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8 Haar-Mythen, die du sofort vergessen kannst

Fakt oder Mythos: Ist Luftrocknen besser als Föhnen? Wachsen Haar schneller, wenn man sie öfter schneidet? Entstehen Schuppen nur bei trockener Kopfhaut?

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8 Haar-Mythen, die du sofort vergessen kannst
© 2014 Getty Images

Was wir wollen? Schönes, glänzendes, dichtes und gesundes Haar. Was wir meistens haben: Trockene, splissige Spitzen, eine stumpfe oder fettige Mähne und vielleicht sogar Schuppen. Schuld sind daran meist ein paar schädliche Gewohnheiten, denen wir aufgrund alter Beauty-Mythen immer noch anhaften.

Weshalb wir sie jetzt endgültig ins Reich der Fiktion verbannen...

Mythos 1: Luftrocknen ist besser als Föhnen

Die Wahrheit: Diese Studie ergab, dass Föhnen die Haaroberfläche angreift. Doch entgegen der landläufigen Meinung, dass Lufttrocknen besser wäre, ergab die Untersuchung auch: Wer sein Haar langsam und "en nature" trocknen lässt, der schadet den Längen. Denn je länger das Haar mit Wasser in Kontakt kommt (also etwa eine Stunde, bis es an der Luft getrocknet ist), desto mehr quillt es auf. Das erzeugt Druck auf den Proteinen, die deine Mähne eigentlich intakt halten. Die beste Lösung: Haare zu etwa 75% an der Luft trocknen lassen. Dann den Föhn auf niedrige Hitze einstellen und den Rest der Haare trocknen.

Mythos 2: Schuppen sind ein Zeichen für trockene Kopfhaut

Die Wahrheit: Genau das Gegenteil ist der Fall. Schuppen werden am häufigsten durch eine Form der Hefebakterien verursacht, die besonders gut in einem öligen Umfeld gedeihen. Du solltest also bei hartnäckigen Schuppen zu einem medizinischen Spezial-Shampoo greifen, damit der natürliche pH-Wert deiner Kopfhaut wieder hergestellt wird.

Mythos 3: Wenn du das Haar alle 6 Wochen schneidest, dann wächst es schneller

Die Wahrheit: Haarwachstum passiert auf der Kopfhaut, nicht an den Spitzen. Kurzum: Die Häufigkeit, mit der du Spitzen schneiden lässt, hat nichts damit zu tun, wie schnell (oder langsam) dein Haar wächst. Der Grund, warum du trotzdem regelmäßig zum Friseur solltest: Regelmäßiger Trimm verhindert Spliss und Haarbruch – also den Albtraum all jener, die ihr Haar möglichst lange wachsen lassen wollen.

© Video: WOMAN.at

Mythos 4: Stress lässt dich schneller ergrauen

Die Wahrheit: Ob dein Haar früher Grau wird, wird hauptsächlich durch Genetik und Alterungsprozess bestimmt. Wer älter wird, produziert weniger Melanin (jene Moleküle, die für den Farbton deines Haars verantwortlich sind). Das führt dazu, dass dein Haar grau (wenig Melanin) oder Weiß (gar kein Melanin) erscheint. Stress hingegen führt nicht zu frühzeitigem Ergrauen – kann aber trotzdem Einfluss auf die Haarqualität haben. In anstrengenden Phasen kann es zu stressbedingtem Haarausfall kommen.

Mythos 5: Hochgebundenes Haar forciert den Haarausfall

Die Wahrheit: Selbst wenn du dein Haar meistens zusammenbindest: Ein lockerer Zopf oder Chignon verursachen überhaupt keine Probleme. Aber wenn du ausschließlich eng geflochtene Zöpfe, strengen Pferdeschwanz oder einen fest gezwirbelten Dutt trägst, dann verursacht dies (übrigens genau wie Extensions) eine starke Spannung und Druck auf deinen Haarfollikeln. Das wieder kann zu Haarverlust führen. Gönn' deinem Haar also immer wieder Entspannung, indem du es offen trägst.

© Video: G+J Digital Products

Mythos 6: Kaltes Wasser schließt das Haar

Die Wahrheit: Ein Nachspülen mit eiskaltem Wasser, so der Mythos, soll das Haar schließen und zum Glänzen bringen (da die Haar-Cutikula nun angeblich "flach" liegt, soll Licht besser reflektiert werden). Haar enthält jedoch keine lebenden Zellen – es reagiert also nicht direkt auf kaltes Wasser. Wenn du glänzenderes, glattes Haar haben möchtest, dann lohnt sich das Investment in einen guten Conditioner.

Mythos 7: Je mehr du dein Haar bürstest, desto gesünder wird es

Die Wahrheit: Ja, durch Bürstenstriche verteilst du das natürliche Öl bis in die Spitzen. Aber häufiges Bürsten muss nicht immer gut für dein Haar sein. Tatsächlich kann ein Zuviel an Reibung dein Haar belasten und sogar zum Bruch führen. Vor allem, wenn du starke Bürstenstriche machst oder dein nasses und damit noch empfindliches, weil aufgequollenes Haar kämmst. Nur bei Bedarf bürsten und erst die Knötchen in den Längen lösen, ehe du von der Wurzel sanft nach unten arbeitest.

Mythos 8: Häufiger Shampoo-Wechsel verhindert, dass sich dein Haar daran gewöhnt

Die Wahrheit: Unterschiedliche Shampoos liefern unterschiedliche Ergebnisse. Manche enthalten viele Proteine für zusätzliches Volumen, andere hydratisieren mit Jojobaöl deine Spitzen. Ein Wechsel des Shampoos hängt von persönlichen Vorlieben ab – und vom aktuellen Zustand deines Haares. Nach einer Coloration hat das andere Bedürfnisse als unbehandeltes Haar. Hat sich deine Haarstruktur nicht verändert, dann gibt es keinen – zumindest wissenschaftlich belegten – Grund, auf ein anderes Produkt umzusteigen.

Thema: Haare