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Gefälschte Luxusartikel

Uhren, Taschen, Parfums: Jeden Sommer bringen tausende Österreicher gefälschte Luxusartikel aus dem Urlaub mit. Was erlaubt ist – und was teuer zu stehen kommt.

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Gefälschte Luxusartikel

Silk Market in Peking: Umschlagplatz für Fälscherware

© Getty Images

Toll sehen sie aus, die Sonnenbrillen mit den dunklen, geschwungenen Gläsern von Joop, Gucci, Prada & Co. Die Auswahl gefälschter Markenware an den Stränden und auf den Basaren ist groß, der Billig-Preis verlockend.

Doch so verlockend der Kauf der täuschend echt aussehenden Hehler-Ware auch ist: In manchen Urlaubsländern kann er richtig teuer kommen. In Italien etwa drohen Urlaubern, die in Italien gefälschte Ware einkaufen, empfindliche Geldstrafen bis zu 10.000 Euro. Ähnlich streng gehen auch die französischen Zollbehören gegen Käufer gefakter Markenartikel vor.

Gefälschter Luxus: Fast geschenkt und doch geraubt

In Österreich ist der Kauf gefälschter Ware bislang nicht strafbar – wer also mit einer gefälschten Hermes Birkin Bag einreist, sollte kaum Probleme bekommen. Seitens des österreichischen Zolls gibt es nämlich keine Sanktionen, weil der freie Warenverkehr innerhalb der EU gilt. Nur der Markeninhaber selbst kann gegen den Käufer vorgehen.

Für Drittländer gibt es eine ähnliche Regelung. Privatpersonen dürfen gefälschte Markenartikel - etwa aus Thailand - für den persönlichen Gebrauch einführen, sofern der Wert dieser Waren unter 430 Euro im Flugverkehr und unter 300 Euro im normalen Reiseverkehr liegt.

Verboten: Der Verkauf der Fäscher-Ware

Allerdings kann es auch für diejenigen teuer werden, die mit Luxus-Schnäppchen aus dem Urlaub hierzulande Geschäfte machen wollen. Sie verstoßen gegen das Markenrecht. Nicht der Wert der Ware ist entscheidend, sondern allein die Tatsache, daß gefälschte Produkte verkauft werden. Wer also versucht, seine günstig aus Bangkok importierten Louboutins via eBay oder Willhaben zu gutem Geld zu machen, muss mit Strafen rechnen. Selbst wer Originalware im Internet verkauft, ist nicht auf der sicheren Seite. Wurde die Ware zum Beispiel in Asien oder den USA erstanden, dann darf sie innerhalb der EU und dem EWR nicht zum Kauf angeboten werden.

Vorsicht vor gefälschten Parfums

Vorsicht sollte man übrigens beim Kauf gefälschter Kosmetika walten lassen. Nicht selten sind Hautreizungen und -ausschlag die Folgen. Zwar herrschen in Europa strenge Richtlinien für die Herstellung und Zusammensetzung von Kosmetikprodukten, diese gelten jedoch nicht weltweit. In Ländern wie Indien, Brasilien oder China werden die Vorschriften bezüglich erlaubter Inhaltsstoffe oftmals außer Acht gelassen. Daher wird dort häufig allerhand zusammen gemischt.

So kann man schon mal eine Sonnenpflege kaufen, die entgegen der Aussage auf dem Produktschild keinen Lichtschutzfaktor hat. Folge: schwerste Verbrennungen nach dem Sonnenbaden. Oder man greift zur Hautcreme, die keine pflegenden Inhalte hat, sondern mit hohem Kortisonanteil gepanscht ist.

So erkennst du gefälschte Kosmetika

Ein erster Hinweis auf Fälschungen ist der Preis. Liegt der deutlich unter Wert, solltest du misstrauisch werden. Ein Tipp: Vor dem Kauf eine Duftprobe nehmen – ist der Duft nach zehn Minuten verflogen, handelt es sich nicht um hochwertige Ware. Den Test aber auf keinen Fall auf der Haut durchführen! Schon eine kleine Probe eines mit Schadstoffen versetzten Produkts reicht, um Reizungen auszulösen.

Gefälschte Taschen, Brillen, Schuhe: DerVerkauf gefälschter Luxusartikel boomt
Thema: Reise

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