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21 Gründe, warum du nicht abnimmst!

Du fragst dich schon länger, warum du trotz Diäten und Sport einfach nicht abnimmst? Weil sich Fehler einschleichen, die du nicht mal bemerkst. Wir klären auf!

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21 Gründe, warum es mit dem Abnehmen nicht klappt

Nicht verzweifeln, wir sagen dir wie du es schaffst!

© istockphoto.com

Wir reduzieren das Essen, steigern die Bewegung, und trotzdem: Die Anzeige auf der Waage will einfach nicht nach unten gehen. Wie kann das sein? GRÜNDE DAFÜR GIBT ES LEIDER VIELE: DIE HORMONE, FALSCHES TRAINING, STRESS, LIGHT-PRODUKTE, VERZICHT AUF KOHLENHYDRATE. 21 solcher Ursachen haben wir für dich recherchiert. Manche resultieren aus Unwissenheit, andere haben rein medizinische Hintergründe. Wie du deine persönlichen Abnehm-Fallen erkennen und effektiv dagegen angehen könntest, fragten wir unsere Experten.

1

... weil ich gute Kohlenhydrate gestrichen habe.
Das steckt dahinter. Ja, es stimmt: Eiweißlastige Diäten führen zu schnellerem Gewichtsverlust. Aber: Langfristig sind sie kontraproduktiv. Denn Kohlenhydrate sind der Treibstoff für unseren Körper. Sie liefern die Energie, die am einfachsten zur Verfügung steht. Das kommt uns beim Sport zugute, wo der Körper schnell verwertbare Reserven braucht. Bekommt er die nicht, verarbeitet er das Eiweiß, hat dadurch zu wenig Energie für das Workout und sabotiert den Muskelaufbau. Die Lösung. Wichtig ist, dass Sie zu den "guten" Kohlenhydraten greifen, die viele Ballaststoffe und keinen einfachen Zucker enthalten. Sie liefern länger Energie: Vollkornprodukte, brauner Reis. Polenta, Kartoffel und Gemüse.

2

... weil ich dauernd übermüdet bin.
Das steckt dahinter. Schlafmangel macht hungrig, denn er bringt den Hormonhaushalt durcheinander. Das Sättigungshormon Leptin nimmt ab, sein Gegenspieler, das Heißhungerhormon Ghrelin, steigt. Das kann zu unkontrollierten Fressattacken führen. Gleichzeitig wird man durch die ständige Übermüdung träge und macht weniger Sport als in fittem Zustand. Die Lösung. Bleiben Sie am Abend nicht auf der Couch hängen, gehen Sie ins Bett! Ideal sind 7-8 Stunden Schlaf. Dann haben Sie genug Energie, können besser arbeiten und sind motivierter für Sport.

3

... weil ich neue Muskeln aufbaue.
Das steckt dahinter. Muskeln und Fett sind nicht die gleiche Art von Gewebe -Muskeln sind wesentlich schwerer. Wenn Sie also durch Training Fett abbauen und dafür Kraft aufbauen, kann es schon einmal sein, dass sich auf der Waage nichts tut. Die Lösung. Das Gewicht ist nicht der einzige Indikator für eine gute Figur. Beobachten Sie einmal, wie sich Ihr Körper verändert. Muskeln sind zwar schwerer, brauchen aber weniger Platz -die Silhouette ändert sich also sehr wohl. Orientieren Sie sich deshalb besser an Ihren Lieblingsjeans, in die Sie wieder hineinpassen wollen, statt an Ihrer Kiloanzahl. Ein trainierter Körper hat auch mehr Spannung und dadurch automatisch eine schlankere Silhouette. Zusatzplus: Je mehr Muskeln Sie haben, desto höher ist Ihr Grundumsatz.

