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Flutsch und weg: Gefährliche Sextoys

Dildos, Penisringe und Co können den Sex noch wilder machen. Doch dabei sollte man unbedingt wissen, wie man richtig damit umgeht.

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Flutsch und weg: Gefährliche Sextoys
© Thinkstock

Vibratoren, Gleitmittel, Liebeskugeln, Penisringe und Fesselseile sind in vielen Haushalten zu finden. Durch sie soll der Sex noch intensiver, noch wilder und noch heißer werden. Das klingt ja alles schön und gut, aber wer nicht weiß, wie man damit umgeht, kann eines Nachts mit bösen Überraschungen im Krankenhaus landen!
Denn so wurde etwa ein Sexspielzeug für einen 51-Jährigen zur absoluten Penisfalle, da er den so genannten "Metal-Cock-Ring" nicht mehr selber entfernen konnte. Erst nach Stunden konnte man ihm das Sextoy - unter Vollnarkose! - entfernen.

Allgemeine Regel:
Grundsätzlich ist Sauberkeit das oberste Gebot beim Sex mit Spielzeug. Wenn möglich, ist Desinfektionsmittel - für das Spielzeug! - durchaus erlaubt. Und besonders wichtig ist auch, dass auf Materialien aus Holz oder Glas verzichtet wird, da hier Splittergefahr besteht.
Außerdem sollte man nur "echtes" Spielzeug verwenden und keinerlei "originelle" Selbstversuche ausprobieren. Notärzte des Wiener AKHs berichten, dass sie nicht nur einmal skurrile Sextoys wie Lammkeulen, Flaschen, und Neonröhren aus etwaigen Körperöffnungen holen mussten.

Bitte nicht zu kreativ werden!

Sextoys - So funktionieren sie

Analdildos
Diese Dildos sind speziell nur für den Analbereich hergestellt worden. Daher haben sie auch ein dickeres Ende, um nicht vom Darm "verschluckt" zu werden. Vaginaldildos daher auf keinen Fall für diesen Bereich verwenden, da hier -so skurril es auch klingen mag - akute Verschluck-Gefahr besteht.

Vaginal-Dildo
Der künstliche Penisersatz, Dildo, oder aber auch der Vibrator wird zur vaginalen Stimulation eingesetzt. Generell bestehen sie aus Kunststoff. Sie sind aber durchaus auch in Metall erhältlich, da ein Abkühlen oder zusätzliches Erwärmen noch mehr Spaß versprechen soll.
Aber Achtung: Eine zu starke Erhitzung oder Abkühlung kann zu äußerst schmerzhaften Verbrennungen oder Erfrierungen im Vaginalbereich führen.
Und dildoähnliche Objekte, wie etwa Gurken, Karotten, Spraydosen, Flaschen und Bananen übertragen nicht nur Bakterien, sondern können auch zu schweren Verletzungen führen.

Penisringe
Diese Ringe werden über den Penis gestülpt und sollen die Stimulation der Frau erhöhen. Durch ein zusätzliches enger stellen, soll zudem die Erektion den Mannes verstärkt werden. Hier ist ebenfalls Vorsicht geboten. Wenn der Ring zu klein ist und die Blutzufuhr abgeschnürt wird, kann es zu einer dauerhaften Erektion kommen, die schmerzhaft ist und ärztlich behandelt werden muss.

Gleitmittel
Es klingt so einfach und dennoch kann man auch mit Gels und Cremen so einiges verkehrt machen. Gleitmittel dienen dazu, dass es im Vagina- und Analbereich besser "flutscht". Doch dabei sollte man nur "echte", also als Gleitmittel ausgewiesene Produkte verwenden. So kann man Hautirritationen, brennende Schmerzen vermeiden.
Ein wichtiger Hinweis ist auch, dass gewisse Baby- und Massageöle Kondome auflösen können. Also Finger weg davon!