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Warum es gesund ist grantig zu sein

Ja, grantige Menschen nerven. Doch was die meisten nicht wissen: Sie verfolgen damit einen zielführenden Plan! Die Expertin erklärt, warum es manchmal nicht schlecht zu granteln!

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Schlechte Laune granteln ist gesund

Es gibt so überall: grantige Mitmenschen...

© istockphoto.com

Der grantelnde Wiener – was für ein schöner Stereotyp. Sicher kennst du auch jemanden, der genau diesem Klischee des ewig unzufriedenen, nörgelnden Menschen entspricht. Der selbst durch die positivsten Argumente nicht davon zu überzeugen ist, dass die Welt sich nicht gegen ihn verschworen hat. Solche Typen nerven, sie kosten uns auf Dauer Lebensfreude und Energie.

Granteln als Psychohygiene

Doch es hat durchaus auch Vorteile, hin und wieder zu granteln. "Nach dem Motto 'wenn mich schon keiner bemitleidet, mache ich es halt selbst', können wir uns so die Zuwendung holen, die uns in einer belastenden Situation trösten", erklärt Mentaltrainerin und Autorin Silvia Breier (www.silvia-breier.at).

Die Medizin kennt den Nocebo-Effekt (nocebo, lat.= ich werde schaden) als Gegenteil des Placebo-Effektes. "Unsere Erwartungshaltung und Konditionierung bleiben nicht ohne Folgen", so die Expertin. "Wenn das Granteln Überhand nimmt, hat die Beschäftigung mit unseren negativen Gedanken auch mannigfaltige negative Auswirkungen, z.B. auf unsere Hormonsystem, auf unser Stresssystem und damit auf unsere Gesundheit." Darum ist es gut, wenn wir diese negativen Gedanken loslassen können. Dabei ist das Aussprechen der Dinge, die uns beschäftigen, eine Art Verabschiedungsritual, wie wir es aus dem Trauerprozess kennen. Studien haben nachgewiesen, dass es hilft, wenn wir unsere Gedanken aufschreiben – und den Zettel dann vernichten. Das setzt einen symbolischen Schlusspunkt. Silvia Breier hat aber noch einen Tipp: "Es funktioniert übrigens auch, wenn man am Computer schreibt und das Dokument dann in den Papierkorb zieht. Tabula rasa sozusagen."

Schlecht gelaunt Straßenverkehr

Selbstironie nicht vergessen

Granteln als Form der Psychohygiene ist in Ordnung, sofern sie im Rahmen bleibt. Wenn wir dadurch aber in einer Negativspirale gefangen bleiben, oder andere Menschen mit unserem Seelenmüll belasten, ist es jedoch zu viel des Schlechten. Die Expertin ist jedenfalls überzeugt: "Wer eine grundsätzlich positive Einstellung und Sicht auf das Leben hat, darf sich aber durchaus ohne schlechtes Gewissen ein paar Momente der Unzufriedenheit gönnen, die gehören zum Leben dazu." Mit Humor, ein bisschen innerer Distanz und Selbstironie soll es übrigens leichter fallen.

Silvia Breier - Mentalcoach Wien
Mentalcoach und Krisenmanagerin Silvia Breier

Thema: Psychologie

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