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So schützen Sie sich

Die kleinen, piksenden Quälgeister fallen schamlos über uns her, während wir im Gastgarten sitzen, verderben unsere Grillparty an einem lauen Sommerabend und sorgen mit ihren Summ- und Stechattacken für schlaflose Nächte. Zielsicher setzen sie an, laben sich an unserem Blut und hinterlassen juckende, rote Dippel. Damit ist jetzt Schluss! Mit diesen Tipps machen die Plagegeister rasch die Fliege.

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Gelsen - So schützen Sie sich
© Corbis

1. Helle Kleidung
Wussten Sie, dass Sie fiesen Blutsauger mit dunkler Kleidung anlocken, mit heller hingegen in die Flucht schlagen? Wenn es draußen bereits dunkel ist, halten die nicht sonderlich intelligenten Tiere leuchtende Farben nämlich für Sonnenstrahlen, die ihnen ganz und gar nicht gut tun. Daher machen sie bei hell gekleideten Personen so schnell wie möglich die Fliege.

2. Knoblauch
Der Verzehr einer ordentlich mit Knoblauch gewürzten Mahlzeit vertreibt nicht nur viele unserer Mitmenschen, sondern auch die stechenden Plagegeister. Zwar wird Ihr Partner dann auf den einen oder anderen Kuss freiwillig verzichten, doch sind Sie auch vor den Gelsen sicher, die den Knoblauchgeruch aufs Blut nicht ausstehen können.

3. Vitamin B
Die Einnahme von Vitamin-B-1-Präparaten soll gegen lästige Stechattacken schützen. Wer auf Präparate verzichten und sich das Vitamin lieber auf direktem Wege einverleiben will, der kann Sonnenblumenkerne knabbern. Nicht ganz so lecker, aber dafür angeblich umso effektiver: der Genuss roher Backhefe.

4. Lavendelduft
Was wir als angenehm empfinden, wird den lästigen Blutsaugern zur Plage: der Duft von Lavendel-, Nelken- oder Zitronen-Öl. Aber Vorsicht, wenn Sie das Öl auf die Haut auftragen: Es kann leicht eine allergische Reaktion hervorrufen. Damit sind Sie im Endeffekt nicht besser dran als mit einem Gelsenstich, denn was bleibt, ist das lästige Jucken.

5. Paradeiser & Co.
Ebenso hilfreich ist es, wenn Sie Duftpflanzen auslegen. Dazu zählen Paradeiser, Melisse und Pfefferminze. Vielleicht nicht ganz so idyllisch, dafür aber gelsensicher: Ein lauschiger Abend im Gemüsebeet.

6. Häufig duschen
Die kleinen Vampire können Butter- oder Essigsäure, die Bestandteil unseres Schweißes sind, bis zu einer Entfernung von 30 Metern erschnuppern. Je weniger Körpergeruch Sie daher verströmen, desto schwerer wird es für die Gelse, Sie zu finden.

7. Katzenminze
Laut einer US-amerikanischen Studie ist Katzenminze gleich zehn Mal effektiver als viele chemisch hergestellte Insektenschutzmittel. Der Geruch der Pflanze wirkt auf die Tiere abstoßend, dass sie im Handumdrehen die Flucht ergreifen.

8. Lange Kleidung
Vermutlich kommen Sie bald mal ins Schwitzen, dafür sind Sie aber vor den lästigen Blutsaugern geschützt: mit langärmliger Kleidung, einer langen Hose und - wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen - einer Mütze.

9. Vorsicht bei Kids
Auch wenn die Gelsen den Kleinen zu schaffen machen: Reiben Sie Kinder unter zwei Jahren auf keinen Fall mit Gelsenschutzmittel ein. Denn bei ihnen können die Inhaltsstoffe noch durch die Haut gelangen und auf diesem Wege in den Körper aufgenommen werden. Besser: Ein Moskitonetz ums Kinderbettchen spannen.

10. Gehöriges Gegenmittel
Angeblich machen bestimmte Töne den Gelsen den Garaus. Während das menschliche Ohr akustische Schwingungen in der Höhe von 12,3 Kiloherz kaum wahrnimmt, geben die stechenden Plagegeister bei diesem Ton den Löffel ab.

Gegen den Juckreiz
Hat die Gelse mal gestochen, heißt es, den Juckreiz so gut als möglich zu lindern. Das können Sie machen, indem Sie Essigwasser, heißen Tee oder ein Stück Zwiebel auf den Stich auflegen. Und wussten Sie, dass es herzlich wenig bringt, wenn Sie den juckenden Dippel unters kalte Wasser halten oder gar mit Eiswürfeln kühlen. Im Gegenteil, das fördert den Juckreiz noch mehr. Viel besser hilft dagegen Wärme. Unser Tipp: Föhnen Sie den Gelsenstich einige Sekunden lang - so warm wie möglich. Das wird Sie im Nu von dem qualvollen Kratz-Leiden befreien.