4

... weil ich mit Crash-Diäten meinen Grundumsatz ziemlich reduziert habe.
Das steckt dahinter. Die Portionen werden seit Monaten kleiner, aber auf der Waage tut sich nichts? Kein Wunder, eine Dauerdiät bringt keine nachhaltigen Erfolge -im Gegenteil: Wenn man lange Zeit wenig isst, sinkt der Grundumsatz, also die Anzahl an Kalorien, die ein Mensch im absoluten Ruhezustand braucht. Der Durchschnittswert bei Frauen liegt zwischen 1200 und 1500 Kalorien pro Tag. Bleibt man längere Zeit darunter, stellt der Körper um auf Sparflamme. Er gewöhnt sich also daran, mit weniger auszukommen, und man muss deshalb noch weniger essen, um abzunehmen. Der Teufelskreis ist vorprogrammiert, denn sobald man wieder normale Mengen zu sich nimmt, kommt es zum Jojo-Effekt. Die Lösung. Der Grundumsatz muss wieder normalisiert werden, das klappt mit Sport: Durch regelmäßiges Krafttraining baut man Muskeln auf, und die verbrennen sogar im Ruhezustand mehr Energie als unser Fettgewebe. Gehen Sie ergänzend laufen oder radfahren, denn Ausdauertraining kann die Stoffwechseltätigkeit in den Zellen um bis zu 100 Prozent steigern. Die Folge: Sie verbrauchen wieder mehr Energie, können ausreichend essen, um satt zu werden, und dabei trotzdem Gewicht verlieren.

5

... weil ich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit habe.
Das steckt dahinter. Eine Unverträglichkeit gegen gewisse Nahrungsbestandteile wie Gluten, Fruktose, Laktose oder Histamine bedeutet für unseren Körper Schwerstarbeit. "Diese Stoffe lösen bei der Verdauung Entzündungen im Körper aus, das Immunsystem läuft permanent auf Hochtouren", erklärt Margit Weichselbraun, Expertin für Nahrungsergänzungsmittel beim Spezialisten Biogena (biogena.at)."Das kann zu verstärkter Umwandlung von Zucker in Depotfett führen." Hinweise auf eine Unverträglichkeit sind ein flauer Magen, Bauchschmerzen, Durchfall, Erschöpfung trotz ausreichend Schlaf etc. Die Lösung. Achten Sie darauf, ob Sie nach dem Genuss von Weizen, Milchprodukten oder Obst einige der oben genannten Symptome haben. Wenn ja, lassen Sie besagte Lebensmittel eine Weile weg und schauen Sie, ob es besser wird. Absolute Sicherheit gibt ein Bluttest beim Arzt. Setzen Sie auf Getreide-Alternativen ohne Gluten wie Mais, Reis, Hirse, Buchweizen, Quinoa. Eine Nährstofftherapie mit Zink, Vitamin C oder Grünteeextrakt kann helfen, die Entzündungen im Körper zu heilen.

Lebensmittelunverträglichkeit
6

... weil ich auf meinen Durst vergesse.
Das steckt dahinter. Täglich ausreichend zu trinken, ist aus vielen Gründen wichtig, unter anderem, weil es Heißhungerattacken verhindern kann. Viele merken nicht bewusst, dass sie durstig sind, und verwechseln den Flüssigkeitsbedarf mit Hunger. Das im Essen enthaltene Wasser stillt dann den Durst, dabei würde auch eine Tasse Tee reichen, um sich besser zu fühlen. Die Lösung. Trinken Sie täglich ca. 1,5 l Wasser -aber in kleinen Mengen über den Tag verteilt, denn "auf Vorrat trinken" funktioniert nicht.

7

... weil ich immer nur alleine trainiere.
Das steckt dahinter. Wer alleine trainiert, hat keine Kontrollinstanz. Ist man einmal nicht so gut drauf, dann schummelt man leichter: weniger Wiederholungen, kürzere Laufrunden, ungenaue Ausführung. Es ist ja auch egal, weil es niemand sieht. Auf Dauer macht es aber einen Riesenunterschied. Die Lösung. Machen Sie Kurse im Fitnesscenter oder suchen Sie sich einen Trainingspartner. Vereinbaren Sie gemeinsam Trainingsziele und pushen Sie sich ans Limit. Ganz wichtig: Lassen Sie sich loben, wenn Sie gut trainieren. Das spornt an!

