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Glück & Leid: Single, na und?

Immer mehr Frauen leben allein. Manche wollen, andere sind auf der Suche. In WOMAN sprechen vier Single-Frauen über ihr Leben.


Glück & Leid: Single, na und?
© Stemmer

Meine zwei Katzen lassen bei mir das Gefühl, einsam zu sein, erst gar nicht aufkommen“, sagt Yvonne Skala, 31. Die viel beschäftigte Managerin ist nach einer fünfjährigen Beziehung seit einem halben Jahr Single. „Natürlich ist es mir in der ersten Zeit schwer gefallen, allein auf ein Fest zu gehen, aber“, so die quirlige Wienerin weiter, „daran gewöhnt man sich recht schnell wieder. Zusätzlich habe ich meinen Freundeskreis wieder verstärkt aktiviert, um nur ja nicht zu viel allein daheim herumzusitzen.“ Derzeit genießt Yvonne die Vorteile des Alleinlebens. „Ich muss mich nicht arrangieren und auf niemanden Rücksicht nehmen. Bei uns hat nämlich die Abstimmung des Terminplans schon so viel Zeit in Anspruch genommen, dass es dann oft zu anstrengend wurde, noch etwas zu unternehmen. Es kann schon sein“, gibt sie nach einigem Nachdenken zu, „dass meine Beziehung auch daran gescheitert ist, dass ich sehr hohe Ansprüche stelle.“ So etwa erwartet sich Yvonne selbstverständlich Arbeitsteilung und kann es nicht ausstehen, „wenn ein Mann mich nicht als Ganzes akzeptiert“ und versucht, sie zu verändern. „Männer“, seufzt sie, „haben einen Hang zu erfolgreichen Frauen, können aber in der Praxis schwer damit umgehen. Alte Rollenmuster“, ist sie überzeugt, „spuken sowohl den Männern als auch den Frauen noch immer im Kopf herum.“ Nie mehr würde Yvonne für eine Beziehung jobmäßig zurückstecken. „Irgendwo da draußen“, seufzt sie, „muss es doch Männer geben, die Frauen nicht so einschränken.“

Singles als Umweltproblem. Rund 1,2 Millionen Menschen leben laut Statistik Austria in Ein-Personen-Haushalten. Das Wiener IFES-Institut hat nun erstmals die Zahl der österreichischen Singles wesentlich genauer erhoben. 25 Prozent der Befragten (1.225 Frauen und Männer zwischen 18 und 69 Jahren) ordnen sich der Personengruppe „Single, allein stehend, ohne fixen Partner“ zu. Das sind wesentlich mehr als bisher angenommen, obwohl Ein-Personen-Haushalte schon seit langem stark zunehmen. In 20 Jahren werden sie für 76 Prozent des jährlichen Zuwachses an Wohnraum verantwortlich sein und mehr als ein Drittel aller Haushalte ausmachen, so eine Statistik der britischen Regierung.

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