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Garten-Tricks von Josef Starkl

Bereits in 4. Generation verschönern Josef Starkl und sein Familienclan unsere Gärten. Uns verriet der Mann mit dem grünsten Daumen des Landes die besten Tipps für die eigene Oase.

von

Josef Starkl
© Starkl

WOMAN: Ich möchte meinen Garten schön gestalten – wie fange ich an?

Starkl: Man muss zuerst wissen was man will. Viele Kunden kommen zu uns und erwarten einen Vorschlag. Man sollte aber generell einmal wissen, was man will. Einen pflegeleichten Garten oder Obstbäume? Will ich Früchte? Will ich schwimmen? Dann erst beginnt die eigentliche Planung. Sind die ersten Fragen geklärt, beginnt die eigentliche Gartenplanung – das geht dann ganz einfach.

WOMAN: Wie lange sollte man einplanen, bis alles fertig ist?

Starkl: Viele denken erst an den Garten, wenn es bereits warm ist und man draußen sitzen kann. Da ist es aber viel zu spät. Im Winter sollte man bereits anfangen, sich Gedanken zu machen und im Frühjahr pflanzen. Die Natur braucht eine gewisse Vorlaufzeit. Aber keine Sorge, Ein bisschen können wir Profi-Gärtner schon zaubern.

WOMAN: Wie sieht eigentlich ein idealer Garten aus?

Starkl: Am besten ist ein Mix aus Obst und Blüten. Das ist pflegeleicht und schafft eine tolle Atmosphäre. Man braucht übrigens keinen großen Garten, um Obst zu pflanzen.

WOMAN: Stichwort Bauerngarten: Kann man wirklich alles wuchern lassen oder gibt es hier bestimmte Regeln, die man beachten muss?

Starkl: Früher hatte man einen Garten, um sich selbst zu versorgen. Zwar mit ein paar Blumen, aber aber hauptsächlich Gemüsebeete, Karotten etc. Regeln gibt es im Garten wenige, die macht die Natur. Man kann setzen, worauf man Lust hat. Ich lerne heute auch noch immer dazu und probiere Neues aus. Man glaubt gar nicht, was alles geht. Die Natur gibt schon den Weg an.

WOMAN: Welche Pflanzen eignen sich für jene, die keinen ausgeprägten Grünen Daumen haben?

Starkl: Nichts Exotisches, nur Heimisches pflanzen. Das wächst nämlich von alleine, da muss man nicht viel beachten. Bei den Hecken empfehle ich etwa Hainbuchen, bei den Blüten Hortensien und Forsythien und bei den Stauden Margeriten.

WOMAN: Und wie sieht es mit den Gartenwegen aus?

Starkl: Auf jeden Fall Kieselwege, alles andere kostet mehr Geld. Heutzutage sind die Gärten sowieso so klein, dass man Wege nicht hineinbekommt.

WOMAN: Gibt es bestimmte Gartentrends, die sich heuer abzeichnen?

Starkl: Kräuter, Kräuter, Kräuter. Viele Menschen kennen sich heutzutage sehr gut aus und kaufen riesige Mengen, ich seh kein Einkaufswagerl ohne Kräuter drin. Natürlich bio.

WOMAN: Muss man schon angeschlagene Thujen neu pflanzen oder kann man sie auch aufpeppeln?

Starkl: Eine alte, schirche Thujenhecke bleibt schirch. Auch wenn man sie zurückschneidet, wird es nicht besser. Mein Tipp: Die Thujen samt Wurzelstücken ausgraben und was Neues einpflanzen. Da der Boden danach sehr ausgelaugt ist, muss man dann die Erde großzügig austauschen und danach eher Eibe oder Hainbuchen setzen. Sie sind auch viel edler, halten besser und wachsen schneller.

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