8

... weil mein Hormonhaushalt nicht im Gleichgewicht ist.
Das steckt dahinter. Was den Stoffwechsel angeht, gibt es viele Hormone, die ordentlich mitmischen, allen voran das Insulin: Dieses regelt den Blutzuckerspiegel, der möglichst niedrig und gleichmäßig bleiben sollte. Denn auf sogenannte "Spitzen" folgt ein extremes Tief, das Heißhunger auslöst. Wenn wir essen, schütten wir Insulin aus. Das Hormon öffnet die Zellen, diese nehmen die Nahrungsenergie auf und verarbeiten sie weiter. Essen wir zu viel Zucker oder Weißmehlprodukte, wird mehr Insulin freigesetzt als wir benötigen, der Überschuss wird in Fett umgewandelt und landet auf den Hüften. Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, kann sogar eine Insulinresistenz entstehen: Das Zusammenspiel der Zellen mit dem Hormon funktioniert nicht mehr richtig, es kann zu einer Diabetes-II-Erkrankung kommen. Auch die Schilddrüse spielt eine große Rolle, denn ihre Hormone halten die Energieverbrennung am Laufen. Bei einer Unterfunktion wird der Stoffwechsel lahmgelegt. Der Körper kommt mit dem Verwerten nicht mehr nach, man nimmt zu. Die Lösung. Durch die Ernährung lässt sich der Insulinhaushalt ganz gut steuern: Verzichten Sie so gut wie möglich auf Zucker und Weißmehl. Wenn Sie trotz sehr niedrigem Verbrauch nicht ab-bzw. sogar zunehmen, könnte eine Schilddrüsenunterfunktion schuld sein -lassen Sie sich in diesem Fall unbedingt von einem Endokrinologen untersuchen.

9

... weil Alkohol die Fettverbrennung stoppt.
Das steckt dahinter. Alkohol in einer Diät? Nicht optimal. Immerhin hat er jede Menge Kalorien und besteht nur aus Kohlenhydraten, die den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben. "Dazu kommt, dass das Insulin, das für den Abbau des Zuckers im Alkohol nötig ist, die Fettverbrennung hemmt. Bei zwei Gläsern Wein immerhin bis zu vier Stunden", erklärt Ernährungsexpertin Ursula Vybiral (easyeating.at). Die Lösung. Wenn Sie sich trotzdem einmal ein Gläschen Wein gönnen wollen, dann spritzen Sie es mit Mineral auf.

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10

... weil ich oft zwischendurch snacke.
Das steckt dahinter. Am Vormittag eine Reiswaffel, nach dem Mittagessen ein Milchkaffee, auf dem Heimweg ein Müsliriegel -wer gerne und häufig snackt, verliert schnell den Überblick und isst viel mehr, als er eigentlich wollte. Der Abnehmerfolg bleibt so natürlich aus. Die Lösung. Gerade, wenn man ein paar Kilo loswerden möchte, lohnt es sich, Zwischenmahlzeiten einzuschränken. Vier bis fünf Stunden Pause zwischen Frühstück, Mittag-und Abendessen kurbeln außerdem die Fettverbrennung so richtig an.

11

... weil das Leben im Moment ganz schön stressig ist.
Das steckt dahinter. Wenn der Tag doch nur ein paar Stunden mehr hätte - manchmal gibt es so viele Dinge zu erledigen, dass sich innere Unruhe breitmacht. Es kommt zur Kettenreaktion: Die Nebennierenrinde schüttet das Stresshormon Cortisol aus, gleichzeitig schickt der Körper Adrenalin und Noradrenalin los. Diese Hormone versetzen uns in Alarmbereitschaft, für eventuell zusätzlich nötige Energie zapfen sie die Zuckervorräte an und aktivieren den Stoffwechsel. Dadurch entsteht bei vielen Menschen Heißhunger, parallel setzt das Sättigungsgefühl aus - eine gefährliche Kombination, die langfristig Ursache für überschüssige Kilos ist. Die Lösung. Stress lässt sich nicht immer verhindern. Doch mit diesen Tricks kommen Sie auch ohne Fressattacke durch: Falten Sie die Hände und atmen Sie zwei Minuten tief in den Bauch. Greifen Sie bei Heißhunger statt zum Schokoriegel zu einer Handvoll Nüsse. Das sättigt rasch und lässt den Insulinspiegel nicht so in die Höhe schießen. Die guten Fette helfen außerdem dem Hirn beim Denken. Auch kurz raus an die frische Luft zu gehen hilft -das bringt neue Energie, ganz ohne Kalorien. Danach arbeitet man wieder effizienter.

