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Endlich gesunde Haare: Mit diesen Nährstoffen bekommst du deine Traummähne

Das Vitamin-ABC: Diese Nährstoffe benötigt dein Körper dringend für gesunde Haare und Kopfhaut. Und das wird belohnt mit einer glänzenden, vollen Traummähne!

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Endlich gesunde Haare: Mit diesen Nährstoffen bekommst du deine Traummähne
© Photo by Tim Mossholder on Unsplash

Schönheit kommt sprichwörtlich von innen. Doch oft versuchen wir kleine Makel wie spröde, brüchige Haarspitzen von außen zu bekämpfen: Shampoo, Conditioner und Haarmasken sind dabei tägliche Begleiter in der Körperpflege. Doch gerade in stressigen Zeiten, während einer Ernährungsumstellung oder im hohen Alter haben viele mit Haarproblemen zu kämpfen, die durch innere Faktoren verursacht werden. Denn, ein Mangel an essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen kann zu einem unausgeglichenen Nährstoffhaushalt führen, der sich im ganzen Körper bemerkbar macht.

Eine ausgewogene und auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmte Ernährung oder auch Nahrungsergänzungsmittel können hier schnell und effektiv Abhilfe schaffen. Welche Vitamine aus spröden Strähnen wieder eine geschmeidige Wallemähne zaubern können, erklärt Dr. Martin Bertz, Ernährungsexperte und Nährstofftüftler von Vegavero:

Biotin: Das Königsvitamin für ein gesundes Haarwachstum

Für ein strahlendes Erscheinungsbild benötigt unser Körper nicht nur eine ausgewogene Ernährung, genug Schlaf und viel Wasser, sondern auch eine optimale Versorgung mit ganz bestimmten Nährstoffen. Wem beispielsweise strapazierte und brüchige Haarspitzen zu schaffen machen, sollte unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr an B-Vitaminen achten.

Insbesondere Biotin, auch bekannt als Vitamin B7, ist dabei unerlässlich für den Erhalt einer geschmeidigen Haarpracht. Biotin ist dabei sowohl an der Umwandlung von Nährstoffen als auch dem Zellaufbau beteiligt. Dadurch kann es zur Neubildung von Haarwurzeln beitragen. Da B-Vitamine jedoch bis auf wenige Ausnahmen nur begrenzt vom Körper gespeichert werden können, müssen sie täglich in ausreichender Menge zugeführt werden. Ein Mangel macht sich andernfalls durch trockene Spitzen und Spliss bemerkbar, bei längerfristiger Unterversorgung droht schlimmstenfalls Haarausfall.
Biotin kommt beispielsweise vor in Innereien, Milch, Nüssen, Hülsenfrüchten oder Eigelb.

Zink und Selen: Haarverlust bekämpfen und Schäden zuvorkommen

Die lebenswichtigen Spurenelemente Zink und Selen sind auf unterschiedliche Arten außerordentlich wichtig für die Haargesundheit. Zink auf der einen Seite ist an vielen Vorgängen im Stoffwechsel beteiligt und hat somit direkten Einfluss auf das Haarwachstum. Weiterhin unterstützt es die Verankerung der Haarwurzel in der Haut. Durch Zinkmangel werden Haare brüchig und verlieren ihren Glanz. Neben Fleisch, Käse und Milch sind unter anderem Kerne aus Kürbis und Sonnenblume oder auch Haferflocken reich an diesem Spurenelement.

Selen andererseits beschützt Haarzellen beispielsweise vor freien Radikalen und verringert so Schäden durch äußere Einflüsse wie Umweltgifte und UV-Strahlung. Es ist sowohl in tierischen als auch pflanzlichen Lebensmitteln wie Nüssen, Pilzen, Getreide oder Lachs zu finden.

Mit Vitamin A spröden Strähnen den Kampf ansagen

Vitamin A, auch bekannt als Retinol, ist den meisten vor allem im Zusammenhang mit einer gesunden Sehfunktion bekannt. Jedoch ist der Nährstoff auch für kräftige und geschmeidige Locken verantwortlich. Es stärkt dabei die Haarwurzel und sorgt für Stabilität von innen. Da Vitamin A die Fettsynthese im Haarfollikel beeinflusst, kann ein Mangel zu entsprechenden Wachstumsstörungen führen. Wie die Vitamine E, D und K, ist auch das Retinol fettlöslich und wird daher vom Körper gespeichert. Eine Überdosierung von fettlöslichen Vitaminen sollte vermieden werden, da ein Überschuss im schlimmsten Fall zu Beschwerden führen kann.

Aufgenommen wird Vitamin A vor allem durch tierische Nahrungsmittel, wie Fisch, Eier und Milch. Doch auch aus den Carotinoiden, insbesondere Beta-Carotin, die z. B. in Karotten, Paprika und Orangen vorkommen, kann der Körper diesen wichtigen Nährstoff bilden. Eine Überdosierung bei normaler Ernährung ist dabei jedoch äußerst unwahrscheinlich, da der Körper nur soviel verarbeitet wie er gerade benötigt.

Sowohl der Mangel an wasser- als auch fettlöslichen Vitaminen kann brüchige und strohige Spitzen hervorrufen. Hier gilt: Auf eine ausgewogene Ernährung achten und bei spezifischen Mängeln zu zielgenauen Nahrungsergänzungsmitteln greifen! Gerade bei wasserlöslichen Vitaminen benötigt der Körper tagtäglich eine neue Zufuhr, bei fettlöslichen wiederum sollten insbesondere vegan lebende Menschen auf eine ausreichende Menge achten, um einem Haarausfall aktiv vorzubeugen. Wer hier also auf die richtigen und vor allem auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmten Nährstoff-Boostern greift, wird mit einer glänzenden und gesunden Haarpracht belohnt!

Themen: Haare, Ernährung