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Mädel oder Bursch? Papas Gene geben Auskunft!

Du würdest am liebsten genau wissen, welches Geschlecht dein Kind haben wird? Dann solltest du einen Blick in den Familienbaum deines Partners werfen!

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papa gene
© Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

Das Geschlecht eines ungeborenen Kindes je nach Wunsch zu beeinflussen, ist häufig mit Aberglauben oder fragwürdigen Tricks verbunden. Und auch wenn manche der Tipps recht wissenschaftlich daherkommen, weil sie eben gut begründet sind, hat noch niemand den wahren Schlüssel zur Geschlechts-Bestimmung gefunden. Doch trotzdem ist die Wissenschaft der Frage noch immer auf der Spur, warum ein Baby ein Junge oder ein Mädchen wird.

Eine neue Studie der Newcastle University hat nun die Gene der Väter analysiert und herausgefunden, dass vieles mit dem Genpool ihrer Eltern zusammenhängt. Demnach würde ein Mann mit vielen Brüder eher Söhne und ein Mann mit vielen Schwestern eher Mädchen bekommen. 927 Familienbäume mit Informationen über 556.387 Personen sind in die Analyse eingeflossen. Laut den ForscherInnen zeigte sich ganz klar, dass die familiäre Situation des Mannes eine Auswirkung auf des Geschlecht des Kindes haben kann. Nur den Einfluss der Mutter kann man nicht vorhersagen.

Sind die Gene des Vaters so wichtig?

Wie wird überhaupt das Geschlecht eines Kindes bestimmt? Das Ei der Frau trägt ein X-Chromosom in sich. Dass bedeutet, es kommt darauf an, ob das befruchtende Spermium ein X- oder Y-Chromosom mitbringt. XX ergibt ein Mädchen, XY einen Jungen. Laut der Studie bestimmt der Genpool des Mannes, wie viele X- oder Y-Chromosome seine Spermien überhaupt enthalten. Die ForscherInnen erklären diesem Umstand als clevere Selbstregulierung der Biologie. Denn diese genetische Aufteilung sei der Grund dafür, dass die Zahl von Männern und Frauen auf der Welt ziemlich ausgeglichen ist.

Das Team unterstreicht diesen Punkt mit einem Beispiel: nach den Weltkriegen wurde in vielen Ländern beobachtet, dass plötzlich mehr Buben als Mädchen geboren wurden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Vater mit vielen Söhnen, zumindest einen Sohn aus dem Krieg heimkehren sah, war groß. Und dieser Sohn bekam dann wieder tendenziell mehr Söhne. Die Wahrscheinlichkeit, dass der einzige Sohn eines Mannes mit vielen Töchtern zurückkehrte, war aber deutlich geringer.

Wie hilft das werdenden Eltern? Das Team räumt ein, dass die Seite der Mutter nicht vorhergesagt werden kann. Doch wenn dein Partner, der der Vater deiner Kinder werden soll, drei Schwestern hat und sein Vater auch nur Schwestern hatte, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr zumindest eine Tochter bekommen werdet. Hundertprozentig darauf verlassen, sollte man sich aber trotzdem nicht.

Themen: Eltern, Kinder

Kommentare

Sarah Kofler

Also mein Vater hat 5 Brüder und all seine Brüder und er bekamen nur Mädchen.. also ich glaube an diese Studie nicht.