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Ärztin kritisiert Gwyneth Paltrow: "Gefährliche Tipps!"

Lebens- und Gesundheitstipps von Gwyneth Paltrow? Viele rollen da mit den Augen. Aber eine Ärztin sagt jetzt: "Die Ratschläge sind teilweise gefährlich!"

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Ärztin kritisiert Gwyneth Paltrow: "Gefährliche Tipps!"
© 2017 Getty Images

Früher war Gwyneth Paltrow ein Hollywood-Star. Heute ist sie ein Lifestyle-Guru. Sie verdient Millionen mit Ratgebern, Kochbüchern, einer Kosmetik-Linie und ihrer Website "Goop", über die sie Produkte wie luxuriöse Dildos, Bikinis für 4-Jährige oder hochpreisige vegane Pyjamas (carnivore sind uns selten untergekommen) vertreibt.

Jetzt mögen die einen oder anderen von euch verächtlich mit den Augen rollen und sich denken: Von einer Schauspielerin hole ich mir ohnedies keine Lebenshilfe. Zumal Paltrow durchaus sonderbare Tipps wie Dampfbäder für die gesunde Vagina oder Bienenstiche für die Schönheit parat hat und unhinterfragt Weisheiten eines "Experten" teilt, der behauptet, mit Geistern zu sprechen und "Erdung" als Heilmittel für Depressionen empfiehlt.

Doch "das bisserl Eso-Kram" wird von zig tausenden Menschen weltweit für bare Münze genommen. Und manche der Ratschläge, die über Paltrows "Goop" verbreitet werden, sind nicht einfach nur Scharlatanerie – sondern nach Meinung einer Ärztin sogar extrem gefährlich!

Gwyneth Paltrow: Ärztin warnt vor den Tipps ihrer Website

"Geehrte Miss Paltrow, ich habe mir die pseudomedizinischen Tipps auf Ihrer Website angesehen," schreibt die Medizinerin Dr. Jen Gunter iauf ihrem Blog an die Schauspielerin, "und ich halte sie für extrem bedenklich. Nicht nur, weil Sie Menschen dazu bringen, Geld für unsinnige Therapien auszugeben. Aber manche Ihrer Empfehlungen sind schlicht gesundheitsgefährdend."

Laut Gunter enthält etwa einer der von Gwyneth Paltrow empfohlenen Smoothies eine ungewöhnliche Zutat namens "Tocos", auch unter dem Namen Tocotrienol oder "lösliche Reiskleie" erhältlich.

Reiskleie ist die lösliche Reisschale, die abgeschält wird, damit der Reis schön weiß wird. Mit einem Wort: Reisabfall, der laut Gunter früher als Tierfutter genutzt wurde. "Doch dann hat die Eso- und Lifestyle-Branche die Reis-Schale wiederentdeckt, ihr ein neues Branding verpasst und wollen es als "Superfood" verkaufen."

Ihre Forschungen und eine weitere medizinische Studie jedoch hätten ergeben, dass "Tocos" extrem hohe Arsenwerte aufweist – ein Gift, das als hochkarzinogen, also krebserregend eingestuft wird. Sie prangert an: "Goop.com verkauft diesen Smoothie als Detox-Drink, also entgiftend. Dabei führt man seinem Körper damit Gift zu. Das ist nicht schädlich, wenn man den Smoothie einmal trinkt, aber ich würde als Medizinerin von häufigem Genuss abraten."

Sie halte es für verwerflich, dass die Redakteure von Paltrows Website nicht einmal kurz recherchieren und die Empfehlungen überprüfen.