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Welcher Frühstücks-Typ bin ich?

Morgenstund: Die erste Mahlzeit am Tag bestimmt, ob wir satt durch den Tag gehen oder mit Heißhunger kämpfen. Doch nicht jeder braucht das Gleiche. WOMAN hat nachgefragt, wie das ideale Frühstück sein soll.

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Welcher Frühstücks-Typ bin ich?
© Alliance/iStock/Thinkstock

Essen soll man am Morgen wie ein Kaiser, heißt es in einem alten Sprichwort, das gibt die nötige Energie für den Tag. Doch viele haben nach dem Aufstehen keine Zeit, keinen Hunger oder lassen die Mahlzeit aus, damit sie Kalorien sparen. Die Folge: Sie fallen am Vormittag heißhungrig über den nächsten Schokoriegel her. Die Lösung: Frühstücke eben einfach etwas später! Denn es gibt für jeden den richtigen Zeitpunkt, um die nötige Energie für den Tag zu tanken – und den richtigen Ernährungsmix.
Die Ernährungswissenschaftlerin Claudia Nichterl (essenz.at) hat für uns die verschiedenen Typen erklärt. Sieh nach, in welchem du dich wiedererkennst oder probiere die verschiedenen Varianten aus, um dein optimales Frühstück zu finden.

Verwertung.

Das Frühstück ist eine vollwertige Mahlzeit und sollte in etwa 25–30 Prozent der Gesamtkalorienmenge des Tages ausmachen. Das heißt, man kann wirklich alles essen, worauf man Lust hat. Vom gängigen Marmeladebrot über Spiegeleier bis zu Suppen, Gemüsepfannen oder Bratenresten vom Vortag ist je nach Gusto alles möglich. 4–5 Stunden sollten wir
von dieser Mahlzeit satt sein. Wie sie idealerweise aussieht, hängt vom jeweiligen Stoffwechseltyp ab.

Essen nach Typ.

Der Kohlenhydrattyp braucht schnell verfügbare Energie aus Brot, Müsli oder Getreidebrei, damit er gut satt ist. Da er meist ohnehin sehr aktiv ist, kann er "gefühlt" futtern, so viel er will, ohne etwas anzulegen. Beim Eiweißtyp dagegen verpufft diese Energie sehr schnell, er gerät in eine Hungerspirale und neigt dann dazu, ständig zu essen. Bist du nach einem morgendlichen Müsli schnell wieder hungrig? Dann probiere ein Eiergericht zum Frühstück, koche den Haferbrei mit Milch statt mit Wasser oder greife zu Räucherlachs, Hummus oder Schinken. Auch Fett ist für diesen Typ wichtig, lass deshalb die Finger von Magerprodukten. Die sättigen dich nicht so gut, vermeintlich eingesparte Kalorien holst du dir später woanders. Der Mischtyp ist eine Kombi aus beiden.
Egal, welcher Kategorie du angehörst: Iss beim Frühstück immer auch Obst und Gemüse dazu. Das liefert die nötigen Ballaststoffe und Vitamine.

Zeitpunkt.

Dass diese Mahlzeit Frühstück heißt, bedeutet noch lange nicht, dass sie gleich nach dem Aufstehen gegessen werden muss. Viele Menschen haben am Morgen einfach keinen Hunger, brauchen eine Weile, bis sie in die Gänge kommen. Essen sollte man aber spätestens, bevor der Stress des Tages richtig losgeht, wie Nichterl betont. Ohne den nötigen Kraftstoff im Magen schaltet der Stoffwechsel sonst sofort auf Stress um, der Körper schüttet Stresshormone wie Cortisol aus. Das bringt die Verdauung und damit die effiziente Verwertung durcheinander.

Nicht verzichten.

