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Gerstenkorn: Was hilft dagegen?

Das Auge juckt, brennt und tränt. Ein Gerstenkorn ist eine unangenehme Infektion. WOMAN verrät, wie Sie ein Gerstenkorn loswerden, ob es gefährlich ist und wie es entsteht.

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Gerstenkorn: Was hilft dagegen?
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Ein Gerstenkorn (Hordeleum) tritt an der Innenseite des Augenlids oder an der Lidkante auf. Die Talg- und Schweißdrüsen werden durch Bakterien wie Staphylokokken infiziert und entzünden sich. Das bewirkt, dass die Drüsen nicht mehr ihrer natürlichen Funktion nachkommen können und das Auge schlechter gegen Kälte, Wärme oder Licht geschützt ist. Im Krankheitsverlauf entzündet sich das Augenlid, und es bildet sich ein Abszess. Sobald sich dieser öffnet, fließt der Eiter ab, und im Idealfall folgt die Heilung. Die gute Nachricht: Eine richtige Therapie brauchen Sie deshalb nicht.

Gesternkorn – was tun?

Bei einer Gerstenkorninfektion sollten Sie Ihre Augen möglichst nicht mit den Fingern zu berühren. Dadurch gelangen neue Bakterien in den entzündeten Bereich – die Infektion verstärkt sich. Auch feuchte Wärme in Umschlägen oder Kompressen sollten Sie vermeiden. Diese weichen die Haut auf und verteilen die Bakterien im ganzen Auge.

Gerstenkorn: Was hilft?

Antibiotikahaltige Tropfen und Salben verringern die Schwellung beseitigen die Infektion. Bevor Sie diese anwenden, müssen Sie es aber unbedingt mit Ihrem Arzt abklären.

Bei leichteren Fällen kann man sich auch mit Hausmitteln behelfen – auch diese sollten Sie aber mit Ihrem Arzt abklären.

Hausmittel gegen Gerstenkorn.

1. Setzen Sie sich dreimal täglich für eine Viertelstunde vor eine Rotlichtlampe. Das Rotlicht trocknet den Bakterienherd aus und wirkt schmerzlindernd.

2. Verwenden Sie einen Esslöffel gemahlene Bockshornkleesamen und verrühren Sie diese in aufgekochtem Wasser zu einem Brei. Lassen Sie den Brei abkühlen und verstreichen Sie ihn auf einem Leinentuch. Legen Sie das Tuch für eine halbe Stunde auf das entzündete Auge.

3. Lauwarmer Fenchel- oder Kamillentee eignet sich zum Abtupfen des entzündeten Augenlids. Achten Sie darauf, dass das Tuch sauber ist!

4. Besorgen Sie sich aus der Apotheke das Kraut "Augentrost". Übergießen Sie zwei gehäufte Teelöffel des Heilkrauts mit heißem Wasser und lassen Sie den Tee acht Minuten ziehen. Tränken Sie ein Leinentuch mit dem Tee und legen Sie das Tuch für etwa eine halbe Stunde auf das kranke Augenlid.

5. Auch naturtrüber Apfelessig kann helfen. Hierfür tropfen Sie etwas Essig auf ein Leinentuch und berühren damit das Gerstenkorn. Aber Vorsicht: Achten Sie penibel darauf, das kein Essig ins Auge gelangt!

Da ein Gerstenkorn ein Indiz für ein geschwächtes Immunsystem ist, sollten Sie vorbeugend durch die Gabe von Vitamin C und E Ihr Immunsystem unterstützen. Achten Sie außerdem auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse, um den täglichen Vitaminbedarf zu decken. Trinken Sie ausreichend Wasser, um Giftstoffe aus dem Körper zu spülen und den Stoffwechsel zu unterstützen.