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H&M im Maison Martin Margiela Fieber

Bei jeder Designer-Kollabo der selbe Andrang bei H&M. Warum Maison Martin Margiela dann doch etwas anders ist, haben wir uns vor Ort angesehen.

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Massig Presse, unzählige Plakate, antizipierende Blog-Einträge: Das war der Medienrummel vor dem Release der Maison Martin Margiela Kollektion bei H&M. Das kannten wir schon von Lanvin, Versace oder Anna Dello Russo. Grund genug, sich selbst ins Getummel zu werfen und den Andrang im H&M am Graben in Wien zu beobachten. Von der Margiela for H&M Pre-Shopping Party haben wir ja schon berichtet.

Von 0 auf 100

Überlebende von Versace oder Lanvin sind ja schon so Einiges gewohnt. Maison Martin Margiela ist erwartungsgemäß etwas gediegener als seine Vorgänger, denn ganz so massentauglich ist die aktuelle Designer-Kollaboration dann doch wieder nicht. Trotzdem: Es wird um die Wette gewühlt, hektisch geblickt und rücksichtslos an den MMM-Stücken gezogen. Von 0 auf 100 entwickelt sich die Szenerie, als der erste Menschenschwall durch die Regale huscht.

Die richtige Ellbogen-Technik

In den Gesichtern der Kundinnen spiegelt sich ein innerer Konflikt wider: Einerseits will man ja zivilisiert sein, andererseits würde man es kaum verkraften, mit leeren Händen nach Hause gehen. Deswegen kommt einem die richtige Ellbogen-Technik zu Gute, wenn man die richtige Schuh-Größe ergattern will. Dezent wird dann geschubst, ja die Haltung bewahren!

Maison Martin Margiela ist anders

Und obwohl sich in der Mitte der Geschäftsfläche die MMM-Boxen türmen, umringt von einigen Kaufwütigen, die Hälfte davon bereits geöffnet und der Inhalt im schlimmsten Fall über den Boden verstreut: Maison Martin Margiela ist anders. Von einer Kundin wird mir erklärt: "Alle diese Stücke stammen ja aus vergangenen Maison Martin Margiela Kollektionen". Fachmännisch nimmt sie die einzelnen Stücke unter die Lupe, und auch wenn sie sich nach außen gelassen gibt - ihre Begeisterung kann sie kaum verbergen. Das hohe Preisniveau kann sie jedenfalls nicht abschrecken.

Maison Martin Margiela für H&M spricht die Fashionistas an, wie vielleicht keine andere Kollabo zuvor - wenn man von Lanvin absieht. Die Schuhe mit dem Plexi-Glas Absatz sind mir dann doch zu teuer, obwohl die Faszination groß ist.

15 Minuten H&M Madness

Mit leeren Händen verlasse ich den H&M wieder, und als ich das Geschäft verlasse, ist dort schon längst mehr als die Hälfte der Designer-Stücke verkauft. Auf den Weg in die Redaktion entwischt mir dann ein Lächeln: Von der Kärnterstraße kommt mir eine Gruppe junger Frauen entgegen, und alle haben sie zumindest zwei der großen MMM für H&M Taschen in der Hand.

Redaktion: Therese Kaiser

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