Ressort
Du befindest dich hier:

Gestrandete Wale wiesen Auto- und Plastikteile in ihren Mägen auf

Der Anblick ist deprimierend: Die majestätischen Tiere leblos am Strand. Immer wieder verenden Wale, weil sie stranden, aber bei einem aktuellen Fall in Schleswig-Holstein machte man darüber hinaus eine grausige Entdeckung: Im Magen der Pottwale fand man große Mengen Plastik und sogar ganze Autoteile.

von

gestrandete Wale
© Getty Images

Sie gehören zu den größten und erstaunlichsten Lebewesen unseres Planeten: die Wale. Aber auch diesen Riesen der Weltmeere fügen wir Menschen immer größeren Schaden zu.

Es ist ein erschütterndes Bild: Die majestätischen Tiere liegen leblos am Strand. Immer wieder verirren sich Wale von den Tiefen der Ozeane in zu flache Gebiete, stranden und verenden hilflos.

Alleine dieses Jahr starben 30 Pottwale an den Stränden von Deutschland, Frankreich, Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien. Und bei Tieren in Schleswig-Holstein machte man darüber hinaus eine grausige Entdeckung: Ihre Mägen waren voll mit Plastik- und sogar Autoteilen.

gestrandete Wale

Das waren nur die augenscheinlichsten Verschmutzungen der Weltmeere, aber jegliches Plastik kann tödlich für die Bewohner der Ozeane sein. Tausende Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr im Meer. Aufgrund dessen schwimmt im Pazifik bereits ein Plastikteppich, der 16 Mal so groß wie Österreich ist. Hunderttausende Meerestiere wie Wale, Fische oder Schildkröten sterben, weil sie Plastik fressen oder daran ersticken.

Auch du kannst etwas verändern!

Daher sollten auch wir weitaus mehr darauf achten, wie viel Plastikmüll wir selbst produzieren. Plastiksackerl müssen beispielsweise nicht jedes mal neu im Supermarkt mitgenommen werden, sondern können mehrfach verwendet werden oder überhaupt durch fesche Stofftaschen ersetzt werden, die ganz leicht in jede Handtasche passen. Oftmals hat man darüber hinaus die Wahl: Manche Produkte weisen mehr Verpackung auf, als idente Alternativen.

gestrandete Wale

Der Grund für das Stranden der Wale ist noch nicht wirklich geklärt - dass der Mensch vielleicht auch dafür verantwortlich ist schon: Eine Theorie besagt, dass der empfindliche Orientierungssinn der Tiere durch den Lärm des zunehmenden Schiffsverkehrs, dessen Sonargeräte, der Bohrinseln oder Eisbrecher gestört wird und sie somit von ihren sicheren Routen abkommen. Darüber hinaus wurden in vielen Tieren starke Hinweise auf Gifte aufgrund der Verschmutzung der Meere nachgewiesen, welche ins Hirn gelangen und so ebenso für Desorientierung sorgen können.

Auf seinem Instagram-Account zeigt der Schleswig-Holsteiner Umweltminister Robert Habeck den Müll, der in den Pottwalen gefunden wurde: Unter anderem 13 Meter Fischernetz, eine Motorabdeckung und ein Plastikeimer.