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WOMAN trifft George Clooney

WOMAN-Redakteurin Barbara Beltram reiste nach Paris um George Clooney zu treffen. Bei einer Bootsfahrt kam sie mit dem Megastar ins Gespräch. Hier gibt's das Video!

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WOMAN-Redakteurin Barbara Beltram führt Schmäh mit George Clooney

Barbara führt Schmäh mit George Clooney!

© WOMAN

Es war wie in einem seiner Filme. Ein geheimer Auftrag in Frankreich. WOMAN-Redakteurin Barbara Beltram darf George Clooney treffen, aber vorher mit niemandem darüber reden. Nespresso, die Schweizer Kaffeemarke, lud zu einer Pressekonferenz nach Paris. Es geht um ihr Nachhaltigkeitsprogramm namens „AAA“. Im Beisein von Mr. George Clooney wird die Initiative vorgestellt. Der Tag in Paris wurde auf Video festgehalten, dass ihr euch hier ansehen könnt:

© Video: Isabella Langer

Clooney spricht über das AAA-Programm von Nespresso

Am frühen Morgen versammeln wir (eine kleine Runde internationaler Journalisten) uns vor dem Hotel und steigen in große Vans mit verdunkelten Scheiben. Wir wissen nicht wo’s hingeht. Wenig später finden wir uns in einem Palais wieder wo die Pressekonerenz stattfindet. Erst treten die Geschäftsführer von Nespresso ein, gleich darauf George. Ein kollektives Seufzen geht durch den Saal. Alle zücken ihre fototauglichen Smartphones. Es ist wohl die Magie des Augenblicks. Genau diese Magie bleibt die ganze Zeit erhalten, während George spricht. Er ist witzig und charmant, hat eine unglaublich sanfte Stimme und ist einfach genau so, wie man ihn sich vorstellt. Er scheint auch auf alles eine lustige Antwort zu haben – außer wenn es um Politik und soziale Missstände geht. Da merkt man sein Engagement. „Nespresso und die Rainforest Alliance helfen mit dem „AAA“ Programm Kaffeebauern rund um den Globus ihre Pflanzen richtig anzubauen und mit weniger Wasser auszukommen“, erzählt er. „Ich war in Costa-Rica, um mir vor Ort ein Bild zu machen. Ich fühle mich den Familien sehr nahe, denn schon seit ich zehn war habe ich selbst in Kentucky Tabak gepflückt. Das war nicht wirklich Kinderarbeit. Jeder in der Familie musste mithelfen. Die Vorstellung, dass mein Großvater oder Onkel Jack einen Pensionsplan gehabt hätten, wie es AAA möglich macht, wäre unglaublich gewesen! UNTER VIER AUGEN.

»Mr. Clooney ist „in echt“ ebenso gutaussehend wie in seinen Filmen, aber größer als erwartet.«

Das erste persönliche Gespräch

Der zweite Teil der Präsentation findet auf einem Ausflugsboot auf der Seine statt. Dort sind wir alle auf wenigen Quadratmetern versammelt – keiner kann fliehen, auch George Clooney nicht! Aber ihn scheint das nicht zu stören. Freundlich plau- dert er mit eingeladenen Kaffee-Bauern ebenso wie mit dem CEO von Nespresso. Mr. Clooney ist „in echt“ ebenso gutaussehend wie in seinen Filmen, aber größer als erwartet. (Ich muss mit meinen 180 cm Körpergröße, nämlich viel zu oft herbe Enttäuschungen ein- stecken). Und dann kommt mein Moment! Ich beiße mir kurz auf die Zunge um nicht einfach „George“ zu sagen – denn nur weil er mir nach den vielen Filmen, die ich gesehen habe, so ver- traut vorkommt, ist er für mich immer noch Mr. Clooney. Also starte ich los. Er begrüßt mich mit einem festen Händedruck, sein Lächeln wirkt echt. „Das meiste Geld, das ich mit Werbespots verdiene, stecke ich in einen Satelliten“, meint er auf meine erste Frage. "Der überwacht die Grenze zwischen dem Nord-und Süd-Sudan und hat ein Auge auf Omar al-Bashir (Anm.: Sudanesischer Diktator vom internationalen Strafgericht in Den Haag wegen Völkermordes angeklagt). Er warf mir Spionage vor und fragte mich ernsthaft, wie ich es finden würde, wenn mich eine Kamera überallhin verfolgt. Schulung in Sachen Anbau ermöglichen. Ich könnte nicht stolzer sein, hier mitgearbeitet zu haben, denn es wird Millionen von Menschen die Möglichkeit gegeben, ein besseres Leben zu führen. Wortwörtlich Millionen.“ Auf die Frage, ob er sich denn jemals bedroht gefühlt habe im Sudan, antwortet er: „Ich traf dort Leute, auf die geschossen wurde, die verfolgt wurden, Jahre im Gefängnis waren. Da ist ein bisschen Herzrasen nichts, worüber man groß reden sollte – das wäre echt lächerlich.“ Ein verschmitztes Grinsen tritt in sein Gesicht, als wir ein weiteres Thema streifen: Wie es um seinen nächsten Nespresso-Werbefilm steht. „Was das neue Commercial betrifft... Den Charakter den ich da spiele, der ständig gedemütigt wird ... Nein – das gefällt mir überhaupt nicht! (Grinst noch breiter) Nein – Scherz. Es macht Spaß. Wir werden jetzt wieder einen Spot drehen in dem ein schönes Mädchen schreckliche Dinge zu mir sagen wird. ” Werbung macht er ja schon sein ganzes Leben lang. Seit 2006 ist er Nespresso-Testimonial. Die Spots sind bereits Kult. „Hier kann ich zwei Welten haben. Ich kann die lustige Werbung drehen aber auch mit Nespresso gemeinsame Sache machen und etwa im Sudan helfen!"

»Als mein Superstar Gesprächspartner mein entsetztes Gesicht sieht, lacht er schallend und drückt einer Kollegin kurzerhand mein iPhone in die Hand und wir beginnen Grimassen zu schneiden.«

Wie ein Hutschpferd

Die Zeit wird knapp. Ich bitte den anwesenden Starfotografen Reza Deghati ein Foto von uns zu machen, er ist völlig unkapriziös und nimmt (hier kommt ein mitleidiger Blick) meine alte Digicam. George legt den Arm um mich. Cheese! Das muss der Moment gewesen sein, in dem Reza abgedrückt hat – Reza murmelt etwas von „Drama“ und „Cheeseification“. Kurz gesagt meint er damit: Doof grinsen ist nicht immer super! Wie recht er hat, sehe ich auf dem Display meiner Kamera. Oje, wie ein Hutschpferd! Als mein Superstar Gesprächspartner mein entsetztes Gesicht sieht, lacht er schallend und drückt einer Kollegin kurzerhand mein iPhone in die Hand und wir beginnen Grimassen zu schneiden. Das Gesicht verzieht schließlich auch die PR-Lady, die neben uns steht und dem Spaß ein abruptes Ende macht. Höflich bedanke ich mich bei Mr. Clooney und schreite von dannen. Aber auch die Bootsfahrt geht zu Ende und während wir am Pier auf unsere Vans warten, steigt ER in seine schwarze Mercedes Limousine. Ich kann es mir nicht verkneifen und rufe meinen neuen Hollywood-Kumpel beim Vornamen: „Bye, George“ und er antwortet mit einem Augenzwinkern: „Bye, Sweetheart“.