12

... weil ich dem Körper keine Pause gönne.
Das steckt dahinter. Im Workout fordern wir unsere Muskeln und geben ihnen einen Wachstumsimpuls. Der wird dann in der Ruhephase umgesetzt. "Wenn aber die Pause fehlt, kommt der Körper mit der Regeneration nicht nach. Dann stagniert die sportliche Leistung, die Muskeln wachsen nicht und auf der Waage tut sich auch nichts", erklärt Crossfit-Trainer Maximilian Urak (crosszone.at). Die Lösung. Drei bis vier knackige Workout-Einheiten pro Woche reichen aus, auch bei einem ambitionierten Abnehmprogramm. Achten Sie darauf, zwischen den Trainings einen Tag Pause zu machen. Wechseln Sie außerdem Kraft-und Ausdauer-Sport ab. Dann fangen die Kilos garantiert wieder zu schwinden an.

13

... weil ich oft zu Fertigprodukten greife.
Das steckt dahinter. Der Vorteil von Convenience Food ist klar: Es spart Zeit. Leider spart es aber auch an wertvollen Vitaminen, Mineral-und Pflanzenstoffen. Wir erhalten Energie, aber nicht die Nährstoffe, die der Körper so dringend braucht. Deshalb hält das Sättigungsgefühl nicht lange an und verlockt zum Snacken. Die Lösung. Es gibt eine Vielzahl an Gerichten, die man ganz schnell zubereiten kann. Eintöpfe und Suppen mit viel Gemüse oder Salate sind optimal geeignet. Denn sie geben dem Körper, was er braucht, und machen lange satt.

14

... weil ich auf Light-Produkte reinfalle.
Das steckt dahinter. Light-Produkte versprechen vollen Genuss bei weniger Fett und Zucker. Das Problem: Fettreduzierte Lebensmittel sparen nicht automatisch an Kalorien, Light-Joghurt wird häufig mit Kohlenhydraten wie Guakernmehl eingedickt, um Konsistenz und Geschmack zu optimieren. Limonaden enthalten statt Zucker Süßstoff. Der Geschmack ist ähnlich, das Gehirn erwartet deshalb schnelle Energie und ist dann verwirrt. Die Folge ist Heißhunger. Zudem geben Light-Produkte einem fälschlicherweise das Gefühl, so viel davon essen zu können, wie man will. Die Lösung. Bevor Sie zu unbefriedigenden Alternativen greifen, gönnen Sie sich lieber hin und wieder ein Stück richtig guten Käse oder ein Gläschen Limonade.

15

... weil ich keinen Plan zum Abnehmen habe.
Das steckt dahinter. Ab und zu auf das Abendessen verzichten, zwischendurch einmal laufen oder Yoga -all das ist löblich, aber ziemlich planlos. Man gaukelt sich selbst vor, alles für die Wunschfigur zu tun, in Wirklichkeit passiert aber nicht viel. Die Lösung. Machen Sie sich einen Plan. Legen Sie eine realistische Zeitspanne fest, in der Sie z. B. fünf Kilo weniger haben wollen, und schreiben Sie auf, wie Sie dorthin kommen wollen. Und dann heißt es: Sportprogramm und Ernährungsplan durchziehen und jeden Punkt abhaken.

16

... weil ich nicht Essen stehen lassen kann.
Das steckt dahinter. "Was auf den Tisch kommt, wird gegessen", dieser Spruch hat sich bei so manchem für immer und ewig eingebrannt. Viele greifen im Büro auch nur deshalb zur Süßigkeitenschale, weil sie dasteht. Dabei gibt man oft gedankenlos dem Gusto nach und überlegt gar nicht, ob der Körper das auch gerade braucht. Die Lösung. . Niemand hat etwas davon, wenn Sie aufessen, obwohl Sie längst satt sind. Hören Sie auf, wenn Sie genug haben. Wichtig: Nie nebenbei naschen, sondern wenn, dann bewusst eine kleine Portion.

17

... weil ich im Training zu wenig auf Abwechslung achte.
Das steckt dahinter. Sie gehen drei Mal pro Woche eine Stunde laufen, und trotzdem passiert gar nichts? Kein Wunder. Denn wenn man immer dasselbe macht, gewöhnt sich der Organismus schnell daran, er entwickelt ein Muskelgedächtnis und ist unterfordert. Spätestens nach vier Wochen ist Laufen für ihn Routine. "Will man mit dem Workout abnehmen, muss man die richtigen Reize für den Stoffwechsel setzen. Je abwechslungsreicher die sind, desto mehr arbeitet er, desto weniger gewöhnt er sich an eine Belastung", weiß Crossfit-Trainer Maximilian Urak. Die Lösung. Gestalten Sie Ihr Training möglichst vielfältig. Würzen Sie die Laufeinheiten mit Sprints und Bergläufen, damit sich die Pulsfrequenz ändert. Wechseln Sie im Fitnessstudio zwischen verschiedenen Kursen ab, einmal Pilates oder Yoga, beim nächsten Mal gehen Sie zum Deepwork. Dann klappt es garantiert!

