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So gesund sind Brokkolisprossen

Brokkoli ist das absolute "Superfood", weil es gesund ist und die Vermehrung von Krebszellen hemmt. Und eine aktuelle Studie zeigt nun, dass Brokkolisprossen eine ganz besondere Schutzwirkung haben.

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© Photo by Thinkstock

Dass Brokkoli und Brokkolisprossen gesund sind, ist nichts Neues. Und auch, dass sie bei der Prävention und Behandlung von Krebs hilfreich sind, wissen wir bereits. Zudem sollen Brokkoli und Brokkolisprossen vor Alzheimer schützen und gegen Arthritis wirksam sein.
Jetzt gibt es eine neue Studie der Forscher des Krebsinstituts der Universität von Pittsburgh USA, die nicht nur frühere Studien und deren Ergebnisse bestätigt, sonder die zudem auch noch zeigt, dass eine besonders gute Schutzwirkung durch Brokkolisprossen, die aus den keimenden Brokkolisamen wachsen bei beispielsweise Mundhöhlkrebs erfolgreich sein kann.

"Menschen mit Kopf- und Halskarzinomen haben nach einer ersten erfolgreichen Behandlung ein hohes Risiko für eine zweite Krebserkrankung in ihrer Mundhöhle oder in ihrem Rachen", so Hauptautorin Julie Bauman.
"Deshalb entwickeln wir eine sichere, auf einem natürlichen Molekül beruhrende Therapieform, die diese Gewebe vor Krebserkrankungen schützten kann."

»Menschen mit Kopf- und Halskarzinomen haben nach einer ersten erfolgreichen Behandlung ein hohes Risiko für eine zweite Krebserkrankung in ihrer Mundhöhle oder in ihrem Rachen«

Was das konkret bedeutet: Es geht bei der aktuellen Studie um die Substanz Sulforaphan, die ein sogenanntes Antioxidans ist, also eine weitere Krebs bekämpfende Substanz, die außerdem bei der Behandlung von Alzheimer hilft und Arthritis verursachende Enzyme blockiert. Sulforaphan entschärft aggressive, für die Zellen schädliche Sauerstoffverbindungen und so konnte eine hemmende Wirkung von Sulforaphan auf Tumorzellen nachgewiesen werden.

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Die Studie
Das Resultat der neuen Studie ergab, dass bei jener Gruppe, die Brokkolisprossen verabreicht bekamen, sowohl die Zahl der Krebserkrankungen reduziert - als auch, wenn doch ein Krebs auftrat, die Zahl der Tumore vermindert wurde.

Daher wollen die Forscher jetzt Brokkolisprossenpulver als krebsvorbeugendes Mittel einsetzen und zwar für jene Personen, die zum Beispiel einer chronischen Belastung mit krebserregenden Substanzen im Mundbereich ausgesetzt sind (beispielsweise starke Raucher) oder schon einmal eine Krebs in der Mundhöhle hatten.

Warum Krebs im Mundbereich?
Zu den Tumoren des Hals- und Kopfbereiches zählen unter anderem Rachenkrebs, Kehlkopfkrebs, Mundhöhlenkrebs und Luftröhrenkrebs. Ursachen für diese Krebsarten sind starker Tabak- und Alkoholkonsum, sowie natürlich auch manchmal eine genetische Vorbelastung. Tatsache ist jedoch, dass die Häufigkeiten dieser Tumore an diesen Stellen im Körper zunimmt.
Forscher vermuten einen Zusammenhang mit den HP-Viren, da veränderte Sexpraktiken und Oralverkehr das Azftreten der mit HPV zusammenhängenden Krebsarten hier begünstigen.

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Thema: Krebsvorsorge