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George Clooney ist ein möglicher Zeuge in
der Sexaffäre-Prozess gegen Berlusconi

Im Prozess um die Ruby-Affäre des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi hat dessen Verteidigung unter anderen den US-Schauspieler George Clooney als Zeugen geladen.


George Clooney ist ein möglicher Zeuge in
der Sexaffäre-Prozess gegen Berlusconi

Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag von einem mit dem Dossier vertrauten Anwalt Berlusconis. Demnach wurden auch Außenminister Franco Frattini, Gleichstellungsministerin Mara Carafagna und Bildungsministerin Maria Stella Gelmini als Zeugen genannt. Insgesamt umfasse die Liste 78 Namen, darunter Clooneys Freundin, die italienische Schauspielerin Elisabetta Canalis.

Clooney besitzt ein Haus am Comer See in Norditalien, nicht weit von Berlusconis Villa in Arcore. Dem Anwalt zufolge sagte Ruby, dass Clooney und seine Freundin bei einer der Partys in Berlusconis Villa zugegen waren.

Der Prozess wegen der Ruby-Affäre soll am 6. April in Mailand beginnen. Berlusconi ist wegen Amtsmissbrauchs und Förderung der Prostitution mit einer Minderjährigen angeklagt. Berlusconi unterhielt der Staatsanwaltschaft zufolge zwischen Februar und Mai 2010 von ihm bezahlte "sexuelle Beziehungen" zu der im November 1992 geborenen Ruby. Der Ministerpräsident soll zudem sein Amt missbraucht haben, um im Mai 2010 Rubys Freilassung zu erwirken, als diese wegen Diebstahlsverdachts in Polizeigewahrsam war.

Sowohl Berlusconi als auch Ruby bestreiten, miteinander Sex gehabt zu haben. Der 74-jährige Regierungschef gibt an, dass er sich nur deshalb für Rubys Freilassung eingesetzt habe, weil er der Meinung gewesen sei, sie sei die Nichte des damaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak. Der Name Ruby geht auf ihren Spitznamen Ruby Rubacuori (Ruby Herzensbrecherin) zurück. Mit bürgerlichem Namen heißt die Marokkanerin Karima el Mahroug.

(apa/red)