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Mama-Bloggerin erklärt in viralem Posting, wie man NICHT mit frischgebackenen Müttern umgehen sollte

Muss man ein Baby 24 Stunden nach der Geburt schon besuchen kommen, um Teil seines Lebens zu werden? Mama-Bloggerin Katie Bowman sagt ganz deutlich: Nein!

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mutter kind krankenhaus
© iStock

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, ist das nicht nur ein Zuwachs für die Eltern, sondern auch für die ganze Familie. Vor allem, wenn sich alle nahestehen. Und natürlich will man so schnell wie möglich den Knirps anschauen kommen – am besten schon im Spital. Wenn alles gut gelaufen ist, Mama und Baby heil im Bett liegen, dann kann doch so ein kurzer Besuch nicht schaden, oder?

Das kann es schon! So sieht es zumindest Katie Bowman und die 10.000 Mamas & Krankenschwestern, die unter ihr Facebook-Posting kommentiert haben. Die Bloggerin mit dem Namen "Living My Family Life" postete Anfang Dezember ein Foto von sich, das nach ihrer ersten Geburt entstanden ist. Und innerhalb kürzester Zeit ging das Bild viral:

"Dieses Bild sagt mehr als 1.000 Worte", schrieb Bowman. "Das bin ich, ungefähr 24 Stunden nachdem mein erstes Kind geboren wurde. Ich habe keine Ahnung, wer das Bild gemacht hat, aber wenn ihr meinen Gesichtsausdruck anschaut, könnt ihr euch denken, wie es mir in dem Moment gegangen ist. Ist es zu viel, um 1 bis 2 Tage Ruhe zu bitten? 1 bis 2 Tage, in denen eine neue Mutter begreifen kann, dass ein lebendiges Wesen aus ihrem Bauch gekommen ist? (..) 1 bis 2 Tage, die sie einfach nur schlafend zubringen will, weil sie so erschöpft ist?"

Mit ihren Posting will Bowman darauf aufmerksam machen, wie unglaublich anstrengend es für frischgebackene Eltern ist, wenn sich die Familie und Freunde gleich nach der Geburt aufdrängen. Vor allem, wenn die Eltern eigentlich um das Gegenteil – nämlich gar keine Besuche gebeten haben. Doch wenn man das Posting und die Kommentare genau liest, merkt man, dass oft gar kein Verständnis für die Bedürfnisse des Paares da ist: "Alle wollen in den ersten 24 Stunden das Baby sehen und es halten - das empfinden sie als ihr Recht. Und wenn man sie bittet, einen oder zwei Tage zu warten, dann geben sie einem das Gefühl, man wolle sie komplett aus dem Leben des Neugeborenen ausschließen.", beschreibt Bowman die unangenehme Situation.

Und in den Kommentaren zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: "Genau dieselbe Situation hat sich mit meinen Schwiegereltern zugetragen. Sie kamen einfach ins Krankenhaus und ich musste sie persönlich bitten, lieber wieder nachhause zu fahren. Daraufhin meinte meine Schwiegermutter nur, dass sie extre die 11 Stunden hergefahren seien und deshalb vorhaben noch zwei Tage zu bleiben." , schreibt eine Userin. Und eine andere fügt hinzu: "Meine Mutter war so beleidigt, als wir ihr sagten, dass wir am ersten Tag keine Besucher wollten, dass sie uns überhaupt nicht im Spital besuchte. Und auch bei meinem zweiten Kind nicht."

Wie können sich werdende Eltern durchsetzen?

Ein Tipp, den man immer wieder in den Kommentaren liest, ist, das Pflegepersonal in die Sache zu involvieren. Einfach der Krankenschwester klipp und klar sagen, wer bei der Geburt im Raum sein darf und wer nicht. Außerdem solle man der eigenen Familie deutlich sagen, wann man ihren Besuch erwartet. Wütende und beleidigte Reaktionen ignoriert man, so gut es eben geht.

Oder in den Worten von Bowman: "Wenn du das nächste Mal eine Mama im Spital besuchen willst, erinnere dich daran, wie müde ich auf diesem Bild aussehe. Ich weiß, du bist total aufgeregt, aber denk dran: Du hast kein Recht darauf, das Baby gleich zu sehen. Es ist ein Privileg!"

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