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Massiver Rückschritt: Frauen werden erst in 170 Jahren gleichberechtigt sein

Man sollte meinen, wir hätten es mittlerweile geschafft, dass alle Menschen, Männer und Frauen, gleiche Rechte haben. Aber leider gibt es in Bezug auf Gleichberechtigung aktuell sogar dramatische Rückwärtsentwicklungen und die Lage für Frauen wird sogar schlechter statt besser!

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Gleichberechtigung
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Gleichberechtigung? Leider noch nicht! In den Bereichen Einkommen, Bildung, Gesundheit, Führungspositionen sowie politische Mitwirkung gibt es leider noch immer massive Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Und zwar nicht nur weltweit, sondern auch in Europa.

Eigentlich hatten wir die Hoffnung, dass es in all diesen Bereichen Fortschritte gibt, aber aktuell wird die Situation für Frauen sogar massiv schlechter. Und das auch bei uns in Österreich: Weltweit sind wir in Bezug auch Gleichberechtigung auf Platz 52 von 144 untersuchten Ländern zurückgepurzelt - nach Rang 37 im Vorjahr und 2013 sogar noch Platz 19.

Das lässt sich aus dem aktuell veröffentlichten „Global Gender Gap Report“ vom Weltwirtschaftsforum (WEF) herauslesen, der eine „dramatische Rückwärtsentwicklung“ feststellt. So haben sich seit 2013 die Entwicklungen umgedreht und die Situation für Frauen hat sich verschlechtert: Ändert sich nichts daran, wird die wirtschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern weltweit erst in 170 Jahren erreicht, da der weibliche Teil der Bevölkerung für die gleiche Arbeit deutlich weniger verdient als Männer. Und ebenso an der Zahl von Frauen in Führungspositionen hat sich nichts geändert, diese bleibt mehr als gering.

In Südasien wird wohl erst in über 1.000 Jahren die finanzielle Lücke zwischen den Geschlechtern geschlossen, in Westeuropa in rund 47 Jahren. Aber auch in Europa geht es bergab: Die Schweiz fiel von Platz 8 auf Platz 11 und Deutschland von Platz 11 auf 13. Führend im internationalen Ranking sind die Staaten Island, Finnland, Norwegen und Schweden.

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Thema: Feminismus