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Diese Firmen verursachen den meisten Plastikmüll

Coca Cola, PepsiCo und Nestle sind die drei größten Verursacher von Plastikmüll weltweit. Dies kam bei einem Report der Umweltschutzorganisation Greenpeace und anderen NGOs heraus.

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© Photo by Dustan Woodhouse on Unsplash

Jährlich gelangen ungefähr 32 Millionen Tonnen Plastik in die Umwelt. Große Teile (man schätzt 8 Millionen Tonnen) landen im Meer und ForscherInnen schätzen, dass bis 2050 mehr Kunststoff als Fische in den Weltmeeren schwimmen wird. Dabei gehören zum Umweltschutz - wie zu vielen anderen Dingen im Leben - zwei Akteure: die Industrie und die VerbraucherInnen. Wobei letztere vom Angebot der Industrie abhängig sind. Deshalb sollte man eben die globalen Player zur Verantwortung ziehen, dachten sich Greenpeace und andere NGOs und fanden heraus, wer die größten Plastikverschmutzer sind.

Coca Cola ist der größte Plastikverschmutzer

An der Spitze der Liste steht Coca Cola gefolgt von PepsiCo und Nestle. Für "The Brand Audit Report" wurden an die 10.000 AktivistInnen mobilisiert. Sie sammelten in 42 Ländern - auch in Österreich - rund um den Globus etwa 187.000 Stück Wegwerfplastik. Die Funde wurden nach Markennamen sortiert und auch die genaue Zusammensetzung des Materials stellten sie fest.

Unter dem Hashtag #BreakFreeFromPlastic haben die NGOs ihre Ergebnisse zusammengefasst. In der Aussendung heißt es, dass alle Firmen, die in die Umweltverschmutzung involviert sind, Verantwortung übernehmen sollen. Sie sollen sich andere Wege überlegen, wie sie ihre Produkte verpacken. Das Abfallsystem ist überfordert mit den Massen an Plastikmüll und auch bei der Herstellung von Plastik wird zur Verschmutzung der Umwelt beigetragen.

Ocean Cleanup: Ein aktueller Versuch, die Weltmeere zu säubern

Das größte Problem mit dem Plastikmüll ist der langsame Abbau des Materials. Plastiksackerl brauchen 20 Jahre, Chipstüten 80 Jahre und Plastikflaschen sogar 500 Jahre, bis sie sich von allein zersetzt haben. Die Forschungsplattform "PLENTY - Plastik in der Umwelt und Gesellschaft" der Universität Wien beschäftigt sich mit dem Einfluss von Plastik auf unser Leben. Und sie erforschen neue Methoden für die Befreiung der Weltmeere vom Müll. Erst vor kurzem testeten sie im Rahmen der Initiative "Ocean Cleanup" eine Kunststoff-Konstruktion, die auf den ersten Blick wie eine sehr lange Schwimmnudel aussieht. Dabei handelt es sich um einen leichten Schlauch, der eine Art Bucht an der Wasseroberfläche bildet. Durch die Strömung und den Wind, bewegt sich der Schlauch schnell vorwärts und treibt den Plastikmüll zusammen. Unter der Oberfläche sorgt ein langes Netz dafür, dass auch die kleinen Teile mitgenommen werden.

Das Rohr wurde zu Testzwecken außerhalb von San Francisco platziert. Alles sei so, wie man es geplant hatte, hieß es von Seiten der Initiative. Nun müsse man warten, ob das mit dem Abtransport des Plastikmülls auch so einwandfrei funktioniere. Wenn alles klappt, dann könne man innerhalb von fünf Jahren 50 Prozent des weltweiten Plastikmülls auf den Weltmeeren einsammeln. Der Mist würde dann zu bestimmten Anlagen an Land gebracht und entsorgt beziehungsweise recycelt werden, so die Initiatoren. Boyan Slat, der Gründer des Projekts, zeigte sich optimistisch: "Ich bin von Natur aus recht besessen, meine Ideen durchzuziehen."

Thema: Bio & fair