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Haareföhnen: Die häufigsten Fehler

Die neuen Haartrockner stylen sanfter – trotzdem sind unsere Haare nicht vor Hitzeschäden gefeit. Wie du die häufigsten Fehler beim Haareföhnen vermeidest.

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Haareföhnen: Die häufigsten Fehler

Gerade nasses Haar ist besonders empfindlich!

© Thinkstock/iStock/Lamiquela

Warum warum warum nur sieht unser Haar nach einem Friseurbesuch immer phänomenal aus? Das liegt natürlich an den besonders hochwertigen Pflegeprodukten. Aber auch an der richtigen Föhn-Technik.

Gerade nasses Haar ist besonders empfindlich. Deshalb ist nicht nur rabiates Bürsten und kräftiges Rubbeln mit dem Handtuch nach der Haarwäsche tabu. Auch zu heißes Föhnen ist für die Mähne der absolute Super-GAU. Das Wasser im Haar verdampft und der so entstehende Druck sprengt die aufgeweichte Oberfläche auf. Schon 100 Grad sind für nasses Haar nahezu tödlich - trockenes hingegen kann 175 Grad gut überstehen.

Profis föhnen das Haar zunächst von unten

So föhnst du deine Haare richtig

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Gut vortrocknen. Einer der häufigsten Fehler beim Haareföhnen: Dein Haar ist noch klatschnass, du benötigst mehr Hitze als deinem Haar gut tut. Schmink' und creme dich deshalb lieber zuerst und wickle dein Haar einstweilen in ein trockenes Handtuch. Ehe du es föhnst, drückst du sanft die Nässe aus der Mähne.

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Diffuser-Aufsatz. Mit dem Diffuser-Aufsatz lassen sich schnell, sanft und einfach natürliche Locken und Wellen kreieren. Stundenlanges, schädigendes Hitzestyling können wir uns damit ersparen. Am Haaransatz angewendet, sorgt der Diffuser außerdem für Volumen. Achtung: Nicht alle Diffuser passen auf jeden Föhn! Vor dem Kauf also den Föhn zu Hause genau unter die Lupe nehmen. Oder die Seriennummer aufschreiben und einen Verkäufer im Fachgeschäft fragen!

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Weniger ist mehr! Wenn du hochwertige Pflegeprodukte verwendest, reicht zur Pflege schon eine kleine Menge. Ein Kardinalsfehler: Wenn du zu viel Feuchtigkeitsspray, Mousse oder Öl in dein Haar gibst, ehe du es föhnst. Die Mähne wird dann fettig und schwer. Extra-Tipp: Verreibe das Produkt zunächst gut in den Handflächen, so verwendest du automatisch etwas weniger. Und trage die Pflege nicht direkt auf die Kopfhaut auf, sondern lieber in die angegriffenen Spitzen.

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Haare abteilen. Versuch' nicht, dein gesamtes Haar auf einmal zu trocknen. Teile deine Mähne lieber in drei Strähnen (links, rechts, Hinterkopf) und föhne jede Partie einzeln. Wirklich professionell (aber auch aufwendiger): Wenn du dein Haar in sehr viele Strähnen teilst und dich Stück für Stück bis zum Oberkopf vorarbeitest. So hat das oft am meisten beschädigte Deckhaar mehr Zeit vorzutrocknen und wird durch die heiße Föhnluft nicht zu sehr beschädigt.

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Die richtige Bürste wählen. Wenn du langes oder gelocktes Haar hast, solltest du das noch feuchte Haar besser nicht mit einer Bürste frisieren. Sie verzankt, du reißt - und verursachst damit noch mehr Schäden. Verwende lieber einen Kamm, der allerdings keine spürbaren Nähte zwischen den Zacken haben sollte (damit schädigst du die Haaroberfläche ebenfalls).

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Die richtige Temperatur. Spätestens wenn sich die Kopfhaut heiß anfühlt, ist der Föhn eine Stufe zu hoch eingestellt. Das allein kann die Haarwurzeln bereits verletzen und bleibende Schäden hervorrufen. Lieber eine Gebläsestufe höher schalten, als einmal zu viel auf den Hitzeknopf drücken. Zusätzlich kann man mit der freien Hand die Temperatur kontrollieren. Außerdem sollte zwischen Föhn und Haar ein Abstand von mindestens 20 Zentimetern eingehalten werden. Tipp: Den Föhn immer in Bewegung halten, damit die Hitze nicht zu lange auf einen Punkt fixiert ist.

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Der richtige Föhn. Ein Föhn sollte im Idealfall zwei Heizstufen, eine Kalttaste und zwei Geschwindigkeitsstufen haben. Damit lässt er sich genau an die Bedürfnisse der Haare anpassen. Denn generell gilt: Je feiner die Haare, desto niedriger sollte auch die Heizstufe sein, damit sie nicht durcheinandergewirbelt werden und verfilzen. Mit der Kalttaste lässt sich das Haar auskühlen, was für mehr Sprungkraft, Glanz und Halt sorgt. Auch auf die Wattzahl kommt es an: Optimal sind Werte zwischen 1.600 und 2.200 Watt. Je weniger Watt, desto länger dauert das Trocknen - und das strapaziert das Haar unnötig.

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Die perfekte Föhn-Richtung. Profis föhnen das Haar entweder über Kopf oder pusten die Luft von unten nach oben durch die Haare - das sorgt für mehr Volumen. Auf keinen Fall sollte man von oben herab föhnen und dabei das Haar ständig vom Ansatz zur Spitze bürsten - die Frisur liegt sonst platt am Kopf und sieht schnell strähnig aus. Glattes Haar einfach zum Abschluss kurz mit kühler Luft nachföhnen. Das entkräuselt die Haaroberfläche. Wichtig ist auch die Richtung: Jede Strähne gehört einzeln vom Ansatz zu den Spitzen geföhnt. Wird der Föhn im 45-Grad-Winkel zu den Haaren gehalten, verwirbeln diese nicht und die Oberflächenstruktur wird geglättet. Das Ergebnis: strahlender Glanz.

Thema: Haare