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Gelsenplage: Jetzt kommt die Tiger-Mücke

Die asiatische Tiger-Mücke wurde nun auch in Österreich gesichtet. Sie wurde vermutlich als "blinder Passagier" hierher verfrachtet.


Gelsenplage: Jetzt kommt die Tiger-Mücke
© Corbis

Lange wurde die asiatische Tiger-Mücke in Österreich nicht gesichtet. Jedoch wurde ihre Invasion („waiting for the tiger“) seit 2007 immer wieder mit Schrecken erwartet.

Diese asiatische Tiger mosquito Art wird unter anderem deshalb gefürchtet, weil sie viele exotische Krankheiten überträgt: Chikungunya, Dengue und einige Virämien, die aber unsere heimischen Gelsen ebenfalls übertragen können. Ihre Nacht- als auch Tagesaktivität macht die tropische Tiger-Gelsenart besonders nervig.

In vielen europäischen Ländern wie Frankreich oder Holland wurden durch die Invasion solcher Gelsenarten intensive Kontrollaktiven ausgelöst. Vor kurzem wurde "der Tiger" nun auch in Österreich von Stechmücken-Forscher Bernhard Seidel nachgewiesen.

Anfangs gingen die Berichte davon aus, dass diese exotischen Gelsenarten aufgrund des Klimawandels auch in europäischen Ländern langsam Verbreitung finden. Doch mittlerweile sieht man die Ursache eher im unkontrolliereten, weltweiten Handel mit verschiedensten Gütern, welche die Gelsen als "unerwünschte Passagiere" über Meere und Länder verfrachten.

Auch wenn sich der Fund in Österreich nur als ein Einzelereignis entpuppen sollte, muss dieser trotzdem unbedingt im Hinterkopf behalten werden. So besonders das Auftreten dieser exotischen Gelsenart hierzulande auch sein mag, sollte man trotzdem nicht nur ihr Beachtung schenken, sondern sich auch mit der Problematik unserer heimischen Gelsenarten befassen. Außerdem sollten die genauen Ursachen des Auftretens der tropischen Steckmücke erforscht werden, damit es in Zukunft zu keine weiteren Invasionen kommt.

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