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Getrennte Betten – Beziehungskiller oder Wundermittel?

Wenn der Partner dir den Schlaf raubt liegt ein Gedanke nahe: gerennte Betten. Aber ist das der Anfang vom Ende? Soll man lieber gleich Schluss machen? Nein, ganz im Gegenteil!

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Getrennte Betten – Beziehungskiller oder Wundermittel?

Alleine schlafen macht sexy?

© glomex

“Schaaaatz! Du schnarchst!“ Wieder hat er dich aufgeweckt. Du bist einfach nur müde und super grantig auf ihn, obwohl du weißt, dass er nichts dafür kann. Kommt dir diese Situation bekannt vor? Dann bist du nicht alleine, denn viele Menschen liegen nachts wach, weil der Partner oder die Partnerin schnarcht, sich pausenlos herumwälzt, ständig auf die Toilette geht oder sehr früh aufstehen muss und dazu vielleicht noch ein Snooze-Typ ist (jemand der, so wie ich, nur aufwacht, wenn der Wecker mindestens 9 mal läutet).

Akzeptieren oder ändern?

Nun ist es leider so, dass das gemeinsame Bett hierzulande als Zeichen der Liebe gilt. Wer jede Nacht kuschelnd einschläft und in den Armen des oder der Anderen aufwacht, ist glücklicher und hat mehr Sex. Angeblich!

Doch den Ärger immer hinunterzuschlucken und nur wegen dem Gerede anderer schlaflose Nächte zu verbringen ist auch keine Lösung. Denn wer sagt, dass eine Beziehung nicht auch mit getrennten Schlafzimmern funktionieren kann? Dank eines befreundeten Paares weiß ich: Das Einzelbett muss nicht unbedingt ein Liebestöter sein. Ganz im Gegenteil! Thomas und Vicky sagen, sie sind glücklicher denn je. Sein Schnarchen stört niemanden mehr, sie kann endlich durchschlafen und so oft snoozen wie sie will.

Und der Sex? Der, sagen sie, sei besser denn je. Denn er oder sie liegt nicht wie selbstverständlich jede Nacht neben einem. Deshalb ist der Körperkontakt zwischen den beiden zwar seltener, aber viel intensiver geworden. Intimitäten passieren nicht mehr “automatisch“, sondern man muss dem anderen zeigen, wenn man ihn will. Man bemüht sich mehr um den Anderen.

So wirken sich getrennte Betten wirklich auf deine Beziehung aus

Voraussetzungen für getrennte Betten

Natürlich ist jede Beziehung verschieden. Wenn sich ein Paar gegen das gemeinsame Schlafzimmer entscheidet, müssen beide eindeutig hinter der Entscheidung stehen. Sonst kann es passieren, dass sich jemand, der diese Nähe einfach braucht, total überrumpelt fühlt. Alleine ein Gespräch darüber kann zu Gedanken wie “Er möchte nicht mehr mit mir in einem Bett schlafen, liebt er mich nicht mehr?“ führen. Das separate Bett ist also eine große Veränderung in einer Beziehung, für den beide bereit sein müssen.

Andere Lösung

Wenn du einen Gelegenheitsschnarcher zu Hause hast oder ihr einfach keine komplett getrennten Schlafzimmer möchtet, gibt es da noch eine andere Variante: das gemeinsames Bett bleibt, allerdings in Kombination mit einem Ausweichzimmer. Das kann einer von euch nutzen, wenn der andere zum Beispiel krank ist, früher aufstehen muss, besonders spät nach Hause kommt... Oder (kleiner Tipp!), wenn du weißt, dass dein Schatz besonders laut schnarcht, wenn er Alkohol getrunken hat.