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Diese Beauty-Inhaltsstoffe sind gefährlich!

Du würdest kein Gift essen, oder? Warum also giftige Chemie in dein Gesicht schmieren?! Diese 5 Kosmetik-Inhaltsstoffe können gefährlich werden!

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Diese Beauty-Inhaltsstoffe sind gefährlich!
© Instagram/ElsaHosk

Es ist ja eigentlich absurd. Wir würden niemals essen, von dem wir wissen, dass es eigentlich giftig ist. Aber in unser Gesicht, auf unsere Haut, klatschen wir teilweise pure Chemie.

Und warum? Weil wir den schnellen, oberflächlichen Erfolg höher einschätzen als die langfristig negative Wirkung.

Dazu kommt, dass uns die Etiketten und Produktbeschreibungen von Kosmetika oft überfordern. Wir verraten dir deshalb, auf welche fünf Inhaltsstoffe du acht geben und in Hinkunft vermeiden solltest. Dein Körper wird es dir danken. Jetzt. Und auf lange Sicht.

Kosmetika: Diese Inhaltsstoffe können gefährlich sein

1

PARABENE. Parabene sind Konservierungsmittel, die das Wachstum von Bakterien, Schimmel oder Hefepilzen in Beauty-Produkten verhindern sollen. Sie stecken vorwiegend in Duschgels, Shampoo oder Zahnpasta. Allerdings werden die Parabene über die Haut direkt in den Körper aufgenommen und wirken dort wie weibliche Hormone. In letzter Zeit wurden Parabene außerdem mit einem erhöhten Brustkrebs-Risiko in Verbindung gebracht, da sie in Biopsieproben von Brusttumoren entdeckt wurden.

2

SYNTHETISCHE FARBSTOFFE. Vor allem in der dekorativen Kosmetik, also bei Rouge, Lidschatten, Lippenstiften und Make-up, aber auch bei Pflegeprodukten kommen teilweise künstliche Farbstoffe zum Einsatz. Dazu zählen Alloxan, Eosin, Fluorescein oder Anilinfarben, die teilweise aus Erdöl oder Steinkohlenteer hergestellt werden. Synthetische Farbstoffe können die Haut reizen, es wird aber auch vermutet, dass sie karzinogen (krebsverursachend) sein können.

3

DUFTSTOFFE. Du liebst den frischen Geruch deines Shampoos oder deiner Feuchtigkeitscreme? Wer würde das nicht tun. Solange es sich um ätherische Öle handelt, die als Duftstoff eingesetzt werden. Oft sind es aber künstliche Duftstoffe, die im Verdacht stehen, das Risiko von Allergien, Dematitis oder Atemwegserkrankungen zu erhöhen.

4

PHTHALSÄUREESTER. Dabei handelt es sich um PVC-Weichmacher, die unter den Namen Dibutyl Phthalate (Nagellack), Diethyl Phthalate (Duftstoff, Lotion) oder Dimethyl Phthalate (Haarspray) auch in Kosmetika Verwendung finden. Sie werden mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko, verfrühtem Einsetzen der Pubertät bei Mädchen und sogar Geburtsfehlern in Verbindung gebracht. Leider werden die gefährlichen Weichmacher auf Kosmetika-Etiketten gerne verschwiegen – so können sie sich etwa unter dem Label "Duftstoffe" verstecken.

5

NATRIUMLAURYLSULFAT. Ob beim Haare waschen, Duschen oder Baden: Die meisten Menschen kommen täglich mit Sodium Laureth Sulfate in Kontakt. Bei dieser Chemikalie handelt es sich um eine Reinigungssubstanz, die aus Laurylalkohol und dem Erdöl-Abkömmling Ethylenoxid hergestellt wird. Das englische Wort Sodium steht übrigens für Natrium, Sulfate für Schwefelsäure, die ebenfalls Bestandteile dieser Verbindung sind. In den Zutatenlisten der meisten konventionellen Reinigungsprodukte steht diese Waschsubstanz nämlich ganz weit oben. Ein sauberes Image hat der Schaumbildner allerdings nicht: Er reizt die Haut und steht sogar im Verdacht, Krebs zu begünstigen…

Wie kann ich die Inhaltsstoffe von Beauty-Produkten prüfen?

Da die meisten Inhaltsstoffe unter unterschiedlichsten Namen auf die Etiketten geschrieben werden oder im Kleingedruckten auf der Packung oft schwierig zu entdecken sind, ist es selbst dem mündigsten Verbraucher oft kaum möglich, die gefährlichen Stoffe selbst zu entdecken.

Helfen können Apps fürs Smartphone, wie beispielsweise Toxfox, Barcoo oder Codecheck. Beim Einkauf scannt man einfach den Produktcode ein und die App zeigt, ob Parabene, Silikone oder andere Inhaltsstoffe enthalten sind.

Thema: Pflege