Ressort
Du befindest dich hier:

Die gefährlichste Sex-Stellung der Welt

Autsch! Es gibt eine Stellung, bei der es am häufigsten zu Sex-Unfällen kommt. Das Problem: Diese Position zählt auch noch zu den beliebtesten!

von

Die gefährlichste Sex-Stellung der Welt

Frau on top: Hochgefährlich! (naja...;-)

© Corbis

Die Leidenschaft, die Leiden schafft. Nein, die Rede ist nicht von Muskelkrämpfen nach Kamasutra-Verrenkungen oder Herzrasen, an dem man nach wildem Wahnsinns-Sex laboriert.

Die gefährlichste Sex-Stellung der Welt findet ganz harmlos zwischen den heimischen Laken statt. Dies fanden zumindest brasilianische Forscher heraus, die ihre Studie im Fachblatt "Advances in Urology" (ja, wirklich! Es gibt solche wissenschaftlichen Magazine) veröffentlichten.

Demnach passieren die meisten schmerzhaften Sex-Unfälle bei der eigentlich recht konventionellen Reiter-Stellung (Frau oben, Mann unten). Denn bei dieser Position, so die Erhebung der Wissenschaftler, kommt es am häufigsten zum sogenannten "Penisbruch".

Sex-Unfall mit Penisbruch

Da im Penis des Mannes kein Knochen sitzt, handelt es sich bei der Verletzung natürlich strenggenommen nicht um einen "Bruch". Doch in der Reiterstellung drückt das Gewicht der Frau auf den Penis und erhöht so den Druck, der auf den Schwellkörper ausgeübt wird. Wenn der Eintrittswinkel ungünstig ist oder der Penis hart gegen den Beckenknochen stößt, können die Schwellkörper im Penis einreißen. Dies führt zu einem sehr, sehr schmerzhaften Bluterguss mit starker Schwellung.

Sex: Eile mit Weile, vor allem aber mit Vorsicht

Verstärkt wird das Problem dadurch, dass die Frau sich oftmals beim wilden Ritt nach hinten lehnt, was den Eintrittswinkel weiter ungünstig verändert - und sie im Lusttaumel vielleicht zunächst gar nicht merkt, dass er bereits verletzt ist (sein Schrei wird sie dann jedoch schnell auf den Boden der Tatsachen holen, we bet!).

Ist es zu einem Penisbruch gekommen, muss auf der Stelle der Arzt aufgesucht werden (auch wenn laut der brasilianischen Studie die meisten Männer aus Scham mehrere Stunden warteten, ehe sie in die Notaufnahme fuhren). Ein Penisbruch lässt sich meist sehr gut medikamentös behandeln (die Pillen hemmen eine Zeit lang die Erektion und damit weitere Schwellung), begleitet durch kühlende Verbände und Schonung. Nur in absoluten Ausnahmefällen kann es zu einer Operation kommen.

Trotzdem, Aufatmen: Penisbrüche verheilen vollständig. Allerdings muss man(n) dafür eine mehrwöchige Sex-Pause einplanen.

Thema: Sex & Erotik