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Golden Globes: Die Gewinner

The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" hat bei der Verleihung der Golden Globes den Hauptpreis als bestes Filmdrama gewonnen. George Clooney spielt darin einen gestressten Vater, der sich nach dem schweren Unfall seiner Frau um seine beiden Töchter kümmern muss. Clooney wurde für diese Rolle mit dem Golden Globe als bester Schauspieler in einem Drama ausgezeichnet. Zur besten Schauspielerin in einem Drama wurde Meryl Streep gekürt. Der französische Stummfilm "The Artist" gewann den begehrten Golden Globe als beste Komödie.


Golden Globes: Die Gewinner

"The Descendants" setzte sich gegen "The Help", "Hugo Cabret", "The Ides of March - Tage des Verrats", "Moneyball" und "War Horse - Gefährten" durch. Es handelt sich um einen Streifen von Alexander Payne. Clooney konnte die Juroren mit seiner Verkörperung des gestressten Vaters mehr überzeugen als Leonardo DiCaprio ("J.Edgar"), Ryan Gosling ("The Ides of March - Tage des Verrats"), Brad Pitt ("Moneyball - Die Kunst zu gewinnen") und Michael Fassbender ("Shame").

Streep holte sich ihre Trophäe mit ihrer Rolle als Margaret Thatcher in "Die eiserne Lady". Es war ihre 26. Globe-Nominierung. Siebenmal hat sie zuvor bereits gewonnen, zuletzt 2010 für die Komödie "Julie & Julia". Streep war in der Drama-Sparte gegen Glenn Close ("Albert Nobbs"), Viola Davis ("The Help"), Tilda Swinton ("We Need to Talk About Kevin") und Rooney Mara ("Verblendung - The Girl with the Dragon Tattoo") angetreten.

"The Artist" des Franzosen Michel Hazanavicius wurde insgesamt mit drei Golden Globes ausgezeichnet. Der Film hatte mit sechs die meisten Nominierungen. Er war nicht nur in der Kategorie beste Komödie erfolgreich, wo er sich gegen Woody Allens "Midnight in Paris", "50/50", "Brautalarm" und "My Week With Marilyn" durchsetzte, sondern erntete auch Preise für den besten Komödiendarsteller und die beste Filmmusik.

Hollywood-Veteran Martin Scorsese wurde bei der Verleihung der Golden Globes zum besten Regisseur gekürt. Er gewann die Trophäe für den aufwendigen 3D-Film "Hugo Cabret". Das Fantasy-Märchen dreht sich um einen Waisenknaben im Paris der 1930er Jahre. Es ist auch eine Hommage an die Anfänge des Films um den Trickfilmpionier Georges Melies. Für das beste Drehbuch wurde Woody Allen für "Midnight in Paris" geehrt.

Der Film "Nader und Simin - Eine Trennung" des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi gewann den Golden Globe in der Sparte "Fremdsprachiger Film". Der Film war im vorigen Jahr der Berlinale-Gewinner. Angelina Jolie ging mit ihrem Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey"einer Geschichte von Liebe und Gewalt in einem Internierungslager zur Zeit des Bosnien-Krieges (1992-95) leer aus. Ebenfalls nominiert waren der Thriller "Die Haut, in der ich wohne" von dem spanischen Regisseur Pedro Almodovar und Filme aus China und Belgien. 2010 war der österreichische Regisseur Michael Haneke für "Das weiße Band" zum Sieger gekürt worden.

Der französische Schauspieler Jean Dujardin (39) hat den Golden Globe als bester Komödiendarsteller ("The Artist") gewonnen. Die amerikanische Schauspielerin Michelle Williams (31) erhielt den Golden Globe als beste Komödien-Darstellerin. Die Afroamerikanerin Octavia Spencer wurde mit dem Golden Globe als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Schauspieler Christopher Plummer (82) hat den Golden Globe für seine Nebenrolle in der Tragikomödie "Beginners" gewonnen. Darin spielt Plummer einen Mann, der sich kurz nach dem Tod seiner Frau zu seiner Homosexualität bekennt.

Popstar Madonna gewann einen Golden Globe für den besten Song "Masterpiece" von ihrem Film "W.E.". Die Sängerin führte bei der Liebesgeschichte auch Regie. Ludovic Bource ("The Artist") holte die Trophäe für die beste Filmmusik.

Hollywood-Star Morgan Freeman (74) wurde bei der Golden-Globes-Gala für sein Lebenswerk und seine Verdienste um die Filmkunst gewürdigt. Hollywoods Auslandspresse (HFPA) verlieh ihm den Cecil B. DeMille Ehrenpreis. Der schwarze Schauspieler wurde von seinen Kollegen Sidney Poitier und Helen Mirren mit Lobesworten überhäuft. Doch er winkte nur ab. "Schauspielen ist nun mal die Passion meines Lebens", sagte er bescheiden. Außerdem habe er das Glück gehabt, immer Menschen darstellen zu dürfen, die er bewundert.

Freeman hat in mehr als 50 Filmen mitgespielt. Der Preisregen für ihn begann mit der Gangsterrolle in "Glitzernder Asphalt" (1987). Sie brachte ihm die erste von fünf Oscar-Nominierungen ein. In dem Film "Miss Daisy und ihr Chauffeur" glänzte er 1989 als geduldiger Fahrer einer schrulligen Südstaaten-Dame und erhielt dafür auch einen Golden Globe. Weitere Oscar-Nominierungen gab es für "Die Verurteilten" und seinen Auftritt als Nelson Mandela in "Invictus". Er gewann die Trophäe als bester Nebendarsteller in der Rolle eines ausgemusterten Preisboxers in Clint Eastwoods "Million Dollar Baby" (2004). Der in Memphis geborene Künstler war auch als Gangster im Eastwood-Western "Erbarmungslos" und 2010 als ergrauter Agent in "R.E.D. - Älter, Härter, Besser" zu sehen. In dem nächsten Batman-Film "The Dark Knight Rises" spielt er zum dritten Mal den Manager Lucius Fox. Zu den früheren Gewinnern der Lebenswerk-Auszeichnung zählen Warren Beatty, Michael Douglas, Harrison Ford, Barbra Streisand, Sean Connery und Martin Scorsese. Im vergangenen Jahr wurde Robert De Niro diese Ehre zuteil.

Die Golden Globes wurden heuer zum 69. Mal vergeben.

(apa/red)