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Graue Haare: Darauf kommt es an!

Immer mehr Frauen zieht es zurück zu ihren (Haar-)Wurzeln! Statt ständigem Colorieren und Kaschieren lautet ihre Devise ganz klar: Yay zu Grey! Eine Expertin verrät, worauf es beim Pflegen ankommt.

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Graue Haare: Darauf kommt es an!
© Getty Images

Bereit für die Grey-Naissance? Graue Haare sind nicht mehr nur ein schnelllebiger Trend, sondern eine Haltung und ein Statement. Und auch bei der jüngeren Generation steht silberfarbenes Haar hoch im Farbkurs.

Grombré Hair

Das italiensche Model Milva Spina gilt ohne jeden Zweifel als eine der Initiatorinnen rund um die Thematik Back to the Greys. Ihr Erfolgsrezept? Der "Grombré-Look". Bei der Mischung aus Grau und Ombré werden einzelne colorierte Farbsträhnen unter die natürliche Haarfarbe gemischt, wodurch ein wunderschöner Mêlée-Look entsteht. Durch die unterschiedlichen Graunuancen wirkt das Haar zudem optisch deutlich fülliger, gleichzeitig entsteht ein fließender Übergang von gefärbt zu natürlich.

Frosty Grey

Für alle, die gerne auffallen, ist dieser kühle Farbton, auch "Granny Hair" genannt, der richtige! Fulminante Farbergebnisse erzielt man hier insbesondere auf hellem Haar, bei dunkleren Haartypen ist im Vorfeld eine Blondierung Voraussetzung. Noch nicht extravagant genug? Durch dezente Highlights in hauchzartem Flieder erhält der Look zusätzliche Strahlkraft und sorgt für Abwechslung auf dem Haupt. Tipp: Mit Silbershampoo bleibt die Farbbrillanz erhalten.

Wow - sind die grau!

Hollywoodstars wie Diane Keaton und Andie MacDowell sind der wohl beste Beweis dafür, dass uns Frauen die Zeichen der Zeit exzellent zu Gesicht stehen! Statt auf Coloration setzen sie (und viele andere Promifrauen) auf Natur und inszenieren mit Stolz ihr ergrautes Haar auf den roten Teppichen dieser Welt. Aber auch bei ihren jüngeren Schauspielkolleginnen ist eine ganz klare Tendenz erkennbar: Grau in seinen unterschiedlichsten Facetten und Nuancen!

Diane Keaton (c) Getty Images
Andie Macdowell (c) Getty Images

Tipps vom Profi

Nina Voraberger, 29, ist Qualitätstrainerin bei Wella Professionals. Egal ob natürlich oder coloriert: Für ein gelungenes Grau-Vorhaben gibt es einige Aspekte, die es zu beachten gilt. Hier das wichtigste Know-how im Überblick.

WOMAN: Wie finde ich die passende Grau-Nuance?

VORABERGER: Ausschlaggebend für die Bestimmung des richtigen Grautons ist der jeweilige Hauttyp. Die Schattierungen gehen hier von warm, neutral und kühl bis hin zu grau, gelb oder rot bei reiferer Haut. Welcher Farbton am Ende der richtige ist, wissen die ExpertInnen im Salon. Und Finger weg von eigenständigen Experimenten -die nehmen in der Regel kein gutes Ende!

Welche Rolle spielt die Haarstruktur bei der Wahl des Grautons?

VORABERGER: Das Tolle an Grauschattierungen ist, dass durch die unterschiedlichen Nuancen die Haarfülle optisch beeinflusst werden kann. Durch das Mixen hellerer und dunklerer Nuancen erhält sehr feines Haar deutlich mehr Volumen. Wer von Natur aus hingegen sehr dichtes Haar hat, sollte eher zu dunkleren Grautönen greifen, um dem Haar so ein bisschen Fülle zu nehmen.

Thema Gelbstich: Was hilft?

VORABERGER: Hier wirken Shampoos mit blauen und violetten Farbpigmenten wahre Wunder, da sie speziell dafür entwickelt wurden, einen möglichen Gelbstich in den Haaren zu neutralisieren. Aber Vorsicht: Die Produkte nicht zu lange einwirken lassen, sonst gibt's wiederum einen Lilastich! Den bekommt man aber mit einer tiefenreinigenden Haarwäsche schnell wieder in den Griff. Spätestens seit den Filmfestspielen in Cannes sind natürlich graue Haare ein Statement.

Wie kann man den Ansatz möglichst schnell herauswachsen lassen?

VORABERGER: In der FriseurInnen-Sprache ist hier die Rede von der sogenannten "Grey Transition" - also der Übergangszeit von gefärbtem zu natürlich grauem Haar. Je dunkler hier die Ausgangsbasis ist, desto herausfordernder wird dieser Prozess. Ich rate daher dazu, die Haare Step by Step heller zu colorieren - entweder durch natürlich wirkende Highlights oder semipermanente Produkte. Wichtig ist es, die Haarfarbe nicht zu verändern, sondern das, was von Natur aus gegeben ist, zu optimieren!

Bedarf natürlich graues Haar einer individuellen Pflegeroutine?

VORABERGER: Ja, definitiv! Da durch das Ergrauen das Melanin in den Haaren verloren geht, braucht's hier Pflegeprodukte, die für Glanz und gute Frisierbarkeit sorgen, wie beispielsweise das neue "Silver Glow Salon-Treatment" von Wella Professionals. Außerdem wichtig: ausreichend Feuchtigkeit!

Themen: Haare, Hairdo