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Gender Sleep Gap: Warum Frauen viel schlechter als Männer schlafen

Wie in fast jedem Bereich des gesellschaftlichen Lebens, kann man auch beim Schlaf Geschlechterunterschiede feststellen. Und wer spürt wieder mal die negativen Konsequenzen? Spoiler: Die Männer sind es nicht....

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Gender Sleep Gap: Warum Frauen viel schlechter als Männer schlafen
© Photo by Yuris Alhumaydy on Unsplash

Früher hat man sich gefragt, warum die eigenen Eltern am liebsten schon um elf Uhr abends das Licht gelöscht haben, zumal man selbst nächtelang wachbleiben konnte, ohne darunter zu leiden. Doch im Laufe der Jahre musste man feststellen, dass mit zu wenig Schlaf nicht zu scherzen ist - und mit Schlafstörungen schon gar nicht.

Wer nicht genug schläft, kann sich schlechter konzentrieren, benötigt für alle Aufgaben länger, ist reizbarer, erschöpfter, hat schlechte Laune und ist tiefmüde. Gut, ein paar Tage oder sogar eine ganze Woche lang kann man so schon noch arbeiten und funktionieren. Doch was, wenn der Entzug dauerhaft anhält? Und was, wenn diese Frage fast nur Frauen betrifft?

So äußern sich die Unterschiede:

2.000 Pärchen nahmen an einer britischen Umfrage zum Thema Schlafgewohnheiten teil. Die Hälfte der befragten Frauen gab dabei an, unter konstantem Schlafentzug zu leiden. Eine ganze Nacht ohne Unterbrechungen schlafen? Das ist für eine von 3 Britinnen, aber nur für 2 von 10 Briten, undenkbar.

Ein Fünftel der befragten Frauen meinte auch, dass sie gegen Freitag die meiste Erschöpfung empfinden würden, aber am Wochenende auch keine Zeit und Möglichkeit hätten, um den Schlaf aufzuholen.

Der Schlafentzug hat laut den Teilnehmerinnen auch massive Auswirkungen auf ihre Selbstwahrnehmung: Sie fühlen sich hässlich (21 Prozent) und vor allem deprimiert (34 Prozent), wenn sie nicht genug schlafen. Und auch mit den Diäten geht es nicht voran: 21 Prozent fühlen sich zu müde, um sich auf die Einhaltung zu konzentrieren.

Warum schlafen Frauen so schlecht?

Es ist erstaunlich, wie sehr sich die Wahrnehmungen von zwei Menschen unterscheiden können, die aber ein und dasselbe Bett miteinander teilen! 22 Prozent der Frauen gaben an, dass sie wegen dem Schnarchen ihrer Partner nicht schlafen können. Und laut 14 Prozent, würden sie automatisch aufwachen, wenn ihre Kinder sie brauchen, während die Männer weiterschlafen.

Frauen schätzen sich auch als die "schlechteren Schläferinnen" ein: Laut 18 Prozent hätten ihre Männer einfach einen viel besseren Schlaf.

Was man gegen den "Gender Sleep Gap" tun kann:

Mehr forschen! Wie in fast jedem wissenschaftlichen Bereich, ist das Verhalten der Männer besser dokumentiert als das der Frauen. Und das trifft auch auf die Schlafforschung zu, so Katherine Sharkey, eine Professorin der Psychologie, die für The Times eine große Studie geleitet hat. Auch da zeigte sich, dass die mehr als die Hälfte der befragten Frauen die Qualität ihres Schlafes als "schlecht" oder sogar "sehr schlecht" einschätzen.

In den eigenen vier Wänden kann frau auch etwas sehr Wichtiges tun: das Gespräch mit dem Partner suchen! Gegen das Schnarchen ist ein Kraut gewachsen - man muss nur den richtigen Weg finden. Und wenn es um die Kinderversorgung geht, sollte eine verbindliche Aufteilung vereinbart werden, an die sich beide halten können, ohne an Schlafmangel zu leiden.

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