass der soziale Kontakt für Frauen ein Aspekt ist, der wesentlich zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt. Das Treffen mit Freundinnen ist sogar so wichtig, dass es sich auf die Gesundheit der Frauen auswirken kann. Frauen, die sich zweimal in der Woche ein Mädels-Date ausmachten, wirkten allgemein glücklicher und gesünder als jene, die sich nur seltener treffen konnten.

Wir wirkt Freundschaft auf die Gesundheit?

Beim gemeinsamen Lachen und Plaudern werden Glückshormone wie Oxycotin und Serotonin ausgeschüttet. Die verstärken zwischenmenschliche Bindungen noch tiefer. Interessant ist, dass sich das Lachen in einer Gruppe von vier oder weniger Personen besser auf das Glücksgefühl auswirkt als das Lachen in einer Gruppe von fünf oder mehr Personen.

Gilt dasselbe nicht auch für Männer?

Ja, natürlich erleben auch Männer die Ausschüttung der Glückshormone in oben genannten Situationen - da ist jeder Mensch gleich gestrickt. Doch die ForscherInnen vermuten, dass das vermehrte Treffen unter Frauen einen größeren Einfluss hat, als wenn sich Männer öfter treffen. Warum das so ist, darauf hat die Studie aber noch keine klare Antwort. Eine Theorie ist, dass es Frauen auch in stressigen Situationen möglich ist, Glückshormone zu produzieren, was bei Männern eher nicht der Fall ist. Daraus leiten WissenschaftlerInnen ab, dass Frauen die Nähe zu ihren lieben Menschen öfter nötig haben als Männer.

Eine zweite Theorie sucht die Antwort eher in den Lebensumständen von Frauen. Statistiken zeigen, dass sie immer noch jene sind, die sich vermehrt um die Kinder und die Familie kümmern. Das bedeutet, dass sich ihr Leben eher in der privaten als in der öffentlichen Sphäre abspielt. Deshalb hat es dann auch einen solch tief wirkenden Effekt, wenn sie Zeit abseits des gewohnten Alltags verbringen.

Was lernen wir daraus?

Das Treffen mit FreundInnen ist essentiell wichtig für unser Leben. Dabei ist es ganz egal, was wir gemeinsam machen. Es geht nur darum, dass wir die Zeit zusammen verbringen - und das am besten zweimal die Woche! Vor allem Frauen, die viel zuhause sind und sich um ihre Familie kümmern, sollten sich die Freiheit nehmen, den Alltag zu durchbrechen. Außerdem: Wer glücklich ist, steckt auch sein Umfeld damit an!

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