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Deine Freundin macht sich immer selber schlecht? Das kannst du bei geringem Selbstbewusstsein tun

Wenn deine Liebsten mit geringem Selbstbewusstsein kämpfen, kann das ganz schön anstrengend sein – und schwer zu verstehen. So kannst du deinen Freundinnen und Freunden helfen!

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Deine Freundin macht sich immer selber schlecht? Das kannst du bei geringem Selbstbewusstsein tun

Dreh das Ruder rum!

© iStock

Zu sehen, wie ein geliebter Mensch damit kämpft, sich selbst zu lieben, kann sein, als würde man versuchen eine mathematische Gleichung zu lösen, die einfach nicht und nicht aufgehen will. Während wir vielleicht jemanden sehen, die oder der klug, stark und mitfühlend ist (und so weiter und so fort), kämpfen unsere Freundinnen und Angehörigen jeden Tag gegen ein negatives Selbstbild, dessen wir uns vielleicht nicht ganz bewusst sind. Die Dinge, die wir als ihre größten Attribute ansehen, könnten die gleichen sein, mit denen sie Schwierigkeiten haben, Frieden zu schließen. Oder aber ihre positiven Eigenschaften sind ganz einfach von Unsicherheiten oder möglichen psychischen Erkrankungen überschattet. Von außen kann das alles schwer zu verstehen sein, aber das liegt daran, dass das Selbstbild nicht immer logisch – und eben auch nicht immer wahr ist.

Anders gesagt: Wir sollten nicht immer alles glauben, was wir fühlen und denken. Vor allem dann nicht, wenn wir uns mal wieder selbst niedermachen. "Irgendetwas ist falsch mit mir", "Niemand liebt mich", "Ich bin nicht liebenswürdig", "Ich bin so deppert", "Immer mache ich alles falsch" sind nur ein paar der Sätze, die nicht gerade dazu führen, dass wir uns selbst lieben. Was aber tun, wenn eine oder einer deiner Liebsten immer wieder in solche negativen Gedankenspiralen verfällt?

Negativ-Spirale: Wie komme ich da raus? Und wie helfe ich FreundInnen & Familie?

Um effektiv auf negative Selbstgespräche zu reagieren, müssen wir zunächst verstehen, woher das negative Gerede überhaupt kommt. Auch wenn die Dinge, die die Personen über sich selbst sagen für uns keinen Sinn ergeben, ist es nämlich wichtig zu beachten, dass diese Gedanken wahrscheinlich von einem Ort tief unter der Oberfläche stammen. Dinge wie Angst, Depressionen und ein empfindliches Nervensystem können es besonders schwierig machen, sich von den negativen Gedanken zu befreien, die wir über uns selbst verinnerlicht haben. Wir können in diesem Fall aber zumindest Teil der Konversation werden und die Erzählung neu formen. Solche ausgesprochenen Gedanken könnten nämlich nichts anderes als ein kleiner Hilfeschrei sein.

So reagierst du, wenn jemand negativ über sich spricht

DON'T: Mitmachen

Deine Freundin oder dein Freund sagt so etwas wie "Oh Gott ich bin so hässlich" oder "Niemand mag mich"? Das Letzte, was du jetzt tun solltest, ist zuzustimmen. Auch nicht, wenn solche Aussagen hinter einer Portion Humor versteckt werden. Wenn du in weiterer Folge auch Scherze über dich selbst machst, wird das alles irgendwann zu einem Teufelskreis. Sie oder er wird glauben, dass es OK ist, schlecht über sich zu reden.

DO: Sei ein gutes Vorbild

Stattdessen solltest du mit gutem Beispiel voran gehen. Auch wenn du sicher auch ein paar Dinge hast, die du nicht so gerne an dir hast – sprich positiv über dich. Oder modle negatives Gerede in positives um und ändere die Perspektive: "Es ist OK, du bist auch nur ein Mensch" oder "Ich verstehe dich, aber niemand ist perfekt!"

DON'T: Niedermachen

Mach die Person nicht dafür nieder, dass sie ständig negativ über sich spricht. Das erhöht den Druck nur noch mehr – und bestätigt ihre verquere Selbstwahrnehmung!

DO: Starte eine direkte Konversation

Du machst dir ernsthafte Sorgen? Es ist OK, eine kleine Intervention zu starten und klar zu sagen, dass du dir Sorgen machst oder die ganze Negativität auch dir zu schaffen macht.

DO: Pushe sie!

Mach eine Challenge draus. Mach dir mit ihm oder ihr aus, täglich ein paar positive Dinge aufzuschreiben oder probiert zusammen ein neues Hobby aus – obwohl euch das vielleicht Angst macht!

DO: Check die Fakten

Wir haben es bereits gesagt und tun das gerne nochmal: Du kannst den Stimmen im Kopf nicht immer trauen. Und manchmal braucht es eine Stimme von außen, die uns die Wahrheit sagt. Hilf deinen Lieben also einfach, die Geschichte neu zu schreiben und ihnen zu sagen, wie die Realität aussieht!