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Fühlt es sich so für ein Baby an, wenn es lernen soll alleine zu schlafen?

Ein Baby kann noch nicht sprechen. Noch nicht vermitteln, wenn es ihr oder ihm nicht gutgeht. Und daher schrieb eine Mutter diesen Brief im Namen der Kinder, die zum alleine schlafen erzogen werden.


Baby soll alleine schlafen lernen
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Schläft dein Baby schon durch? Schläft es schon alleine in seinem Bettchen? Diese Fragen hören Eltern von Säuglingen nur allzu oft. Verständlicherweise: Genügend Schlaf abzubekommen gehört sicher zu den meist verbreitesten Problemen bei Baby an Bord.

Aber beim Thema, wie man das Kind dazu bringt, alleine zu schlafen, gehen die Meinungen von Müttern und Vätern - und auch auf Expertenseite - weit auseinander. Einerseits wird empfohlen, nicht bei jedem Schrei zum Baby zu laufen und es sofort in den Arm zu nehmen, sondern es auch eine Weile weinen zu lassen. Eine Methode, die andere schockiert. So auch eine Mutter, die anonym auf der Website Alternative Mama einen sehr emotionalen Brief veröffentlichte, worin sie die vermeintliche Sichtweise eines Kindes beim "Schlaftraining" annahm.

Ein Brief, der sehr viele Menschen beschäftigte und den wir hier in übersetzter Form euch ebenso präsentieren möchten. Bist du auch eine Mutter? Wie siehst du das?

"Liebe Mami,

ich bin verwirrt.

Ich bin es gewohnt, in deinen weichen, warmen Armen einzuschlafen. Jede Nacht lag ich eng bei dir. Nahe genug, um deinen Herzschlag zu hören, nahe genug, um dich zu riechen. Ich schaue auf dein schönes Gesicht, während ich sanft und sicher in deiner liebevollen Umarmung einschlafe. Wenn ich mit knurrendem Magen erwache, kalte Füße habe oder weil ich kuscheln möchte, widmest du dich mir schnell und schon bald schlafe ich wieder.

Aber letzte Woche war das anders.

Auf einmal war es so: Du hast mich in mein Bettchen gesteckt und mir einen Gute Nacht-Kuss gegeben, hast das Licht ausgeschaltet und bist gegangen. Zuerst war ich verwirrt und fragte mich, wohin du gegangen bist. Bald wurde ich ängstlich und rief nach dir. Ich rief und rief dich Mama, aber du bist nicht kommen! Ich war so traurig, Mama. Ich wollte dich so sehr. Ich habe noch nie so starke Gefühle gefühlt. Wo bist du hingegangen?

Irgendwann bist du zurückgekommen! Oh, wie glücklich und erleichtert war ich, dass du zurückgekommen bist! Ich dachte du hättest mich für immer verlassen! Ich habe meine Hände nach dir ausgestreckt, aber du hast mich nicht hochgehoben. Du hast mir nicht einmal in die Augen gesehen. Du sagtest "Shh, es ist jetzt Nacht" und bist wieder gegangen.

Dies geschah wieder und wieder und wieder. Ich schrie nach dir und nach einer Weile, jedes Mal ein bisschen später, würdest du kommen, aber du würdest mich nicht halten.

Nachdem ich eine Weile geschrien hatte, musste ich aufhören. Meine Kehle tat so weh. Mein Kopf klopfte und mein kleiner Bauch knurrte. Mein Herz tat am meisten weh. Ich konnte einfach nicht verstehen, warum du nicht kommen würdest.

Nach so langen Nächten gab ich auf. Du kommst nicht, wenn ich schreie, und wenn du endlich kommst, wirst du mir nicht einmal in die Augen sehen, geschweige denn meinen kleinen Körper halten. Das Schreien schmerzte zu sehr, um sehr lange weiterzumachen.

Ich verstehe es einfach nicht, Mama. Wenn ich tagsüber stolpere und meinen Kopf stoße, hebst du mich auf und tröstest mich. Wenn ich hungrig bin, fütterst du mich. Wenn ich zu dir komme, um zu kuscheln, dann liest du meine Gedanken und nimmst mich in den Arm, bedeckst mein kleines Gesicht mit Küssen und sagst mir, wie besonders ich bin und wie sehr du mich liebst. Wenn ich dich brauche, antwortest du mir sofort.

Aber nachts, wenn es dunkel und still ist und mein Nachtlicht seltsame Schatten auf meine Wand wirft, verschwindest du. Ich kann sehen, dass du müde bist, Mama, aber ich liebe dich so sehr. Ich möchte nur in deiner Nähe sein, das ist alles.

Jetzt, nachts, bin ich still. Aber ich vermisse dich immer noch."

Themen: Eltern, Kinder

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