18

... weil ich das Frühstück auslasse.
Das steckt dahinter. Eine Mahlzeit einzusparen klingt im ersten Moment nicht schlecht, deshalb lassen viele Menschen in ihrer Diät das Frühstück weg -keine gute Idee, denn gerade nach der Nachtruhe sind die Speicher leer, der Körper braucht Energie für den Tag. Das Hinauszögern der ersten Mahlzeit führt oft dazu, dass man mittags riesige Portionen hinunterschlingt und im Endeffekt keine Kalorien spart. Die Lösung. Gegen das Auslassen einer Mahlzeit ist prinzipiell nichts einzuwenden, verzichten Sie aber am besten auf das Abendessen. Die Gefahr einer Fressattacke ist gering, wenn Sie früh ins Bett gehen. Da so auch die Verdauung entlastet wird, hat der Körper genug Zeit, um Fett zu verbrennen. Zwei Mal Dinner-Cancelling pro Woche ist ideal.

19

... weil ich mir ein unrealistisches Ziel gesetzt habe.
Das steckt dahinter. Abnehmen ist das oberste Ziel, und am besten so schnell wie möglich: die perfekte Voraussetzung, um in erster Linie Frust zu gewinnen, statt Kilos zu verlieren. Nachhaltiges Abnehmen und Depotfett abzubauen, ist ein langsamer Prozess. Es geht nicht in drei Wochen. Immerhin haben wir ja auch recht lange gebraucht, um die Kilos raufzufuttern. Die Lösung. Sehen Sie der Tatsache ins Auge, dass es dauern kann. Ein halbes bis ein Kilo pro Woche sind realistisch. Die sind dafür aber nachhaltig weg.

20

... weil ich einen Nährstoffmangel habe.
Das steckt dahinter. Vitamin C, Magnesium und Kalzium braucht der Körper dringend für einen intakten Stoffwechsel. Bei einem Mangel passiert Folgendes: Wir haben Hunger, obwohl wir ausreichend essen, und die Fettverbrennung läuft nicht rund. Die Lösung. Essen Sie die richtigen Lebensmittel: Paprika ist reich an Vitamin C, Nüsse sind ein guter Magnesium-Lieferant -beide Nährstoffe unterstützen den Fettstoffwechsel effektiv. Kalzium hemmt die Fettaufnahme im Darm und ist z. B. in Topfen enthalten.

21

... weil das Mikrobiom in meinem Bauch nicht optimal arbeitet.
Das steckt dahinter. In unserem Darm leben Billionen von unterschiedlichen Bakterien. Ihre Aufgabe ist es, die aufgenommene Nahrung aufzuspalten und zu verarbeiten. Neue Studien belegen nun, dass bei übergewichtigen Menschen bestimmte Bakterien viel stärker vertreten sind als bei Normalgewichtigen. Diese sogenannten Firmicuten verhalten sich im Darm so, als müssten sie unseren Organismus gegen eine Hungersnot schützen: Sie verarbeiten sogar an sich Unverdauliches wie Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate und ziehen so bis zu zwölf Prozent mehr Energie aus dem Essen. Da hilft es auch nicht, wenn die Kalorienzufuhr reduziert wird. Ihr Eindruck, dass sich bei Ihnen jeder Bissen sofort auf die Hüften schlägt, kann also schon richtig sein. Die Lösung. Sie müssen die Gegenspieler der Firmicuten, die Bacteroides-Arten, stärken. Das geht am besten mit bestimmten Nahrungsmitteln. Die Bacteroides ernähren sich von (ungeschältem) Obst und Gemüse, Ballaststoffen aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, hochwertigen Fetten, fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut oder Kefir. Besonders wertvoll ist die Fruchtzuckermolekülkette Inulin. Süßkartoffeln oder Chicorée enthalten viel davon. Wer ein bisschen nachhelfen will: Das Probiotikum OMNIBIOTIC metabolic von Allergosan (in der Apotheke) enthält das perfekte Futter für die "richtigen" Bakterien.

Thema: Diät