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Geschenktes Glück: Jede Menge Familie

Adoptivkinder haben zwei Mamas. Ihre leibliche kennen sie meist nicht. Doch Liebe wächst nicht im Bauch, sondern im Herzen! – WOMAN besuchte fünf Familien, die das herausgefunden haben …


Geschenktes Glück: Jede Menge Familie
© Starrz

Ihre Liebe ist stark. Geduldig. Und viele würden sich nach ihr sehnen: In der Berufsschule lernen sich Lena* und Nick* kennen, mit 17 sind sie ein Paar. Heirat mit 22. Zwei Jahre später frustriert, depressiv, aggressiv. Weil Lenas Kinderwunsch unerfüllt bleibt: „Ich wollte immer eine riesengroße Familie. Für mich war es undenkbar, keine Kinder zu haben.“ Jede medizinische Möglichkeit hatten die Wiener ausgeschöpft – von der Hormonbehandlung bis zur künstlichen Befruchtung. Unzählige Male war die heute 32-Jährige guter Hoffnung, doch gescheiterte In-vitro-Fertilisationen und Fehlgeburten raubten dem Unternehmerpaar nach fünf Jahren jede Kraft. „Die Ärzte machten uns pausenlos neue Hoffnung. Ich verpasste den Zeitpunkt, einen Schlussstrich zu ziehen. Psychisch war ich am Ende.“ Selbst als sie sich über Adoption informierten, ein herber Rückschlag: „Mit 24 waren wir zu jung. Das Gesetz verlangt für Väter ein Mindestalter von 28 Jahren.“

Heute, mit 32, erinnern sich Lena und Nick mit einem Lächeln an die Schikanen. Seit knapp drei Jahren halten sie schließlich ihr Glück fest in Händen: den kleinen Elias*! Seine leibliche Mama bezog Sozialhilfe und hatte ihn gleich nach der Geburt zur Adoption für Lena und Nick freigegeben. An die Vorfreuden erinnert man sich gerne, doch der langwierige Anmeldeprozess behielt bis heute einen fahlen Nachgeschmack. „Den Fragenkatalog fand ich brutal“, sagt Papa Nick und schüttelt den Kopf, „da kann man von der Körpergröße bis zur Augenfarbe der Eltern alles ausfüllen. Auch, ob man eine Krankheit oder Behinderung duldet. Es ist, als würde man ein Leben im Katalog bestellen!“ Für einen Moment meldet sich Angst zurück: „In der Wartezeit hatte ich Sorgen, mein Kind eventuell nicht wie einen eigenen Sohn annehmen zu können. Doch mit dem ersten Körperkontakt wusste ich sofort, der Kleine gehört zu uns!“ Und so verschwanden auch die Bedenken, dass die leibliche Mutter vielleicht noch einen Rückzieher machen und ihr Kind zurückfordern würde. „Im ersten halben Jahr haben die leiblichen Mütter theoretisch noch das Recht dazu …“

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