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Haaröl verwenden: Das musst du wissen

Seidige Haare und eine Pflege, die das Haar von innen aufbaut. Das versprechen Haaröle. Top-Friseur Eniss Agrebi verrät, worauf du bei der Anwendung achten musst.

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© Getty Images

In Japan gilt das Öl der Kamelie schon seit Jahrhunderten als Wundermittel für glänzendes Haar. Inspiriert von japanischen Beauty-Ritualen sind Haaröle schon seit Längerem der heilige Gral der Beautywelt. Sie umhüllen das Haar wie ein Schutzschild und machen es seidig und glänzend. Kein Wunder also, dass sie weltweit zu den angesagtesten Produkten überhaupt gehören. Aber worauf muss man bei der Anwendung achten?

So hilft Haaröl am besten

"Haaröl als Stylingprodukt finde ich genial“, schwärmt der heimische Top-Friseur Eniss Agrebi vom Salon Die Wiener Friseure. „Gerade wenn die Spitzen ein bisschen spröde sind, hilft es unglaublich gut. Es verleiht einen schönen Glanz und das Haar ist wieder geschmeidig. Allerdings handelt es sich hierbei um einen momentanen Effekt."

Öle – zum Beispiel Kokosöl – ins Haar zu geben und über Nacht einwirken zu lassen, ist ein Riesen-Trend, an dem man auch auf Instagram und TikTok nicht vorbeikommt. Jedoch bringt das laut dem Profi weniger als gedacht. "Es schadet überhaupt nicht, aber es hat sicherlich nicht den Wert, den man zu erzielen glaubt. Das Öl legt sich ums Haar herum, was einen schönen, geschmeidigen Look zaubert. Wie gesagt, fürs Styling ideal, aber in Hinblick auf Pflege kann man mit professionellen Haarmasken – Wo eh meistens Öle drin sind! – mehr ausrichten", erklärt Agrebi.

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Top-Friseur Eniss Agrebi (c) Die Wiener Friseure


Neben verschiedensten Ölen sind hier auch noch andere Stoffe, etwa natürliche Silikone, enthalten: "Genau diese Zusammenwirkung ist das, was das Haar letztendlich aufbaut, ihm Struktur gibt und von innen heraus geschmeidig macht. Ich vergleiche das gerne mit der Hautpflege. Wenn man beispielsweise der Haut Feuchtigkeit spenden möchte, gibt man ja auch nicht nur Öl drauf. Jedoch kann es in Kombination mit anderen Stoffen sehr wirksam sein. Genau so ist es auch beim Haaröl."

An diesem Punkt merkt er an, dass man sich nicht sofort abschrecken lassen darf, wenn in einem Produkt Silikone enthalten sind. Hierbei handelt es sich um aus Erdöl gewonnene Kunststoffe. Wie so oft kommt es auf die Qualität an. "Silikone sind total in Verruf geraten", so der Friseurmeister. Das Problem an der Sache: "In vielen Produkten werden minderwertige Billigsilikone verarbeitet. Meistens eine Form von Rohöl das ist zu grob und kann nicht ins Haar eindringen. Hochqualitative Silikone hingegen können beim Aufbau der Haarstruktur helfen. Ihre Moleküle sind so klein und fein, dass sie das Haar – auch in Kombination mit Ölen – tiefenwirksam pflegen können."

Produktempfehlungen vom Profi

„Grundsätzlich gibt es mittlerweile sehr viele Firmen, die hochwertige Haaröle anbieten. Das kommt dann einfach auf die persönliche Präferenz an. Mein Tipp ist immer, sich vom Friseur seines Vertrauens beraten zu lassen und nicht einfach irgendein Produkt aus der Drogerie zu kaufen“, so Agrebi.

Er empfiehlt übrigens das Arganöl von Belma Kosmetik. Es ist auf Naturbasis und – laut dem Haar-Guru – der Oberhammer. Es enthält Vitamine und schützt das Haar außerdem vor Hitze. Das "Nutriplenish" von Aveda hingegen ist eine Kombination aus mehreren Ölen (etwa Sonnenblumen-, Avocado-, Jojoba-, Argan- und Kokosöl). Agrebi empfiehlt es bei besonders trockenen, spröden Spitzen.

Wie auch der Friseur-Profi schon erwähnt hat, gibt es unzählige Brands mit tollen Haarprodukten. Die Öle von den Trendmarken Morroccanoil und Maria Nila sind auch ein heißer Tipp.

Die richtige Anwendung

Mit dem Auftragen des Öls sollte man immer an den Haarspitzen beginnen. Diese sind am trockensten und demnach auch am aufnahmefähigsten. Von dort aus arbeitet man sich hoch in die mittleren Längen. Auf den Ansatz kommt – wenn überhaupt – nur ganz wenig, um etwaige abstehende Härchen zu glätten. Am besten knetet man das Öl ins Haar oder wickelt es um einzelne Strähnen – das sorgt für mehr Textur. Föhnt man Locken mit einem Diffusor, kann man das Öl schon während dem Trocknungsprozess ins Haar geben – ein Geheimtipp für weniger Frizz.