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Gesund durch den Herbst

Neue Power dank altem Wissen: Und wo weiß man mehr darüber als in den Klöstern! Die Gesundheits-Tipps für den Herbst.


Gesund durch den Herbst
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Wie man ein ausgeglichenes Leben erreicht, wird im Kloster schon lange praktiziert. Es wird meditiert - in aller Stille oder mit Yoga , Qigong und Tai-Chi, es wird gefastet, um den Körper zu stärken, und es wird gekneippt.

Diese Regeln aus dem Kloster sollten wir auch im Alltag beherzigen

1. Ausreichend Schlaf von sieben bis acht Stunden zu festen Zeiten.

2. Ausreichend Bewegung: Wenigstens zweimal in der Woche ins Schwitzen kommen und mehrfach täglich gehen, sich strecken usw.

3. Gesunde Ernährung, die der Verdauungskraft des Einzelnen entspricht: vorwiegend vegetarisch.

4. Ausreichend trinken: zwei bis drei Liter Wasser oder Tee täglich.

5. Das Gehirn will trainiert werden: Um auf neue Gedanken zu kommen, hilft Reisen, etwas Neues lernen oder das Anstreben neuer Ziele.

6. Gesundheitskuren sowie Gesundheitstage einplanen, am besten im Frühjahr und im Herbst.

7. Ruhe zulassen (das Radio und den Fernseher abstellen) und Gelassenheit gewinnen (Meditation).

8. Nicht zu lange allein leben: Kommunikation fördert das Wohlbefinden .

Diese Dos bedeuten schlicht und ergreifend: Jeder ist für seine Gesundheit mitverantwortlich. Wer fit und vital bleiben will, muss auch selbst etwas dafür tun! Machen Sie noch heute den ersten Schritt. Wie wär's zum Beispiel mit einem abendlichen Spaziergang - statt wie sonst immer faul auf der Couch vor dem Fernseher zu liegen.

Kneippen:
Bäder, Güsse & Wickel . Ob bloßfüßig durchs taunasse Gras im Garten laufen oder von oben bis unten eingewickelt in der Wanne liegen - all diese Behandlungen sind untrennbar mit Sebastian Kneipp (1821-1897) verbunden. Aber die Kneipp-Kur besteht aus mehr als "nur" Wasser. Der Pfarrer legte seinen Patienten gesunde und maßvolle Ernährung, ausreichend Bewegung an der frischen Luft und ein möglichst stressfreies Leben ans Herz. Außerdem schwor er auf natürliche Heilmittel wie Tees und Inhalationen mit heimischen Kräutern oder auf Heusack-Packungen.

Tipp für Zuhause. Probieren Sie das ansteigende Fußbad - das stärkt die Abwehrkräfte in der Schnupfenzeit. Mit angenehm warmem (!) Wasser beginnen und heißes Wasser nachgießen. Nach 15 Minuten sollte die Wassertemperatur 40 °C betragen. Nicht bei Krampfadern!

Fasten :

Verzicht macht gesund. Mit ein bisschen Überwindung und unter fachkundiger Anleitung klappt's: Weg mit zu süßen, zu salzigen oder zu fetten Lebensmitteln, mit Alkohol und Zigaretten! Her mit Tee, Semmerl oder Gemüsesaft. Das Angebot reicht von F.-X.-Mayr- bis Saft-Kuren. Heilfasten reinigt und entwässert Darm, Gewebe und Haut, Gefäße und auch die Gelenke.

Tipp für zuhause. Dreimal in der Woche als Abendessen (bis 17 Uhr) eine frische Gemüsesuppe kochen - Würferl oder Packerl sind tabu!

Meditation , Yoga, Qigong & Co.

In der Ruhe liegt die Kraft. Abschalten, alles loslassen und die eigene Mitte finden - das ist das Ziel der Meditation. Ein wichtiges Instrument ist das richtige und möglichst tiefe Atmen. Stille Meditation wie das Gebet, aus dem Klosterschwestern und Mönchen Kraft schöpfen, braucht Übung und liegt nicht jedem. Viele schwören auf sanfte Körperarbeit wie Yoga (Bild), Qigong oder Tai-Chi. Hyperaktive Workaholics müssen sich erst völlig bei diversen Kampfsportarten wie Kickboxen & Co, Kraft- oder Ausdauertraining auspowern, damit sich der Geist endlich entspannen kann.

Tipp für Zuhause. So laden Sie Ihre Akkus wieder auf: Handy und Licht abdrehen, leise Lieblingsmusik aufdrehen, eine schöne Kerze anzünden. Setzen Sie sich mit aufrechtem Oberkörper möglichst bequem hin, und beobachten Sie die flackernde Flamme - alle Gedanken kommen und gehen lassen …