Ressort
Du befindest dich hier:

Studie: Wer früher aufsteht, leidet seltener an Depressionen

Wer früh aufsteht, hat ein geringeres Risiko an Depressionen zu leiden. Das hat eine groß angelegt Studie ergeben. Und: Unsere Gene tragen mehr zu unseren Aufsteh-Gewohnheiten bei, als bisher angenommen.


Studie: Wer früher aufsteht, leidet seltener an Depressionen
© Aigner

All jene, die kein Problem damit haben früh aufzustehen werden die folgende Info wohl ähnlich kommentieren: "Das habe ich ja immer schon gesagt!". Was genau? Dass man als FrühaufsteherIn weniger anfällig für Depressionen ist. Was man unwissenschaftlich einfach mit Faktoren wie dem schönen Licht, dem unverbrauchten, langen Tag, der Ruhe im Büro in den zwei Stunden bevor alle anderen kommen oder der Runde, die man noch Laufen gehen kann, bevor die anderen überhaupt erst aus dem Bett kriechen erklären könnte, belegt nun auch eine groß angelegte Studie.

Aber wie entscheidet sich überhaupt, ob man zu den "Lerchen" oder den "Nachteulen" gehört? Das haben sich die Forscher im Rahmen ihrer Studie nun näher angeschaut. Und dabei heraus gefunden, dass die Gene weit mehr Einfluss haben könnten, als bisher angenommen. "Anhand der Daten von 700.000 Individuen haben wir 351 genetische Faktoren gefunden, die beeinflussen, ob man den Morgen oder den Abend bevorzugt", erklärt Michael Weedon, Professor an der University of Exeter und Autor der neuen Erhebung, die am Dienstag im Fachblatt Nature Communications veröffentlicht wurde. "Diese Gene beeinflussen, wann die Menschen schlafen und wann sie aufwachen", betont er im Interview mit CNN.

Dieses Licht sieht man halt nur, wenn man rechtzeitig aufsteht.

Aber: Es gibt natürlich nicht nur die beiden Extreme, die meisten Menschen bewegen sich irgendwo zwischen Lerche und Nachteule. Was sich das Forscherteam außerdem angeschaut hat, waren eben jene genetischen Faktoren, von denen bekannt ist, dass sie psychischen Erkrankungen zugrunde liegen. Und dabei hat sich eben ein Zusammenhang zwischen frühem Aufwachen und dem subjektiven Wohlbefinden gezeigt. Ebenso zeigte sich ein geringeres Risiko für Schizophrenie und Depressionen. (Damit soll aber keineswegs behauptet werden, dass man durch Früh aufstehen automatisch eine Depression heilen könnte.) Aber auch für die Nachtaktiven gibt's gute Nachrichten: In der Genanalyse zeigte sich kein ausgeprägter Zusammenhang zwischen später Bettruhe und der Entwicklung von Diabetes oder Fettleibigkeit.

Allerdings: Sondern eben, dass jene die genetisch zum Frühaufstehen neigen, genetisch auch weniger anfällig sind für Depressionen. Also all jene, die Menschen kennen, die mit Depressionen zu kämpfen haben, sollten sich davor hüten, diesen Menschen zu raten früher aufz

Morgenstund hat Gold im Mund. Oder so...

Erst kürzlich hatte eine große Studie gezeigt, dass schon 15 Minuten Laufen oder 1 Stunde moderate Bewegung täglich das Depressionsrisiko um 26 Prozent senkt. Also, wer derzeit mit der grauen Jahreszeit kämpft, könnte es einfach mal mit früh aufstehen und Bewegung versuchen...