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Frühjahrsmüdigkeit? Nicht mit mir!

Gääääähn! Was hinter dem Tief steckt und wie wir es umgehen.


Frühjahrsmüdigkeit? Nicht mit mir!
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Beim Thema „Frühlingsgefühle“ denken die wenigsten Menschen ans Schlafen. Und doch ist bei 60 Prozent der ÖsterreicherInnen Müdigkeit das vorherrschende Gefühl, wenn die Tage wieder länger werden. Die Natur sollte nicht das Einzige sein, was nach einem langen Winter wieder erwacht. Auch wir sollten voll frischem Elan in die warme Jahreszeit starten. Eigentlich. Das Gegenteil ist häufig der Fall, der Übergang vom Winterblues zur Frühjahrsmüdigkeit ist oft fließend. Das muss aber nicht sein .

Endlich ist der Winter mit seinen langen, dunklen Tagen vorbei. Da möchte man annehmen, dass mit zunehmendem Sonnenlicht auch der Elan wieder zurückkehrt. Das tut er auch, allerdings dauert die Anpassung an die neue Jahreszeit in der Regel zumindest zwei bis drei Tage, in schwereren Fällen schonmal bis zu zwei Wochen. In dieser Zeit fühlen wir uns schlapp, motivationslos und müde. Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Gereiztheit sind weitere Symptome der Frühjahrsmüdigkeit. In manchen Fällen treten Konzentrationsprobleme, Kreislauf-, Herz- und Verdauungsbeschwerden sowie Appetitlosigkeit auf. Die Ursache dafür ist ein Ungleichgewicht zwischen dem „Schlafhormon“ Melatonin und dem „Glückshormon“ Serotonin.

Was uns müde macht

Weil der Körper im Winter Energie sparen möchte, ist der Melatoninspiegel hoch, wir schlafen mehr. Im Frühling regt das Tageslicht, das über das Auge aufgenommen wird, die Serotonin-Produktion an, wodurch wir uns wieder wacher fühlen sollten. Der Organismus braucht allerdings Zeit, sich umzustellen und den Melatonin-Überschuss auszugleichen. Die verlorene Stunde durch die Zeitumstellung erweist sich dabei oft als nicht gerade hilfreich.

Die besten Maßnahmen gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Zur Serotonin-Produktion benötigt der Körper die Aminosäure Tryptophan. Diese wird im Darm hergestellt. Ist der Darm gesund, klappt demnach auch die Sache mit der Serotonin-Produktion besser. Eine gesunde Darmflora und probiotische Darmbakterien zählen daher zu den besten Mitteln gegen das Frühjahrstief. Ballaststoffreiche Kost wie Müsli, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse dient den Darmbakterien als Nahrungsquelle und unterstützt so die Darmflora zusätzlich. Achte außerdem auf eine gesunde, vitaminreiche und ausgewogene Ernährung, trink ausreichend Wasser und vermeide Stress – der bringt nämlich die Darmflora aus dem Gleichgewicht und macht uns in weiterer Folge noch träger. Es empfiehlt sich, zusätzlich probiotische Darmbakterien (erhältlich in der Apotheke) zuzuführen und mit Wechselbädern und Kneippanwendungen den Kreislauf in Schwung zu bringen. Ein geregelter Schlafrhythmus und viel Bewegung im Freien, am besten ohne Sonnenbrille, helfen dem Körper in der Umstellungsphase.

Text: Claudia H.

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