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Ein echter Mann schlägt keine Frauen

90 Prozent aller Gewalttaten an Frauen werden von deren Partnern verübt. Mit einer Kampagne will der Künstler Alexsandro Palombo Bewusstsein schaffen.

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Ein echter Mann schlägt keine Frauen

Was für ein Mann bist du, wenn du Frauen schlägst?

© www.alexsandropalombo.com

Sie kaschiert ihr blaues Auge mit Make-up. Gestürzt, unglücklich, wirklich blöd. Wird schon wieder, kein Problem.

Gewalt an Frauen: Allgegenwärtig und totgeschwiegen. Der Grund: Die männlichen Täter stammen nach Schätzungen der Polizei in 90 Prozent der Fälle aus dem direkten Umfeld der Frau. Der Ehemann als Prügler … die Opfer schweigen. Aus Angst vor dem Mann. Aus Angst, die Beziehung zu beenden und alleine dazustehen. In der Hoffnung, dass es sich bei den Schlägen um einen einmaligen "Ausrutscher" handelt. Oder sie machen sich selbst kleiner, geben sich die Schuld an den Ausrastern der Täter. "Er ist eigentlich ganz sanftmütig, aber ich habe ihn solange gereizt, da ist ihm halt die Hand ausgerutscht..."

Falsch. Ein richtiger Mann schlägt keine Frau, befindet auch der spanische Aktionskünstler Alexsandro Palombo: "Gewalt an Frauen ist ein furchtbares Problem, die Dunkelziffer enorm hoch. Die Gesetze sollten verschärft werden – und man sollte immer wieder darauf hinweisen und so das Bewusstsein schärfen."

Dafür bat Palombo für seine Social Kampagne "A Brief Message to fight Violence Against Women" verschiedene Männer, ihre Gedanken zu Machismo, Sexismus und Gewalt gegen Frauen auf ihre Unterhosen ("Brief"bedeutet zu deutsch sowohl "Unterhose" als auch "kurz") festzuhalten.