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Topfreisen: Asylberechtigte kochen mit dem kulinarischen Hintergrund ihrer Herkunft

"Gutes Essen – Gutes tun": Das ist das Motto von Topfreisen. Einem Projekt, das mittlerweile zum Unternehmen wurde. Geflüchtete Menschen haben hier Arbeit gefunden.

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Topfreisen
© Ákos Burg

Essen und dabei Gutes tun: Das ist das Motto von "Topfreisen", ein Projekt das mittlerweile zu einem Unternehmen wurde. Worum geht's? Geflüchtete Menschen aus verschiedenen Ländern kochen Speisen aus ihrer Heimat und liefern das Essen in Form eines Catering-Service aus. Fünf asylberechtigte Personen fanden so eine fixe Beschäftigung in der Küche und im Service – zwei davon sind Vollzeit beschäftigt. Das Projekt wurde im Herbst 2014 von Cornelia Mayer ins Leben gerufen. Sie war mit ihrem Projekt vor einigen Jahren bei der Puls4 Sendung "2 Minuten, 2 Millionen" zu Gast. "Der Fernsehauftritt hat uns zu mehr Bekanntheit verholfen. Ich habe damals wirklich sehr viele Mails bekommen, die mich sehr bestärkt haben das Projekt, das damals noch im Ideenstadium war, weiter zu verfolgen", so Mayer.

TOPFREISEN

Seit ca. einem Jahr wurde das Sozial-Projekt zum Unternehmen. Im 10. Wiener Gemeindebezirk befindet sich das Zentrum von Topfreisen. Von dort aus wird gekocht und geliefert. Mittlerweile gibt es die Topfreisen nicht nur als Cateringservice, sondern auch in einer Betriebskantine in Guntramsdorf. Die Firma Rehau wird den ganzen Tag von Brötchen, über Kuchen bis zum Mittagessen von einem Topfreisen-Mitarbeiter und der Küche in Favoriten versorgt. "Die Betreuung von Betriebskantinen ist ein Zweig, den wir vor allem im Industriegebiet Wr. Neudorf noch weiter ausbauen möchten", so Cornelia Mayer.

Cornelia Mayer
Geschäftsführerin Cornelia Mayer

Neu: Die Topfreisen-Academy:

Mit Topfreisen möchte sich Geschäftsführerin Cornelia Mayer einer der größten Herausforderungen in Österreich stellen: Der (Arbeitsmarkt-) Integration von geflüchteten Menschen. Dazu gehört aber nicht nur eine Anstellung allein, sondern auch die Möglichkeit zur Ausbildung. Diesem Thema möchte sich das Unternehmen ab nun widmen: 6 Asylberechtigte sollen bald in Form von einer Topfreisen-Academy im Gastro-Bereich ausgebildet werden. Ziel der Academy ist aber nicht nur die Ausbildung, sondern auch die anschließende Vermittlung am Arbeitsmarkt. Derzeit ist das Unternehmen aber noch auf der Suche nach einer lehrenden Person auf freiwilligen Basis. Wer sich also berufen fühlt und eine einschlägige Ausbildung hat, kann sich ab nun bewerben. Außerdem wird ein zweiter Koch oder Köchin für die Zentrale im 10. Bezirk gesucht. Die außergewöhnlichen Speisen und der soziale Gedanke machen Topfreisen zu einem einzigartigen Cateringservice bzw. einer Betriebs-Kantine, bei der neben Gutem Essen auch der soziale Gedanke zählt.

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