Abgesehen davon, dass das System nicht ordentlich arbeiten kann, ist ein Verzicht aufs Frühstück auch kalorientechnisch kontraproduktiv. Manche lassen es in dem Glauben aus, auf diese Art eine Mahlzeit einzusparen. Doch gerade bevor das Tagwerk beginnt, sei es körperlich oder geistig, brauchen wir Treibstoff, damit der Körper ordentlich arbeiten kann. Wird nichts geliefert, greift er auf seine Reserven zurück – und schaltet zusätzlich auf Sparflamme. Die Folge davon ist, dass er den ganzen Tag über mehr einlagert. Außerdem werden die gesparten Kalorien im Normalfall mit Snacks wieder wettgemacht, weil eben kein ordentliches Sättigungsgefühl vorhanden ist.

Warme Küche.

Bei uns eher ungewöhnlich, gibt es viele Kulturen, bei denen in der Früh ganz selbstverständlich eine warme Mahlzeit wie Porridge oder Reissupper auf den Tisch kommt. Der Darm braucht dann weniger Energie, um die Nahrung aufzuspalten und kann sich besser auf seine enorm wichtige Entgiftungsarbeit konzentrieren. Das kann bei Verdauungsbeschwerden oder Blähbauch für Abhilfe sorgen. Ein warmes Frühstück legt Expertin Nichterl auch all jenen ans Herz, die leicht frieren. Besonders im Winter hilft das, den körpereigenen Wärmehaushalt besser zu regulieren.

1

Ich bin der KOHLENHYDRATTYP!
Das bin ich. Ein sogenannter Langsamverbrenner: verwertet Kohlenhydrate ideal und kann viel Energie daraus schöpfen. Sie halten ihn lange satt. Meist sehr aktiv, hat selten Gewichtsprobleme.
Das brauche ich. Brot, Müsli mit Trockenobst, Getreidebrei (z. B. aus Hafer, Polenta, Hirse), Marmelade. Es sollte aber auch einmal ein weiches Ei sein oder Frischkäse und Schinken – das Eiweiß ist wichtig für die Aminosäuren im Gehirn, damit auch der Geist so richtig zu arbeiten beginnt. Obst und Gemüse sorgen für die nötigen Vitamine.
WOMAN-Tipp. Es muss nicht immer nur Brot mit Belag oder Croissant sein. Pancakes mit Obst, Couscous mit Gemüse oder Buchweizenblinis sorgen für neue Geschmackserlebnisse.

2

Ich bin der EIWEISSTYP!
Das bin ich. Carbs verpuffen beim Schnellverbrenner sofort, vom klassischen Müsli- oder Brot-Frühstück ist man rasch wieder hungrig. Als Folge isst man zu viel, neigt zu Gewichtsproblemen.
Das brauche ich. Ausreichend Eiweiß und Fett sind unbedingt nötig. Weiches oder Rührei, Müsli mit viel Nüssen und Samen, Frischkäse, fettes Joghurt, Schinken, Räucherlachs, Hummus. Achtung vor zu vielen Kohlenhydraten, sie führen zu den klassischen Heißhungerattacken. Lieber eine Scheibe weniger Brot, dafür dicker belegen.
WOMAN-Tipp. Das Frühstück darf ruhig etwas üppiger ausfallen. Untersuchungen haben gezeigt, dass dieser Typ mit einem ausgiebigen Frühstück weniger Kalorien über den restlichen Tag isst.

3

Ich bin der MISCHTYP!
Das bin ich. Verbrennt die Nahrung sehr gleichmäßig und zieht sich sowohl aus Kohlenhydraten wie Eiweiß das Nötige heraus. Hat selten Gewichtsprobleme.
Das brauche ich. Das klassische Wiener Frühstück mit weichem Ei, Schinken- oder Marmeladebrot liefert beide Komponenten. Wenn dann noch etwas Obst und Gemüse für Vitamine und Ballaststoffe dazukommt, ist alles perfekt. Mit ausgewogener Ernährung ist der Körper bestens versorgt.
WOMAN-Tipp. Beim Frühstück darf man seine Fantasie spielen lassen. Erlaubt ist, was schmeckt und worauf man Gusto hat. Warum nicht einmal eine Hühnersuppe mit ein paar Nudeln und verquirltem Ei? Die Wärme im Bauch bringt den Stoffwechsel erst so richtig in Schwung.

Hier findest du tolle Frühstücks-Alternativen zum Mitnehmen.