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Fürstin Charlène von Monaco erhielt für ihr Engagement das "Goldene Herz"

Der Stargast des Abends ließ auf sich warten. Erst kurz vor Beginn der TV-Gala "Ein Herz für Kinder" eilte Fürstin Charlène von Monaco am Samstag im Blitzlichtgewitter über den roten Teppich und verschwand schnurstracks im Studio. Auch in der mehr als dreistündigen Benefizveranstaltung war ihr Auftritt der mit Spannung erwartete Höhepunkt, den Charlène charmant meisterte.


Fürstin Charlène von Monaco erhielt für ihr Engagement das "Goldene Herz"
© REUTERS/Tobias Schwarz

Eindringlich warb die 33-Jährige für bedürftige Kinder. "Die Rettung dieser Kinder ist ein Kampf, und wir können es uns nicht leisten, ihn zu verlieren", sagte die Fürstin, die ihre Stiftung Princess Charlène Foundation vorstellte. Das Plädoyer stieß offensichtlich auf offene Ohren, bis zum Ende der Sendung kamen fast 14 Millionen Euro für die Hilfsorganisation der Bild -Zeitung zusammen - das drittbeste Ergebnis in der Geschichte der Show.

"Dein ganzes Leben schon hast du ein großes Herz für Kinder", sagte Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick an die Adresse Charlènes. Sie erhielt für ihr Engagement das "Goldene Herz", die Auszeichnung der Sendung. "Ich nehme diesen Preis voller Stolz und Freude entgegen - im Namen der zahllosen Freiwilligen, die so viel arbeiten, um bedürftigen Kindern zu helfen und sie zu schützen", sagte Charlène. Kurz darauf zeigte sie große Gefühle: Als US-Sänger Michael Bolton den Song "Hallelujah" sang, liefen ihr Tränen über die Wange.

Auch sonst mangelte es bei der TV-Gala nicht an bewegenden Momenten. Wladimir Klitschko warb für ein Kinderkrebszentrum in seiner ukrainischen Heimat. Dabei berichtete er, dass sein Vater nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verstrahlte Trümmer wegräumen musste und schließlich an Krebs starb. Schauspielerin Maria Furtwängler erzählte vom Besuch eines Hilfsprojektes in einem Slum in Bangladesch.

Viele weitere Prominente unterstützten die Gala, indem sie zeitweise Anrufe von Spendern entgegennahmen. Zu ihnen gehörten Boris Becker, Kai Pflaume und Simone Thomalla. "Wenn ein kleines Mädchen anruft und zehn Euro spendet, ist das sehr bewegend", erzählte Schauspielerin Stephanie Stumph bei der After-Show-Party. Hin und wieder griff auch Moderator Thomas Gottschalk selbst zum Hörer.

Der 61 Jahre alte Entertainer war ohnehin ganz in seinem Element. Er moderierte die ZDF-Livesendung zum elften und letzten Mal, im Jänner beginnt seine neue Vorabendshow in der ARD. Er herzte Kinder und raspelte Süßholz mit der amerikanischen Sängerin Tina Turner. "Wenn man dich wieder hört - man wird ja süchtig!"

(apa/red)