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Gesundes Essen ganz leicht gemacht: so be-
kommen wir Obst & Gemüse im Alltag unter

Ernährungswissenschaft, Gesundheitsministerium, die Nahrungsmittel-industrie, alle sind sich einig: wir sollen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag essen. Was sich einfach und vor allem auch vernünftig anhört, stellt uns im Alltag oft vor ziemliche Probleme, dazu muss man nur einmal bewusst versuchen, diesem Ratschlag zu folgen. Was genau soll ich eigentlich essen und wie bekomme ich das in meinem mehr oder weniger stressigen Alltag unter?

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Gesundes Essen ganz leicht gemacht: so be-
kommen wir Obst & Gemüse im Alltag unter

Am besten ist, man startet gleich in der Früh mit der ersten Ration, erklärt die Wiener Ernährunsberaterin Dr. Cathrin Drescher. Als Portion gelten ein Stück Obst oder Gemüse bzw. das, was in eine Hand passt. Damit wird auch gleich unsere individuelle Portion festgelegt, denn kleine Hand – kleine Portion, große Hand – große Portion. Ideal zum Frühstück ist Müsli mit Obst und Trockenfrüchten, da schafft man gleich zwei Portionen. Bevorzugt man Brot, Wurst und Käse, dann sollte da auf jeden Fall auch Gemüse drauf, Paprika oder Gurken peppen jedes Frühstücksbrot super auf. Oder wir machen es wie die Engländer und braten zum Spiegelei eine Tomate und ein paar Champignons.

Trockenfrüchte zwischendurch.
Für komplette Frühstücksmuffel gibt's immer noch die Möglichkeit, im Laufe des Vormittags einen Apfel, eine Banane oder ein paar Trockenfrüchte zu essen. Das hat ganz nebenbei den Vorteil, dass der Blutzuckerspiegel nicht so stark absinkt und damit Heißhungerattacken bis zum Mittagessen vorgebeugt wird. Bei den Trockenfrüchten sollte man unbedingt darauf achten, dass sie ungeschwefelt sind (auf der Packung gekennzeichnet), als Richtlinie gelten 5-6 Dörrzwetschgen oder -marillen oder zwei Handvoll getrocknete Apfelringe. Dazu ein Glas Wasser trinken, dadurch quellen die Ballaststoffe auf und sorgen für ein angenehmes Sättigungsgefühl.

Schummeln erlaubt.
Ein bisschen "geschummelt" darf natürlich auch werden, denn was soll man tun, wenn am Nachmittag das dringende Bedürfnis nach Süßem kommt und sich die Geschmacksknospen das Obst partout nicht unterjubeln lassen? Wir tricksen sie mit Apfelstrudel mit Rosinen oder mit einem Stück Obstkuchen aus und haben zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Eine weitere Alternative sind frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte, die in vielen Drogeriemärkten, Reformhäusern und Lokalen angeboten werden. Generelle Richtlinie sind zwei Rationen Obst und drei Rationen Gemüse, das Gemüse kann roh oder gedünstet sein. Die Gemüsebeilage zu Mittag oder am Abend ist also eine weitere einfache Möglichkeit, sich mit den gesunden Nährstoffen zu versorgen. Ob roh oder gekocht, bleibt dabei unsere persönliche Vorliebe, als Richtlinie gilt aber, ab dem mittleren Nachmittag nichts Rohes mehr zu essen, da es schwerer verdaulich ist als gekochtes.

Alles Gemüse.
Erlaubt ist was schmeckt und worauf wir Lust verspüren, eine Orientierung bietet aber die "Ampelkoalition". Etwas Rotes, etwas Gelbes, etwas Grünes, darin sind jede Menge unterschiedliche Vitamine enthalten, die uns mit dem Nötigen versorgen. Es muss dabei nicht exotisch zugehen, saisonales Obst und Gemüse liefern alles, was unser Körper braucht. Eine sinnvolle Ergänzung dazu sind Südfrüchte wie Bananen oder Ananas. Die Erdbeeren im November oder die Weintrauben im März können wir dagegen getrost im Supermarkt lassen. Fünf Portionen täglich sind natürlich das, was wir alle wollen, aber schon mit drei Portionen liegen wir über dem Durchschnitt erklärt Dr. Drescher. Alles was darüber hinaus geht, ist natürlich ein Plus für uns und wie viele Herausforderungen gibt es schon, deren Ergebnis für uns so positiv ist? Also ran ans Gemüse!