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11 Haarpflege-Mythen: Was stimmt, was nicht?

Wäscht Shampoo, das gut schäumt wirklich die Haare sauberer? Wir haben mit zwei Expertinnen über die gängigsten Haarpflege-Mythen gesprochen. Wetten, einiges wusstest du noch nicht!

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Haar-Mythen Haarpflege blonde lange wellige Haare

Wusstest du, dass...

© istockphoto.com

Fast in allen Lebensbereichen gibt es Mythen, die sich über Jahre oder gar Jahrzehnte halten und keiner weiß so genau: Stimmt das nun wirklich oder alles nur Blödsinn? Gemeinsam mit den beiden Expertinnen Sonja Thoma und Magdalena Bari vom Haarsalon Thoma & Bari in Wien sind wir den 11 häufigsten Haarpflege-Mythen auf den Grund gegangen. Verrate auch du uns: Bei wie vielen der Mythen lagst du daneben?

1

Je mehr ein Shampoo schäumt, desto sauberer werden die Haare
Nein.
Häufig sind Sulfate der Grund warum Shampoos so herrlich schäumen. Diese sind Salze der Schwefelsäure mit starker, schäumender aber auch fettlösender Reinigungswirkung. Aber Sulfate, besonders „Sodium Lauryl Sulfat“, trocknen aus. Auf der Kopfhaut können Sulfate die hauteigene Schutzschicht schwächen und für Irritationen sorgen. Die Alternative sind sanfte, aber auch weniger schäumende, Waschprodukte mit Kokos- oder Zuckertensiden aber vor allem Naturkosmetik ist meist völlig frei von Sulfaten.

Haarpflege-Mythen mit Thoma & Bari
2

Wenn man die Haare regelmäßig schneidet, wachsen sie schneller
Jein.
Natürlich wird das Haarwachstum durch das Schneiden der Spitzen in keiner Weise beeinflusst. Eine der Grundvoraussetzungen für langes Haar sind gesunde Haarspitzen. Denn Spliss, geschädigtes Haar und poröse Haaroberfläche sind die Gegner der langen Wallemähne. Mit dem regelmäßigen Friseurbesuch (auch wenn nur wenige Millimeter geschnitten werden) sorgt man für gesunde Spitzen und schützt sich so vor dem Spliss.

3

Die Haare fetten schneller, wenn man sie häufig wäscht
Jein.
Entscheidend sind die Produkte, mit welchen das Haar und die Kopfhaut gewaschen werden. Es gibt selbstverständlich Produkte, welche speziell für die tägliche Anwendung produziert worden sind. Wer jedoch häufig mit zu stark austrocknendem Shampoo wäscht sorgt für eine vermehrte Talgdrüsenproduktion, welche in Folge das Haar noch fettiger macht. Ein Kreislauf der zu vermeiden gilt.

4

Nach längerer Verwendung verliert das Produkt seine Wirkung
Jein.
Haarpflegeprodukte sind Gesicht- oder Körperkosmetik sehr ähnlich. Nach mehrmaligem Anwenden zeigt sich das Ergebnis der regelmäßigen Pflege. Ab einem gewissen Punkt jedoch kann der Pflegeerfolg nicht weiterhin linear ansteigen. Die Richtige Aussage wäre also: Nach längerer Verwendung haben Produkte ihr Maximum an Pflege erreicht.

5

Spliss kann man nicht mehr reparieren
Stimmt.
Bei Spliss handelt es sich um gespaltene Haarspitzen, welche natürlich nicht mehr „zusammenwachsen“ können. Spliss kann man lediglich vorbeugen, mit reichlich Pflege, wenig Strapazen (Blondierung, Hitzestyling) und dem regelmäßigen Spitzenschneiden. Die Werbung hat für den Irrglauben gesorgt man könne gespaltene Spitzen tatsächlich wieder zusammenkleben.

6

Trockenshampoo schenkt dem Haar Volumen
Nein.
Die richtige Aussage wäre: Mit Trockenshampoo kann man optisch Volumen ins Haar zaubern. Denn Trockenshampoo hat einen herrlich „stehenden“ Effekt der das Haar toll aufbaut und so optisch für mehr Fülle im Haar. Dieser Effekt ist jedoch nur kosmetisch.

7

Je häufiger man das Haar frisiert, desto glänzender wird es
Stimmt.
Die unterschiedlich langen Borsten an Bürsten haben den Vorteil, dass sie den Talg, der an den Haarwurzeln ausgeschieden wird, gleichmäßig im Haar verteilen. Davon profitieren besonders die trockenen Spitzen.

8

Eine Haarkur wirkt besser, wenn man sie länger einwirken lässt
Jein.
Die meisten Haarkuren verlangen eine Einwirkzeit von 5-10 Minuten. Man sollte sich hier an die Verpackungsangaben halten. Ein wirklicher Tipp ist es das Haar vor dem Auftragen der Maske ein wenig mit dem Handtuch trocken zu rubbeln – denn so können Pflegestoffe besser wirken

9

Haargummis sind schädlich fürs Haar
Stimmt.
Wer täglich immer an der gleichen Stelle ein Haargummi trägt strapaziert das Haar. Ein noch höheres Risiko stellen Haargummis mit Metallstellen dar, welche sich in der Sonne erhitzen und so wie ein Brenneisen im Haar wirken können. Abwechslung ist wesentlich für gesundes Haar.

10

Kopfmassagen regen das Haarwachstum an
Stimmt.
Eine Kopfhautmassage fördert die Durchblutung der Kopfhaut und stimuliert dadurch die Haarfollikel. Die Haarfollikel sind kleine Einstülpungen der Haut, in denen die Haarwurzeln gebildet werden. Ist der Stoffwechsel der Haarfollikel gestört oder fehlen ihnen bestimmte Nährstoffe, können die Haarfollikel nicht optimal arbeiten.

11

Es ist schädlich nasses Haar zu bürsten
Jein.
Im nassen Zustand ist das Haar am empfindlichsten, denn hier kann man es beim Bürsten schnell überdehnen und so sogar ausreißen. Thoma & Bari hat sogar eigens eine „Wetbrush“ in Italien anfertigen lassen um das Problem aus der Welt zu schaffen. Außerdem sind die meisten Bürsten gar nicht dafür geeignet, an nassem Haar verwendet zu werden, bspw. wegen ihren Naturborsten.

Wetbrush von Thoma & Bari in Original und Travelsize 28,- und 35,- auf www.thomabari.com im Online Shop erhältlich.

Haarpflege-Mythen mit Thoma & Bari
Unsere Expertinnen: Sonja Thoma & Magdalena Bari
Thema: Haare