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Golden Globes: Lady Gaga geht fast leer aus

Sie hätte laut Prognosen die Queen der Golden Globes sein sollen - durchgesetzt hat sich aber der Film über die Band "Queen", allen voran Rami Malek als bester Schauspieler, der Freddie Mercury verkörperte.

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Golden Globes: Lady Gaga geht fast leer aus
© 2019 Getty Images

Während im vergangenen Jahr ein Thema (#metoo) und eine Farbe (schwarz) die Verleihung der Golden Globes geprägt hat, ging es bei der diesjährigen Gala wieder farbenfroh zu - leidiglich ein weißes Armband mit dem Spruch "Time's up", das viele Schauspielerinnen und Schauspieler trugen, tauchte als Message zu dem Thema auf. Der Abend brachte durchaus auch Überraschungen. Weniger, bei den Reden die dort gehalten wurden sondern mehr, wer dort gewonnen bzw. nicht gewonnen hat. Denn entgegen aller Erwartungen ging Lady Gaga, die die Hauptrolle in "A star is born" an der Seite von Bradley Cooper spielte, so gut wie leer aus. Großer Gewinner war hingegen "Bohemian Rhapsody", der Film über die Kult-Band Queen. So ging der Golden Globe für den besten Drama-Darsteller an Rami Malek, der in dem Film Queen-Frontman Freddie Mercury verkörpert. Auch der wichtigste Preis des Abends, der Golden Globe für das beste Film-Drama ging an Bohemian Rhapsody.

Rami Malek wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Christian Bale dankt Satan

Lady Gaga holte mit dem Song "Shallow" entgegen aller Annahmen "nur" den Golden Globe für den besten Song. Nicht zu Unrecht, denn "Shallow" sorgt nicht nur im Film für Gänsehaut, sondern auch im Powerplay im Radio. Sie erinnerte in ihrer Dankesrede außerdem daran, wie schwierig es als Frau ist, sich im Musik-Business durchzusetzen. Den Golden Globe für die beste Darstellerin ging an Glenn Close statt an Lady Gaga, sie spielte die Hauptrolle im Drama "The Wife". Christian Bale gewann den Golden Globe als bester Komödiendarsteller für seine Rolle als ehemaliger US-Vizepräsident Dick Cheney in der Politsatire „Vice“. Einen der wenigen politischen Momente lieferte er in seiner Dankesrede: Er habe sich die Inspiration für diese Rolle beim Satan geholt.

Christian Bale und Glenn Close (re.) die zur besten Hauptdarstellerin gekürt wurde.

"Homophobie ist nicht historisch"

Die Krimiserie „The Assassination of Gianni Versace“ um den Mord am italienischen Modedesigner zählt ebenfalls zu den großen Gewinnern der diesjährigen Golden Globes, sie gewann unter anderem in der Kategorie "Beste Miniserie". Regisseur Ryan Murphy erinnerte in seiner Dankesrede daran, dass Homophobie – Versace war homosexuell – bis heute ein Problem sei. „Unsere Serie dreht sich um eine bestimmte Zeit, aber diese Kräfte sind nicht historisch. Sie sind hier, sie sind unter uns, und wir müssen Widerstand leisten.“

Osars folgen Ende Februar

Die Golden Globes werden seit 1944 vergeben und sind nach den Oscars der wichtigste Filmpreis. Sie gelten quasi als "Vorboten" für die Oscars, die Ende Februar vergben werden. Bei den Golden Globes entscheidet eine Jury von rund 100 Personen, dabei handelt es sich um JournalistInnen, die seit Langem in Hollywood arbeiten.