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Friseure sollen ab jetzt Leben retten

Häufig wissen Friseure mehr über dich als manche Freunde oder Kollegen. Durch die enge Verbindung zu ihren Kunden sollen Friseure deswegen mit einem simplen Trick dabei helfen Leben zu retten.

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Friseure sollen häusliche Gewalt erkennen

Unser Friseur ist auch eine Vertrauensperson!

© shutterstock.com

Im US-Bundesstaat Illinois gibt es seit 1. Jänner ein Gesetz, das Friseure spezielle Kurse absolvieren müssen, um Anzeichen von körperlicher Misshandlung oder sexueller Gewalt bei ihren Kunden zu erkennen. Häufig haben Kunde und Friseur eine langjährige und vertraute Verbindung. Man erzählt dem Friseur private Dinge, die man sonst vielleicht keinem erzählt.

Gewalttäter verletzten ihre Opfer oft beabsichtigt an Stellen, an denen man die blauen Flecken nicht gleich erkennen kann. Wie etwa am Kopf oder Nacken, wo sie von Haaren bedeckt werden. Im Kurs lernen die Friseure genau darauf zu achten und ihren Kundinnen konkrete Hilfestellungen anzubieten. Bei Anzeichen von Missbrauch sollen sie verschiedene Hilfsorganisationen vorschlagen und eventuell sogar die Polizei einschalten.

Wer in Illinois diesen Kurs nicht belegt, bekommt auch keine Beschäftigungserlaubnis. Die Abgeordnete Fran Hurley, die das Gesetzt ausgearbeitet hat, erklärt, dass in den USA jede dritte Frau und jeder siebente Mann Opfer von häuslicher Gewalt wird und dies eine simple Idee ist, um zu helfen.

Wäre das auch ein gutes Gesetz für Österreich? Was ist deine Meinung dazu?

Wo finde ich Hilfe?

Bist du selbst Opfer häuslicher Gewalt geworden oder kennst jemanden, der Hilfe braucht? Unter: www.frauenhelpline.at kannst du kostenlos und anonym rund um die Uhr anrufen und dich beraten lassen.

Themen: Report, Sexismus