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7 Gründe warum du Schmerzen bei der Periode hast

Blähungen, Krämpfe und Stimmungsschwankungen. Wir erklären dir woher die Beschwerden während deiner Periode kommen und was du dagegen tun kannst.

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7 Gründe warum du Schmerzen bei der Periode hast

Manche Frauen leiden unter so starken Regelschmerzen, dass sie icht einmal das Bett verlassen können.

© Thinkstock. Pic by Andrey Popov

Jeden Monat bin ich genervt. Nämlich von meiner Periode. Nicht nur, dass die monatliche Blutung ganz einfach unangenehm ist (Tampons und Binden wechseln, Geld dafür ausgeben ect.) - man ist auch körperlich total am Ende. Wer von euch hat auch mit Krämpfen zu kämpfen?

Während der 3-7 Tage deiner Periode schaffst du es zwar (weil du musst) aus dem Bett zu kommen, aber was wenn dich im Büro plötzlich unaufhörlich Blähungen und massive Krämpfe herausfordern ruhig sitzen zu bleiben? Wir erklären dir warum du Schmerzen während deiner Periode hast und was du dagegen tun kannst.

1

Krämpfe
Die meisten Frauen haben zumindest ab und zu während ihrer Periode Krämpfe im Unterleib. Krämpfe treten häufig kurz bevor oder zum Beginn der Blutung ein und begleiten uns dann für die nächsten 1 bis 3 Tage. Die Gewebshormone (oder Wehenhormonen) Prostaglandine sorgen dafür, dass sich die Muskulatur in der Gebärmutter zusammenzieht, um die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen - was zu Krämpfen führt.
Was kannst du tun? Am besten ein warmes Bad nehmen, oder eine Wärmeflasche auflegen, um die Krämpfe zu lindern. Auch Sport (Joggen oder Treppensteigen) UND Orgasmen (YEAH) helfen gegen die Schmerzen!

2

Endometriose
Fast jede 10. Frau kennt das: Kurz bevor die Periode kommt bekommt sie starke Bauchschmerzen und können kaum das Bett verlassen. Bei Endometriose wächst die Gebärmutterschleimhaut in den Bauchraum hinein und kann dort Zysten bilden, die sogar Blase und Darm angreifen. Die schlimmste Folge der Krankheit ist Unfruchtbarkeit.
Was kannst du tun? Denke niemals, dass starke Bauchschmerzen normal sind. Gehe auf jeden Fall zu deinem Gynäkologen und lass dich untersuchen!

3

Myome
Bei etwa 20 bis 30 Prozent aller Frauen über 30 Jahre kommen Myome in der Gebärmuttermuskulatur vor. Am häufigsten betroffen sind Frauen zwischen 35 und 45 Jahren. Bei Myomen handelt es sich um gutartige Tumore, welche aber der Grund sein können für starke Regelschmerzen oder für einen unerfüllten Kinderwunsch.
Was kannst du tun? Du solltest unbedingt beim Arzt durch Tasten und einer Ultraschalluntersuchung herausfinden, ob es sich um Myome handelt oder nicht. Wenn man keinerlei Beschwerden hat, werden die Myomen auch nicht behandelt - aber beobachtet. Leidet man allerdings unter den oben angeführten Anzeichen wird meist mit Hormonen behandelt, die das Östrogen eindämmen. Dabei wird das Hormon gespritzt und die Eierstöcke außer Funktion gesetzt. Die Folge: Die Myomen schrumpfen und können operativ entfernt werden. Mehr dazu findest du hier: Myome in der Gebärmutter

4

Eierstock- und Eileiterentzündung
Häufige Schmerzen und ein Druckgefühl im Unterleib sind Anzeichen für eine Eierstockentzündung oder eine Eileiterentzündung (Adnexitis). Oft wird die Entzündung durch Bakterien ausgelöst, welche durch Sex oder mangelnde Hygiene entsteht. Es ist eine ernstzunehmende Krankheit, da sie zur Unfruchtbarkeit führen kann, sollte man sie nicht behandeln.
Was kannst du tun? Vorsicht ist besser als Nachsicht: Du solltest stets auf die richtige Hygiene für deine Intimzone achten und die Scheidenflora im Gleichgewicht halten. Beim Sex kannst du dich durch Kondome vor einer Infektion schützen. Sollte bereits eine Eierstock- oder Eileiterentzündung vorliegen wird diese mit einem speziellen Antibotikum behandelt.

5

Adenomyosis
Ungefähr jede 4. Frau leidet darunter: Adenomyose ist eine Form der Endometriose (siehe Punkt 2). Hier wachsen Herde in der Wand der Gebärmutter, weshalb man die Krankheit auch als "innerer Endometriose" bezeichnet. Die Anzeichen sind ungewöhnlich schmerzhafte Regelblutungen, die bereits schon in der Pubertät auftreten. Später kommen oft zusätzlich starke Blutung und Zwischenblutungen dazu.
Was kannst du tun?
Meist wird die Krankheit mit Hormonen behandelt - sind die Herde aber schon so weit ausgebreitet, dass man unfruchtbar ist werden sie operativ entfernt.

6

Verhütungsmittel
Eine häufige Nebenwirkung der Spirale (Intrauterinpessar, IUP) können vermehrte sekundäre Regelschmerzen, wie Krämpfe und eine starke Blutung, sein.
Was kannst du tun? Wenn du die Spirale nicht verträgst, solltest du mit deinem Gynäkologen unbedingt über alternative Verhütungsmittel sprechen.

7

Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS)
Unter dem Begriff des ovariellen Hyperstimulationssyndroms (OHSS) versteht eine Krankheit, die in seltenen Fällen bei der Ovulationsinduktion (Züchten von Eizellen) im Rahmen einer künstlichen Befruchtung auftreten kann. Je mehr Follikel heranreifen, desto größer werden die Eierstöcke. Die hormonelle Stimulation kann in seltenen Fällen zum sogenannten ovariellen Hyperstimulationssyndrom (OHSS) führen. Erste Symptome sind Unterleibsschmerzen, Umfangszunahme, Übelkeit und Stuhlunregelmäßigkeiten. Schwerwiegende Fälle erfordern eine stationäre Versorgung, sind glücklicherweise aber sehr selten.