Ressort
Du befindest dich hier:

Fruchtsäurepeeling: Das solltest du wissen!

Fruchtsäurepeelings helfen der Haut bei der Regeneration und Neubildung. Hier alle Informationen zur Behandlung, Risiken und Kosten.

von

Fruchtsäurepeeling - alle Infos

Nach dem Fruchtsäurepeeling ist die Haut straff, glatt und strahlend!

© istockphoto.com

Fruchtsäurepeelings lassen Entzündungen der Haut abheilen, Mitesser verschwinden, verfeinern Poren und mildern sogar Pigmentflecken und Fältchen. Die Haut wird ebenmäßiger und strahlt wieder. Der Grund: Nach der Behandlung regeneriert sich die Haut neu. Wir haben mit der Dermatologin Univ. Prof. Dr. Tamara Kopp, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie bei Juvenis Wien, über den Ablauf, Risiken und Kosten der Behandlung gesprochen.

Was ist ein Fruchtsäurepeeling?

Zumeist wird Milch-, Zitronen-, Apfel- und Weinsäure verwendet. Man macht meist mehrere Behandlungen („Kur“). Eine Kur umfasst je nach Hauttyp 5- bis 10 Behandlungen im Abstand von 2- bis 6-Wochen.

Die Stärke der Wirkung hängt ab von:
· Konzentration der Fruchtsäure
· pH-Wert der Produkte
· Einwirkzeit

Das Fruchtsäurepeeling trägt die oberen Teile der Hautschicht ab und regt die Kollagenbildung in tieferen Hautschichten an. Außerdem hemmt es „Aknebakterien“. Aufgrund dieser Eigenschaften kann es feine Falten mindern, Pigmentunregelmäßigkeiten ausgleichen, Poren verfeinern und Hautunreinheiten verbessern. Es führt zu einem gleichmäßigen und gepflegteren Hautbild. Typischerweise wird Gesicht und Dekolleté behandelt.

Für wen ist das Fruchtsäurepeeling geeignet?

· Für Menschen die ihr frisches, jugendliches Aussehen erhalten möchten
· um das Hautbild zu verfeinern (grobporige Haut),
· bei Pigmentunregelmäßigkeiten
· gegen unreine Haut oder bei leichten Aknenarben
· Fältchen
· reife Haut

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Im Normalfall lediglich Irritationen (Rötung), die nach kurzer Zeit wieder verschwinden.
Bei zu hohen Konzentrationen, zu langer Einwirkzeit und ungenügendem Sonnenschutz können im schlimmsten Fall Narben und Hyperpigmentierungen entstehen.

Wer sollte das Peeling nicht anwenden?

Menschen mit empfindlicher und trockener Haut, wenn Hautekzeme bestehen, bei Couperose (Gefäßerweiterungen). Auch wenn Tetrazykline oder Vitamin A Präparate, wie etwa Isotretinoin (typische Medikamente zur Behandlung von Akne) eingenommen werden, darf nicht gleichzeitig gepeelt werden. Diese Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit und auch die Neigung zu Hyperpigmentierung.

Wie wird das Peeling durchgeführt?

Die Behandlung erfolgt schrittweise:
· Der Patient wird auf die Behandlungsliege gebeten, erhält einen „Turban“ zum Bändigen der Haare
· Reinigung: Eine gute Reinigung und Entfettung der Haut ist für ein gleichmäßiges Ergebnis wichtig.
· Auftragen der Fruchtsäure: Das Peelinggel wird gleichmäßig aufgetragen.
· Fruchtsäure neutralisieren: Dabei wird mit einer „Neutralisierungscreme“ nach wenigen Minuten Einwirkzeit die Fruchtsäure neutralisiert.
· Danach trägt man eine kühlende Nachpflege auf.
Nach der Behandlung ist die Haut ist je nach Intensität des Peelings leichter oder stärker gerötet. Die Rötung schwindet jedoch nach kurzer Zeit.

Peeling gegen Falten und Pigmentflecken

Wie muss man sich auf das Fruchtsäurepeeling vorbereiten?

Am besten verwendet man 2 Wochen vor Start der Kur schon leichte fruchtsäurehaltige und pigmentstabilisierende Pflegeprodukte und trägt regelmäßig Sonnencreme auf (LSF 50).
Dadurch gewöhnt sich die Haut an die Fruchtsäure, die pigmentstabilisierende Creme und der Lichtschutz bereiten die Haut ideal vor um vor Hyperpigmentierung durch die Behandlung zu schützen.

Wann ist die beste Zeit, um sich peelen zu lassen?

Grundsätzlich ist es im Herbst, Winter und Frühlingsbeginn in unseren Breitengraden (wenig sonnenintensiv) am besten. Achtung: Auch den Winterurlaub in der Südsee, Skifahren und Wandertouren nicht vergessen!

Kann man auch peelen, wenn die Haut etwas braun ist?

Wenn die Haut nach dem Sommer braun ist kann man peelen. Zwei Wochen vor, während und zwei Monaten nach den Behandlungen ist aber intensiver Lichtschutz wichtig.

Wie verändert sich die Haut nach dem Peeling?

Nach der Behandlung ist die Haut gerötet, die Rötung klingt dann ab und nach zwei Tagen kommt es zu einer Abschuppung (2-4 Tage), danach wird die Haut „glatt“. Wichtig ist ein sehr guter Sonnenschutz (keine direkte starke Sonne, Creme mit Lichtschutzfaktor 50 und Sonnenschutz von innen (spezielle Kapseln mit Farnextrakt), da die Haut „sonnenempfindlicher“ wird und die Gefahr einer Hyperpigmentierung besteht.
Nach einer erfolgreichen Kur sind feine Fältchen gemindert, Pigmentunregelmäßigkeiten ausgeglichen, Poren verfeinert und Hautunreinheiten verschwunden.

Ist das Fruchtsäurepeeling schmerzhaft?

Zu Beginn der Behandlung ist ein leichtes Brennen zu spüren, das beim „Neutralisieren“ aber sofort stoppt. "Ich kühle bei der Behandlung immer mit Luft", sagt Dr. Kopp.

Unsere Expertin: Univ. Prof. Dr. Tamara Kopp ist Fachärztin für Dermatologie und Venerologie bei Juvenis Wien - dem Center für ganzheitliche Schönheit und Gesundheit.

Wie lange hält der Effekt an?

Die Effekte halten bis zu zwei Jahre, aber nur bei sorgfältigem Sonnenschutz - Pigmentflecken kommen sonst rasch zurück.

Wie muss man die Haut nach dem Peeling pflegen?

Direkt nach dem Peeling soll eine hautberuhigende Feuchtigkeitspflege aufgetragen werden. Bei Beginn des Abschuppungsprozesses sollte man eine reichhaltige Pflegecreme verwenden - dabei immer auf auf den Sonnenschutz achten.

Was kostet das Fruchtsäurepeeling?

Oberflächliche Peelings ab ca. 110,- Euro pro Region und Sitzung
Mitteltiefe Peelings ca. 270,- Euro pro Region und Sitzung