Ressort
Du befindest dich hier:

Osterzeit: Wie gefährlich sind gefärbte Eier wirklich?

Eierfärben in der Osterzeit – eigentlich ein Riesenspaß. Doch die Eierfarben beinhalten zu einem Großteil gesundheitsgefährdende Stoffe.


Osterzeit: Wie gefährlich sind gefärbte Eier wirklich?
© iStock

Jedes Jahr aufs Neue sitzen Engelchen und Teufelchen auf unserer Schulter. Auf der einen Seite wissen wir, dass chemische Eierfarben nicht die beste Idee des Jahrtausends sind. Auf der anderen Seite geht's in der Osterzeit oft stressig her. Zu wenig Zeit, um sich mit Naturfarben oder anderen Alternativen Färbetechniken auseinanderzusetzen – am Ende landet man dann doch bei der klassischen roten Eierfarbe aus dem Supermarkt. Wie ihr die Ostereier mit Heidelbeersaft färben könnt, erfahrt ihr übrigens hier. Ein Marktcheck, der von Greenpeace durchgeführt worden ist, bringt uns allerdings wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: In 46 von 60 in Supermärkten angebotenen Produkten zum Eierfärben sind demnach gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten.

Eierfärben: Produkte zum Selberfärben großteils gesundheitsgefährdend

Wie Greenpeace mitteilte, können die gesundheitsgefährdende Stoffe bei Kindern die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) begünstigen. Nur drei von acht Supermärkten bieten laut der Umweltorganisation unbedenkliche Produkte zum Eierfärben an. Als unbedenklich stuft Greenpeace alle Eierfarben in den Supermärkten von MPreis, Lidl und Hofer ein. Eindeutiger Gewinner: MPreis. "Bunte Ostereier dürfen schlicht keine Farbstoffe enthalten, die der Gesundheit schaden können", erklärte Greenpeace-Mitarbeiterin Nunu Kaller. Besonders gefährlich: Wenn die Schale beschädigt ist, wird die Farbe sogar mitgegessen. In bekannten Traditionsmarken stecken noch immer schädliche Inhaltsstoffe, die sogar Asthma und Allergien auslösen können. Bei Kindern kann ADHS begünstigt werden.

Fertig gefärbte Ostereier schnitten besser ab

Zu allem Erstaunen schnitten die fertig gekochten gefärbten Ostereier um einiges besser ab. Der Grund: Würden fertig gefärbte Ostereier mit bedenklichen Farben gefärbt worden sein, müsste dies extra gekennzeichnet werden. Kauft man die Eierfarbe allerdings in den Päckchen, besteht diese Kennzeichnungspflicht nicht – hier gibt es eine gesetzliche Ausnahmeregelung. Das kritisierte auch Greenpeace – die KonsumentInnen werden diesbezüglich zu wenig informiert.