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Essiggurkerl als Christbaumschmuck? Das steckt dahinter!

Bevor ihr euch eine süße Gurke an den Christbaum hängt, solltet ihr die Geschichte der "Weihnachtsgurke" kennen. Eine vergessene, deutsche Tradition.

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weihnachtsgurke
© istockphoto.com/DustyPixel

Als die ersten deutschen Auswanderer nach Amerika kamen, hatten sie allerhand Traditionen im Gepäck, die sie an ihre Nachfahren weitergaben. Die wiederum hegten ihre deutschen Wurzeln, wenn auch schon Generationen entfernt, immer weiter und hielten an den alten Bräuchen fest. Und so kommt es, dass in deutschsprachigen Bereich fast niemand die Tradition hinter der "Weihnachtsgurke" kennt, auch, wenn man sie in den diversen Einrichtungsshops auch bei uns kaufen kann.

Die "Weihnachtsgurke" kennt man vielleicht als Essiggurkerl oder Feldgurke großer Christbaumschmuck. Verschiedene Quellen haben verschiedene Theorien, wie es eine Gurke auf den Weihnachtsbaum geschafft hat:

Theorie 1: Sterbender Soldat

Im amerikanischen Bürgerkrieg in den 1860er Jahren soll ein Soldat gedient haben, der gebürtiger Bayer war. Er war während dem Krieg in Gefangenschaft geraten und litt an einer schweren Erkrankung. Niemand glaubte mehr daran, dass er genesen würde und so gab ihm der Gefängniswärter eine saure Gurke als Henkersmahlzeit. Diese Gurke rettete dem Soldaten das Leben und aus lauter Dankbarkeit, hängte er fortan jedes Jahr eine Gurke an den Christbaum.

Theorie 2: Hl. Nikolaus als Retter

Eher unwahrscheinlich, aber eine nette Geschichte, ist die der Rettung zweier Buben aus einem Essiggurkenfass. Der heilige Nikolaus befreite die zwei Jungen und sie ehrten ihn, in dem sie Gurken an den Baum hingen.

Die Weihnachtsgurke im klassischen Look!

Theorie 3: Werbe-Gag

Diese Theorie besagt, dass die Gurke dann doch eher in Deutschland entstanden ist. Anfang der 1900er Jahre erfand der Glasbläser Gernot Weigelt die "Weihnachtsgurke" und stellte sie als Christbaumsanhänger her. Diese Tradition wurde von Generation zu Generation weitergegeben und kam durch den Unternehmer F.W. Woolworth nach Amerika, der die Ornamente importierte.

Theorie 4: Familientradition

Kochlegende Martha Stewart wiederum hat ihre ganz eigene Geschichte zur "Weihnachtsgurke": Sie wird jedes Jahr etwas versteckt auf den Baum gehängt und da das Gürkchen schön grün ist, sieht man es auf den ersten Blick gar nicht. Deshalb bekommt das Kind, das als die Gurke zuerst findet, ein besonderes Geschenk. Diese Tradition erinnert an die dänische Weihnachtstradition, bei der eine Mandel in eine große Portion Milchreis gerührt wird. Und jenes Kind, das die Mandel findet, bekommt ein kleines Präsent.

Gürkchen auf den Baum? Immer her damit!

Thema: Weihnachten

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